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Pest


Die Pest war zu allen Zeiten gefürchtet. Die ersten Fälle von Pest traten im Altertum auf. In den Jahren 600 v.Chr. - 531 v.Chr. starben mehr als 50% der Bevölkerung des Römischen Reiches. Unter den Pestopfern war Perikles. 300 n.Chr. wütete die Pest in ägypten und Syrien. Sie verbreitete sich über Konstantinopel nach Europa. 1348 -1352 starb jeder dritte Europäer. 12,5 Millionen Inder starben 1898 -1948 an der Pest. Nach Mitteilung der WHO wurden 1960 nur 360 Pestfälle auf der ganzen Welt gemeldet. Die katholische Kirche kennt etwa 60 Schutzheilige gegen die Pest. Zur Abwendung der Pest wurden seit dem 15. Jahrhundert Pestblätter mit Gebetten und Holzschnitten gedruckt. Zum Gedenken an Pestzeiten wurden Pestkapellen und -altäre gebaut. In österreich , Süddeutschland und Schlessien wurden auch Pestsäulen errichtete. Die Bezeichnung Pest stammt aus dem lateinischen Wort pestis ("Seuche"). Es gibt zwei Arten von Pest.

1.) Die Beulenpest
die im allgemeinen durch Flöhe von Ratten und anderen Nagetieren auf den Menschen übertragen wird.

2.) Die Lungenpest
die von Mensch zu Mensch durch Tröpcheninfektion übertragen wird.

Der Pesterreger ein Stäbchenbakterium mit dem Namen "Pasteurella pestis" wurde 1894 von S. Kitasato und Alexandre Yersin entdeckt. Der Erreger findet sich im Eiter und Auswurf der Kranken.


Der Pestereger, ein tausendstel Millimeter groß und sein Überträger (Rattenfloh) unterm Mikroskop
Pestbakterium Rattenfloh

Die Beulenpest
ist nach 2-4 Tagen an Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen zu erkennen. Nach weiteren 1-2 Tagen zeigt sich eine Drüsenerkrankung des Lymphsytems in den Leisten, Achseln oder am Hals. Es bilden sich eitrige blutige Beulen oder Flecken. Daher der Name Beulenpest.
Durch Befall der inneren Organe (Lunge) und Ausbreitung über das Blut kann die Beulenpest rasch zum Tode führen.

Die Lungenpest
ist an Husten schwarz - blutigen Auswurf und an Atemnot zu erkennen. Die Haut verfärbt sich wegen mangelnder Sauerstoffversorgung düsterblau. Daher kommt die Bezeichnung "Schwarzer Tod".

Zur Bekämpfung der Pest müssen zunächst die Ratten durch Entwässerungsbauliche oder chemische Maßnahmen vertilgt werden. Die Seeschiffahrt unterliegt daher einer dauernder Kontrolle auf Grund internationaler Abkommen. Früher schützten sich die ärtzte durche eine Schutzkleidung um sich bei der Behandlung von Pest schützen zu können.


Der Doctor Schnabel von Rom
Schutzkleidung
"Kleidung wider den Tod zu Rom. Anno 1656. Also gehen die Doctores medici daher zu Rom, wann sie die an der Pest erkrankte Personen besuchen, sie zu curiren und tragen, sich vor dem Gift zu sichern, ein langes Kleid von gewäxtem Tuch. Ihr Angesicht ist verlarvt, für den Augen haben sie grosse crystalline Brillen, vor den Nasen einen langen Schnabel voll wohlriechender Specerey, in der Hände, welche mit Handschuhen wohl versehen ist, eine lange Ruthe und damit deuten sie, was man thun und gebrauchen soll."

Heute ist es möglich Pest durch Sulfonamide (bakterienhemmende Wirkung; Strukturformel : SO2NH2) oder Antibiotika (tötet Bakterien (leider auch nützliche)). Es ist auch möglich sich gegen Pest zu impfen. Allerdings ist eine Vorbeugung mit Pestimpfserum nur bei geplanten Aufenthalt in einen besonders pestgefährdeten Gebiet notwendig und nur sinnvoll, wenn sie unmittelbar vor der Einreise in das verseuchte Gebiet erfolgt. Der Schutz vor Ungeziefer und die Rattenbekämpfung sind die normalerweise ausreichende vorbeigende Maßnahmen.

Empfehlungen für Reisen in Pestgebiete folgende Verhaltensregeln:

  • "Flohkontakte" vermeiden. Beulenpest wird durch Flohbisse übertragen.
  • Haustiere sollten "flohfrei" sein und möglichst keinen Kontakt zu anderen "Flohträgern" haben.
  • Vermeidung der Lungenpest:
    Fernhalten von Erkrankten und größeren Menschenansammlungenm da die Lungenpest durch Tröpfcheninfektion, also wie ein Schnupfen durch Niesen oder Husten übertragen werden kann
  • Abtibiotika-Prophylaxe
    Wer in engeren Kontakt mit Kranken kommt (z.B. bei der Pflege), kann vorbeugend beispielsweise Tetrazykline einnehmen.
  • Impfung:
    nur für besonders gefährdete Personen. Eignet sich nicht für Massenimpfungen. Es wird zweimal im Abstand von acht bis zwölf Tagen mit einem Totvakzin geimpft. Der Impfschutz ist nicht absolut, er hält etwa sechs Monate an. Nebenwirkungen sind häufig.
  • Inkubationszeit:
    Bei Lungenpest zwei bis zwölf Tage; bei Lungenpest ein bis zwei Tage.

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mit dankbaren Grüßen
Andreas (Unki)

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