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Tutorenfahrt nach London

(aus der Sicht der Teilnehmer des LK - Englischkurses)

Als wir zu nachtschlafender Zeit am 13.10.1997 am Flughafen ankamen, erfuhren wir, daß wir aufgrund einer Sturmwarnung die nächsten 2 Stunden mit Frau Haschemi und Herrn Almeroth auf dem Fußboden der Wartehalle verbringen durften. Es konnte also nur noch besser werden. Das Sektfrühstück im Flieger trug auf jeden Fall zur Steigerung unserer Laune bei. In London angekommen, bemerkten wir bald, daß wir zur niederen Klasse gehörten, denn der Aufzug und auch der Haupteingang des Theaters waren für uns tabu. Dort war freundlicherweise der schäbige Nebeneingang für uns bestimmt.

Ein Teil von uns

Der Ausdruck Studienfahrt bewahrheitete sich insofern, daß Frau H. uns die Kunst des Flirten am lebenden Beispiel lehrte. So spannte sie einigen Schülerinnen die mühsam angebaggerten Australier mit einem einzigen verführerischen Lächeln wieder aus. Die Verlierer verließen gesenkten Hauptes die Arena. Dennoch fragen wir uns, ob sie es wohl jemals verkraftet hat, daß sie bei unserem Pupbesuch ihren Ausweis vorzeigen mußte, um ihr Bier zu bekommen. Doch auch für die gescheiterten Schülerinnen ging das Abenteuer weiter: die Busodysee führte sie zum Londoner Nachtleben. Böse Zungen behaupten noch heute, Agentinnen 001 und 002 seien planlos 4 Männern gefolgt, doch in Wirklichkeit hatten die 2 Superspürnasen wiedermal den richtigen Riecher, wie man am schnellsten und in hübscher Begleitung zum Ziel gelangt, welches die Ankläger erst circa eine dreiviertel Stunde später müde, abgehetzt und krank vor Sorge um die beiden Superspürnasen erreichten.

Leider schloß unsere Stammkneipe schon um 23 Uhr und so wurde der Spirituosenladen gegenüber zum Retter der Nächte. Nach erfolgreichen Schmuggelaktionen durch das bewachte Foyer der Hotels stieg uns, kaum oben angekommen, schon der süßliche Geruch frischen Grases in die Nase, dessen Auswirkungen uns noch zahlreiche amüsante Stunden bescherten. Doch einige teilten unsere Freuden nicht, denn sie pilgerten jeden Morgen ab 7 Uhr zu den Kulturstädten Londons und hatten daher keine Zeit für unser köstliches Dosenbier. Trotz der langen, stürmischen Nächte hatten auch wir keine Schwierigkeiten aufzustehen, schließlich war das Frühstück unsere einzige richtige Mahlzeit am Tag. Deshalb zerrten wir auch säckeweise Proviant aus dem Speisesaal. Am letzten Tag mußten wir die schmerzliche Erfahrung machen, daß wir uns täglich mit unseren Super-Englisch voll zum Affen gemacht haben, denn dort sprachen alle fließend deutsch.

Alles in allem war es eine tolle Abschlußfaht und wir entdeckten tatsächlich eine freundschaftliche, jugendliche Ader an Frau Haschemi. Man kann, solange sie es zuläßt, wirklich viel Spaß mit ihr haben. Für alle, die nach uns nach London fahren wollen: das Essen nicht, aber die tolle Stadt mit ihren noch tolleren Männern ist immer eine Reise wert. ( Ka.S., F.S., D.W., S.B.)

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