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Deutsch Leistungskurs Gilbert - Rühl

Trotz diverser Disparitäten gelang es unserer Tutorin doch recht häufig den geforderten Stoff uns dezidiert in "adequarter" Weise zu offerieren. Gerade der Begriff der positiven Ambivalenz ist uns allen doch mehr oder minder bewußt geworden. Vielfach gab es aber auch Meinungsunterschiede, die eventuell auch auf die etwas, nunja, sagen wir mal eigenartige Kurszusammensetzung zurückzuführen sind. Das unausgewogene Verhältnis zwischen Männlein und Weiblein führte teilweise doch zu recht regen Diskussionen. Jedoch konnten sich unsere zwei Herren der Schöpfung doch zumindest zeitweise mit der Dominanz des wahren starken Geschlechtes auseinandersetzen. Gerade bei der Unterdrückung der Frau durch die männliche Sprache sorgten sie doch für einigen Wirbel. Auch gab es durchaus Dickköpfe, die sich ihre Hörner abstoßen mußten.

Trotz dieser teilweise spektakulären Kämpfe kam es doch auch zu versöhnlichen Momenten. So wurde die Sangeslust unseres Kurses bei einer Wochenendfahrt nach Kassel auf eine harte Probe gestellt. Auch die etwas moderne Theatervorstellung, in deren Genuß wir kamen, bewegte doch einige Gemüter. Die Krönung war jedoch - wie so häufig - unsere Tutorenfahrt.
Wir fuhren auf den Spuren deutscher Dichter nach Paris. Eine Suche nach den mannigfaltigen Orten, an denen schon Dichter, Denker oder andere Literaten waren, gestaltete sich doch als recht erfolgreich. Aber auch das gemeinsame Abendessen war von erheiternder Art. Jedoch zog es viele schon am zweiten Tag in die Nähe eines Erotikshops. Allerdings wollten sie dort nur die Gelüste ihres Magens besänftigen, da hier ein recht akzeptabler Dönerstand war. Die nächtlichen Ausflüge waren von atemberaubender Schönheit. So erlebten wir teilweise den Eiffelturm in seinem schönsten Glanze. Aber auch Notre Dame und andere Sehenswürdigkeiten wurden nicht außer Acht gelassen. Extra für unsere beiden Herren begleitete uns ein ehemaliger Lehrer unserer Schule. Herr Luh suchte neben seiner Lust auf gutes Essen auch unseren kulturellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Ihm verdanken wir auch, in Zusammenarbeit mit unserer Tutorin, einen beschäftigenden Tagesplan. Jedoch mußte der Besuch eines Marktes leider wegen widriger Wetterverhältnisse abgesagt werden. Auch die teils sehr geplagten Füße mußten am Abend geschont werden. Ein etwas erholsamer Ausflug war der Besuch einer Heinrich Heine Ausstellung. Jedoch war hier die Frage, was die Matratzengruft nun zu bedeuten habe noch nicht einwandfrei geklärt.
Weniger rühmlich war eine Fahrt mit der Metro in dem ein Benehmen an den Tag gelegt worden ist, das schon seinesgleichen sucht. Hoffen wir aber, daß die junge Dame kein Wort Deutsch verstanden hat. Aber die von einer gewissen Seite kommenden Kommentare gingen wirklich gänzlich am guten Geschmack und an jeglicher guter Erziehung vorbei. Glücklicherweise wurde dieses dann schnell durch Fragen nach der Unterbekleidung eines Mitschülers und auch andere Fragen nach der männlichen Anatomie abgelöst.
Zum Abschluß besuchten wir noch (nach der zeitweiligen Lösung einer Auseinandersetzung) eine andere Art der kulturellen Sehenswürdigkeiten. Das Hard Rock Cafe fand, trotz angespannter Stimmung, doch noch allgemeinen Zuspruch. (Unki)


THEMA: Das Parfüm
Jeannette: Grenouille wollte den Geruch von schönen Menschen. Nicht von irgendsoeinem Mann!

Bianca: „Wir waren auch mal Affen!

Jeannette: Ich war da auch schon bei so einer komischen Mißwahl.
Staunendes Schweigen durchzieht den Kurs.
Jeannette: Nein, ich nahm nicht daran teil.

Die Karten für die Faustvorstellung sollen gleichmäßig auf alle Kurse verteilt werden.
Inga: Wenn die da hinten sitzen sehen die doch gar nicht, daß wir da vorne sitzen.

Frau Gilbert - Rühl: Geht ihr dann auch alle schön ins Theater?
Unki: Nein, das liegt genau in meiner Schlafphase!
Frau Gilbert - Rühl: Aber du kannst doch schon um 18 Uhr eine Vorstellung besuchen.
Unki: Ja, eben.

Vorbereitung zur Tutorenfahrt
Frau Gilbert - Rühl: Hast du mal ein Gummi?
Herr Luh: Nein, aber du kannst meine Tüte haben.
Das Gummi war nötig um Karten festzubinden. Nicht daß falsche Gedanken aufkommen.

Malte und Unki sollten für Frau Gilbert Rühl Zettel aus dem Lehrerzimmer holen. In ihrem Fach lag eine langsam faulende Banane. Auf dem Rückweg kam es zu folgendem Dialoge:
Malte: Meinst du, wir sollten Frau Gilbert sagen, daß ihre Banane fault?
Unki: Wenn, dann solltest du dies anders ausdrücken.
Malte: Wie denn?
Unki: Ihre sexistische Frucht nimmt allmählich bräunliche Färbung an.

Besprechung der Abiturprüfungsbedingungen:
Frau Gilbert: Es gibt auch neckischere Sachen als Schüler zu filzen.

Der Geruch von Lösungsmitteln umschmeichelte die Nasen der Schüler.
Frau Gilbert erklärt gerade die Abiturbedingungen. Als sie plötzlich folgendes von sich läßt: „Es ist ein ganz ätzendes Zeug. Mir tun schon die Augen weh, und mir wird schon ganz schlecht.

Besprechung von Faust.
Frau Gilbert: Wir wollen uns nun dem Prolog im Himmel widmen, bevor wir uns dezidiert dem Vorspiel widmen.
Eine langsam ansteigende Lachwelle zog durch den Kurs.

Frau Gilbert - Rühl vermißt ihren Faust.
Schüler: Wozu brauchen sie denn noch ihren Faust, sie haben doch die Oldenbourg- Interpretation!

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