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Chemie Boeck

oder die Frage nach künstlerischer Freiheit

Ein Besuch des Unterrichtes des allseits geliebten und geachteten Lehrers Herrn Boeck kann einfach nur als eine Bereicherung der Abstraktion des Lebens geschildert werden. Er bemühte sich stets, uns neben dem relativ trockenen Stoffes auch greifbare Dinge näherzubringen.

So war er stets um die in sich zerfallende Moral bestürzt und sorgte sich, ob wir im Falle einer Atomkatastrophe auf jeden Fall wüßten, wie wir mit der Isotopenkarte umzugehen haben. So wüßten wir sehr genau, wann wir aus unseren Schutzbunkern wieder an die Oberfläche hinaufklettern dürften. Neben diesen wirklich achtenswerten wissenschaftlichen Erkenntnissen versäumte dieser Mensch es auch nicht, gegen den Vandalismus an unserer Schule vorzugehen. Das Beschreiben der Tische im Chemiehörsaal kann durchaus damit enden, daß man sich mit einer Schleifmaschine im Raume wiederfindet und die gesamte Tischbemalung zu entfernen versucht. Auch der Einwurf der geschichtlichen Bedeutung dieser Schriftzeichen (teilweise waren die Zeichnungen schon 10 Jahre alt), widerlegte er gnadenlos durch absolute Ignoranz.

In diesem Text soll ihm nochmals voller Respekt und Achtung entgegengebracht werden, daß er sich immer bemühte, seinen Weg zu gehen, gekoppelt an der Hoffnung, daß er auch ohne unseren Kurs noch einen erfüllten Unterricht begleiten kann. So gab es keine andere Stunde, welche dermaßen anregend für den Geist und vor allen für die Seele war. Nochmals von dieser Stelle ein besonderes Danke........(Unki) ;-)


Schülerin: Wir brauchen 6.
Sie meinte C-Atome.

Nadine: Das gibts sogar in lila!
Unki: „Das ist das Frau Nikolai- Atom.

Herr Boeck hat eine eigene Art, einen Notenspiegel zu schreiben.
Schüler: Warum schreiben sie ihn denn nicht wie alle anderen?
Herr Boeck: Weil ich doof bin.

Herr Boeck erklärt die Anwendung der Isotopenkarte im Falle einer Explosion des Atomkraftwerkes Biblis.
Unki: Ja, aber wenn das Kraftwerk explodiert, kann uns doch die HWZ und die Zerfallsreihe egal sein.
Glücklich lächelnd, daß jemand dieses erkannt hat, sagt Herr Boeck: Ja.

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