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Referat zur Gegenüberstellung von Hiob und Faust

mit Bezug zur Stellung der Kirche
Literaturhinweise:
Faust, Erster und Zweiter Teil von Johann W. von Goethe
Oldenbourg Interpretationen, Bd.64, Faust I und Faust II

Schilderung der Geschichte Hiobs. (Buch Hiob in der Bibel)
Hiob lebte sein ganzes Leben nach den Geboten Gottes. Er sorgte sich nicht nur um seine Sünden sondern er brachte auch Brandopfer für eventuelle Sünden seiner Verwandten dar. Durch dieses Leben segnete Gott die Werke Hiobs und er war erfolgreich im Leben.

Nun kommt es zu einen Zwiegespräch zwischen den Teufel und Gott. In diesem Gespräch bezichtigt der Teufel Hiob des Heuchlertums. Es wäre ein leichtes zu glauben, wenn es einen gut gehen würde. Wenn er nun aber alles Gute verlieren würde, so würde er auch seinen Glauben verlieren. Die Menschen würden sehr leicht ihre moralischen Ideale verlieren, wenn sie alles verlieren, was ihnen lieb und teuer ist.

Nun gewährt Gott den Satan (den Teufel) sein Spiel und er nimmt Hiob alles Gut. Jedoch verfällt Hiob nicht in Resignation. Statt dessen erkennt er, daß Gott sowohl gibt als auch nimmt. Trotzdem gibt sich Satan noch nicht damit zufrieden. Letztendlich hätte er ja immer noch seine Gesundheit. Also wird ihm auch diese genommen. Aber auch unter der Qual dieser Krankheit bewahrt Hiob seinen Glauben. Vielmehr ist dieser Glaube sogar eine Stütze.

Als nun Gott sich in den Glauben Hiobs bestätigt sieht gibt er Hiob wieder seine Gesundheit und noch mehr Reichtum zurück.

Kritische Auseinandersetzung mit der biblischen Figur des Hiobs

Es ist immer noch zweifelhaft, ob Hiob wirklich aus Glauben gehandelt hat oder einfach nur aus Furcht vor Gott bzw. aus der Erkenntnis der wahren Natur Gottes. Er war ein Schleimer, welcher blind immer das getan hat, was ihn gesagt wurde. Eventuell weist der Gehorsam Hiobs gegenüber Gott auch eine Ambivalenz auf, da er sich eventuell ausrechnen konnte, daß die Zeit des Leidens eine Prüfung war.

Die Figur des Faust

Fausts Leben hat sich im Gegensatz zu Hiobs Leben nicht nach Gott gerichtet. Seine oberste Ziel im Leben ist die Suche nach geistigen Dingen. Er möchte die Welt erkennen. Seine Gier richtet sich nicht nach irdischen Gelüsten. Er hat keinen Reichtum, welchen man ihm wegnehmen könne und so erscheint er nahezu unverletzlich. Mephisto meint nun zu Gott, daß alle Menschen schlecht seien, da sie einzig und allein an sich denken würden und die Gaben Gottes nicht genügend nutzen würden. Also versucht er auch Faust zu verführen. Er läßt Faust sich in Gretchen verlieben. Jedoch schafft er es nicht Faust in seine Klauen (in die Hölle) zu treiben, da Faust am Ende des Schauspiels meint, daß wenn er "auf freien Grund mit freien Volke stehen würde", dann "dürfe" er sagen zum Augenblick: Verweile doch du bist so schön. Durch diese Konjunktivkonstruktion ist seine Seele nach seinen Tod errettet.

Glaubensauffassung von Faust

Faust meint, daß wemm es einen Gott geben solle, dann müsse er doch auch einschreiten. Da dies aber nicht so ist und die Welt voller Elend ist, lehnt er den glauben ab. Die Worte hört er wohl, allein ihm fehlt der Glauben.

Position der Kirche

Die Kirche stand in dieser Zeit als unfehlbare Macht da. Sie irrte sich nie. So wurde das Wort Gottes (die Bibel) wortwörtlich genommen. Dieses ist durchaus zu kritisieren, da die Bibel von Menschen geschrieben wurde. So verbietet die Kirche den Frauen auch in der Gemeinde zu sprechen. (Paulus Briefe :"Die Frau habe in der Gemeinde zu schweigen....")


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mit dankbaren Grüßen
Andreas (Unki)

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