Ruhe in der Welt der Buchstaben

Weiterlesen?

Bücher unendliche Weiten unbekannte Welten und doch.....


Ich habe bis heute fast keine Ahnung, wie ich den Weg zu dieser Welt gefunden habe, aber sie birgt einen unheimlichen Zauber

..... faszinierend, vernichtend, aufbauend und unbegreiflich an ihrer Vielfalt.....

gemeint ist die Welt der Bücher. Leider ist es mir selbst eher selten gelungen wirklich gute Worte zu finden hier und da mal ein paar zusammenhängende Silben aber doch nichts ganzes und nichts halbes. Dafür konnte ich einige andere Autoren genießen.....

Eines der faszinierendsten Bücher hatte wohl John Irving mit "Hotel New Hamptshire" geschaffen.... wer mich einigermassen kennt, dürfte wohl auch schon bemerkt haben, daß mein Urteil über dieses Buch sehr einfach und doch einprägsam ist...... Es gibt Menschen denen wird dieses Buch von Anfang an gefallen und dann wird es auch immer wieder welche geben, dennen jenes Buch so gut wie gar nichts sagen wird... ja sie schmeissen es sogar in die Ecke mit den Kommentar "He in diesen Buch geht es ja nur um Sex!!" Mmmh dieses ist eine Sichtweise, aber eine von so vielen.....

Leider ist mir in letzter Zeit nicht mehr soviel Zeit geblieben um mich privat hinter Bücher zu klemmen aber dank einer Person, deren Namen ich aus Gründen des Datenschmutzes lieber verdecke, hatte ich doch noch Gelegenheit einige Bücher mehr lesen zu können. Einmal natärlich "Die Entdeckung der Langsamkeit", aber auch solche Bücher wie Macchiavelli "Der Fürst" oder Arthur Schoppenhauer "Eristische Dialektik - die Kunst recht zu behalten" wobei letztere Bücher eher eine Folge dieser Person waren, als von dieser Person dargebracht worden zu sein.
Ja sogar Comics sind mir mittlerweile wieder etwas bekannter geworden.... ;-)

Eben jener und vielen anderen Personen möchte ich ein kleines russisches Märchen erzählen, wie in jeden Märchen kann man nie mit Bestimmtheit sagen, ob hier auch ein Funke Wahrheit vorhanden sein wird... aber dieses muss jeder Mensch selbst herausfinden. Schließlich wäre es doch Wahnsinn, wenn ich folgende Worte über mich bestätigen würde : "Andreas du machst keine Andeutung, du bist eine einzige Andeutung."


Links in die Welt der Buchstaben Selbstredend findet sich mittlerweile zu diesen Thema auch ein klein wenig auf meiner Seite. Schaut beispielsweise mal in meiner kleinen Bücherkiste. Aber auch andere Seiten haben Seiten mit schönen geschriebenen Worten. Ich würde mich sehr drüber freuen. Nebenbei...wo wir gerade bei Büchern sind, mag ich euch noch eine ganz besondere Insel in der Welt der Bücher vorstellen.... Es ist eine Seite über Kinderbücher von Erich Kästner (ein Gemeinschaftsprojekt von cloud und mir. Links in die Welt der Buchstaben

Tyrkyneku und die schöne Gytimnäu

Es war einmal ein Jüngling namens Tyrkyneku, der liebte über alles die schöne Gytimnäu. Sie war die Freundin seiner Schwester und wohnte auf einer Anhöhe in der Nähe. Oft besuchte Tyrkyneku mit seiner Schwester zusammen Gytimnäu. Er trank Tee mit ihr und schaute das schöne Mädchen die ganze Zeit über voller Bewunderung an. Aber er wagte es nicht, auch nur ein einziges Wort mit ihr zu sprechen.

Tyrkynekus Schwester hatte keinen sehnlicheren Wunsch, als daß ihr Bruder ihre Freundin zur Frau nähme. Wenn sie aber mit Gytimnäu darüber sprach, gebot ihr diese Schweigen. Oft, wenn Tyrkyneku auf der Jagd war, saßen die beiden Freundinnen beisammen und nähten Kleider für ihn. Sobald aber Gytimnäu den Schritt des Heimkehrenden hörte, lief sie eilig davon.

Tyrkyneku wurde darüber sehr traurig und von Zorn überfallen, weil er den Mut nicht fand, mit der schönen Gytimnäu zu sprechen. Eines Tages sagte er schließlich zu seiner Schwester: " Pack alle unsere Sachen zusammen! Laß uns an einen anderen Ort ziehen!" Die Schwester tat, wie er's geheißen, und die beiden zogen von dannen. Tyrkyneku schritt voran, und die Herde der Rentiere folgte ihm. Hinter der Herde fuhr Tyrkynekus Schwester auf den überdachten Schlitten. Gytimnäu sah sie von dem Hügel aus und stürzte ihnen nach. Bald schon hatte sie die Freundin eingeholt, setzte sich zu ihr auf den Schlitten und sagte: " Fahr nur nicht zu weit weg! Ich bin so allein ohne dich!"

Tyrkynekus Schwester versprach der Freundin, ihrer Bitte zu gedenken. Beim Abschied schenkte sie ihr ein Armband aus Glasperlen, das Tyrkyneku der Schwester insgeheim zugesteckt hatte. Er wagte es nicht, Gytimnäu die Perlen selber zu geben. Das Mädchen bedankte sich bei der Freundin und eilte nach Hause. Aber sie konnte den Blick nicht von dem Armband wenden, mu'ßte es immer wieder anschauen. Beim Sehen der bunten Perlen dachte sie an Tyrkyneku. Und mit einen Male wußte sie genau: Das war gar kein Armband, das war Tyrkyneku selber.

Sie schleuderte das Perlenband den Hügel hinunter. Zur gleichen Zeit stürtzte Tyrkyneku einen Abhang hinab. Gerade nioch kinnte er einen Strauch erfassen und sich daran festhalten. Mit großer Mühe kletterte er wieder nach oben, holte die Rentierherde ein und gebot der Schwester anzuhalten. Sie stellten ihr Jaranga dicht bei Abhang auf, und Tyrkyneku sagte zu seiner Schwester: "Deine Freundin putzt sich nicht gerne. Schenke ihr doch ein Messer oder einen Spieß. Vielleicht liebt sie Waffen mehr."

Kurz Zeit darauf erschien Gytimnäu bei ihrer Freundin zu Gast und blieb bis tief in die Nacht hinein bei ihr. Zum Abschied gab ihr Tyrkynekus Schwester ein MEsser, ein sehr gutes Messer. Fisch konnte man damit schneiden, Holz konnte man damit schnitzen, und leicht ließ es sich auf der Brust verbergen. Als Gytimnäu sich das Messer daheim noch einmal anschaute, kam ihr der Gedanke: Ob das vielleicht wieder von Tyrkyneku ist? Und sie warf es den Hang hinab. Tyrkyneku war gerade von der Jagd zurüchgekommen und sagte zu seiner Schwester: "Deine Freundin mag keine Waffen! Wir wollen ihr etwas für ihre Jaranga schenken."

Wieder besuchte Gytimnäu ihre Freundin. Die Schwester Tyrkynekus bereitete den Tee, stellte ihn auf ein neues hölzernes Tablett, das Gytimnäu mit Wohlgefallen betrachtete. Tyrkyneku Schwester sagte zu ihr: "Nimm das Tablett, wenn es dir gefällt! Vielleicht kannst du's brauchen." Gytimnäu nahm das Tablett. Am Abend bei sich daheim sah sie sich bewundernd die vielen Muster und Linien an, und plötzlich dachte sie: "Ob das wohl auch wieder von Tyrkyneku ist?" Sie ergriff das Tablett und warf es ins Feuer.

Als Gytimnäu ihre Freundin wieder einmal besuchte, verließ Tyrkyneku die Jaranga und ging zur Jagd. Das schöne Mädchen wunderte sich darüber, und als sie das nächste Mal kam, ging Tyrkyneku wieder seiner Wege. Das kränkelte sie. Und immer, wenn Tyrkyneku das schöne Mädchen kommen sah, ging er aus der Jaranga. Gytimnäu fragte die Freundin: "Was hat bloß dein Bruder? Weshalb läuft er jetzt immer davon, wenn er mich sieht?" Tyrkynekus Schwester wußte es nicht.

Die Zeit verstrich, und eines Tages bat Gytimnäu ihr Freundin: "Sage deinem Bruder, daß ich nun bereit bin, seine Frau zu werden." Froh überbrachte die Schwester dann Tyrkyneku diese Botschaft, er aber antwortete: "Sag deiner Freundin Bescheid, meine Liebe zu ihr ist längst im Feuer verbrannt."