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Friedrich von Schiller; "Die Räuber"

von Felix Barnbeck Klasse 10 a 19.04.95
Gliederung:
1. Autor
2. Inhaltswiedergabe
3. Entstehung
1. Autor
Friedrich von Schiller wurde am 10.11.1759 in Marbach geboren und
starb am 9.5.1805 in Weimar. Schiller hatte zu vielen berühmten
Persönlichkeiten Kontakt, wie zum Beispiel Goethe und Herder, von
denen er viel lernte. 1805 starb er an einem Leiden, das ihn in
seinem Leben immer wieder gequält hatte: Tuberkolose.
Seine Werke umfassen historische Arbeiten, ästhetisch-
philosophische Schriften, philosophische Gedichte, satirische
Gedichte gemeinsam mit Goethe, zahlreiche Balladen, Erzählungen,
Übersetzungen und Dramen, mit denen er sein dichterisches Schaffen
begann und beendete. Er wurde besonders bekannt mit dem
revolutionären Drama "Die Räuber".
2. Inhaltswiedergabe
1. Akt, 1. Szene
Franz will den Zorn des Vaters mit einem gefälschten Brief erregen
und seinen Bruder anschwärzen. Der Vater bittet Franz, den Brief
zu beantworten, macht aber zur Auflage, Karl nicht zur
Verzweiflung zu bringen. Franz ist voller Neid gegenüber Karl, der
vom Vater mehr geliebt wird als er selbst.
1. Akt, 2. Szene
Karl will sich gerade von seinen Kumpanen trennen, da erhält er
den Fluchbrief seines Vaters und nicht den erwarteten verzeihenden
Brief. Er gründet darauf mit seinen Kumpanen eine Räuberbande.
Diese wählt Karl gegen den Willen Spiegelbergs zum Hauptmann. Die
Räuber schwören sich Treue bis in den Tod.
1. Akt, 3. Szene
Franz versucht, Amalia für sich zu gewinnen. Er verleumdet Karl,
aber Amalia hält zu Karl und verachtet Franz.
2. Akt, 1. Szene
Verstärkung des psychischen Drucks auf den alten Moor durch Franz.
Franz überredet Hermann, dem alten Moor zu berichten, Karl sei in
der Schlacht gefallen.
2. Akt, 2. Szene
Hermann überbringt dem Vater die Nachricht vom Tode Karls, um
durch diesen Schreck den Vater zu töten.
Der Vater und Amalia sprechen von Karl, darauf singt und spielt
Amalia das Hektorlied. Bei der Nachricht vom Tod seines Sohnes
fällt der Vater in eine Ohnmacht, so daá man ihn für tot hält.
Franz ist jetzt der Herr im Schloá.
2. Akt, 3. Szene
Es geht um das Leben von Karls Räuberbande.
Innerhalb der Bande gibt es zwei Gegensätze. Spiegelberg und seine
Anhänger morden wegen der Beute. Karl Moor mordet mit seiner
Gruppe um wegen der Gerechtigkeit. Er rettet Roller vor dem Tod,
indem er eine Stadt einäschert. Die Bande wird von Militär
umzingelt, das die Herausgabe des Hauptmanns fordert. Moor
ermutigt seine Kumpanen, ihn herauszugeben, die Räuber sind damit
aber nicht einverstanden. Sie befreien sich alle wobei Roller
fällt.
3. Akt, 1. Szene
Franz hält um die Hand Amalias an. Als diese sich weigert, will er
sie mit Gewalt zu seiner Mätresse machen. Sie wehrt sich. Amalia
denkt daran, ins Kloster zu gehen. Den Gedanken läát sie aber
fallen, da Hermann ihr gesteht, daá sowohl Karl als auch der alte
Moor noch leben.
3. Akt, 2. Szene
Karl denkt über sein Leben nach, an sein Zuhause und an seinen im
Kampf gefallenen Freund Roller. Er versucht zunächst, den Grafen
Kosinski von der Aufnahme in die Räuberbande abzuhalten, läát ihn
dann aber die Stelle von Roller einnehmen, als er von dessen
Schicksal hört, das mit dem von Karl fast parallel gelaufen ist.
Der Name von Kosinskis Braut ist ebenfalls Amalia. Karl
entschlieát sich, zu Amalia aufzubrechen.
4. Akt, 1. Szene
Karl trifft zuhause ein. Karl will nicht erkannt werden und läát
sich als "Graf von Brand" zuhause vorstellen.
4. Akt, 2. Szene
Amalia zeigt dem "Grafen von Brand" die Ahnengalerie. Als sie vor
seinem eigenen Bild stehen, merkt Karl, daá sie ihn noch liebt.
Franz erkennt seinen Bruder Karl und äuáert Angst, von ihm getötet
zu werden. Franz befiehlt Daniel, Karl umzubringen.
4. Akt, 3. Szene
Daniel erkennt Karl an einer Narbe an der Hand und verrät, daá er
ihn auf Franz' Befehl umbringen solle. Karl rächt sich nicht an
seinem Bruder Franz, sondern will, daá das schlechte Gewissen an
ihm zehrt.
4. Akt, 4. Szene
Karl (der "Graf von Brand") trifft Amalia und erzählt, seineGeliebte heiáe ebenfalls Amalia. Als sie die erste Strophe des
ihnen beiden bekannten Hektorliedes singt und spielt, gibt er sich
dadurch zu erkennen, daá er den Anfang der zweiten Strophe auf der
Laute spielt.
4. Akt, 5. Szene
Die Räuberbande macht sich teilweise Sorgen über Karls lange
Abwesenheit und um den Versuch Spiegelbergs, Karl zu töten.
Spiegelberg bespricht seinen Plan mit Razmann, wird von Schweizer
belauscht und daraufhin von ihm niedergestochen. Karl erwägt den
Selbstmord, begegnet aber Hermann, der verrät, daá der alte Moor
in einem Verlieá ist. Karl befreit den Vater, der von den
Machenschaften seines Bruders Franz berichtet. Daraufhin werden
Schweizer und eine Schar Räuber von Karl ins Schloá geschickt, um
Franz lebend zu fangen.
5. Akt, 1. Szene
Franz zeigt hat schlechtes Gewissen. In seiner Seelennot läát er
von Daniel den Pastor rufen. Dieser bestätigt ihm, daá Vater- und
Brudermord die gröáten Todsünden seien. Da Franz in seiner
Ungläubigkeit von Gott keinen Trost bekommt, erdrosselt er sich
selbst. Durch diesen Selbstmord kann Schweizer Karls Auftrag,
Franz lebend zu bringen, nicht erfüllen und erschieát sich.
5. Akt, 2. Szene
Der Vater offenbart seine Liebe zu Karl.
Der Vater segnet Karl, den er nicht für seinen Sohn hält, da er
nach seinen Informationen tot ist.
Karl gibt sich nicht zu erkennen, erbittet und bekommt jedoch den
Vatersegen als Dank für dessen Rettung aus dem Verlieá. Räuber
bringen ihm die Nachricht vom Tode Schweizers sowie von Franz. Die
Räuber bringen Amalia. Als ihrem Oheim klar wird, daá der
Räuberhauptmann sein Sohn Karl, also der Bräutigam von Amalia ist,
stirbt er. Amalia hält gegen dessen Willen weiter zu Karl. Die
Räuber erinnern ihn an den Treueschwur, der nur durch den Tod zu
brechen ist. Karl tötet Amalia, die selbst zu sterben wünscht.
Karl sieht ein, daá durch seine Auffassung von Gerechtigkeit die
Welt nicht verschönert werden kann. Gegen den Willen der Räuber
stellt er sich der Justiz und will, daá die auf ihn ausgesetzte
Belohnung einem Tagelöhner mit elf Kindern gegeben wird.
3. Entstehung
Schillers erste groáe dramatische Arbeit, "Die Räuber", entstand
während seiner Zeit auf der Militärakademie in Stuttgart.
Den Anstoá zu diesem Drama gab die Erzählung von Daniel Christian
Schubart, die im Januar 1775 unter dem Titel "Zur Geschichte des
menschlichen Herzens" im "Schwäbischen Magazin" erschienen war.
In dieser Erzählung fand eine in groben Zügen ähnliche Handlung
statt. Die exakte Zeitspanne der Entstehung weiá man nicht, es
werden allerdings seine letzten Jahre in der Militärakademie,
1779/80, vermutet. Damit er in Ruhe an seinem Stück arbeiten
konnte, soll er sich auáerdem des öfteren krank gemeldet haben.
Erst nach zehnfacher Abänderung lag im Dezember 1780 einedruckreife Fassung vor. Zunächst lieá Schiller das Schauspiel im
Sommer 1781 im Selbstverlag erscheinen, da er als Akademieschüler
keine notwendige Druckerlaubnis besaá. Zunächst wurde kein
Verleger gefunden, doch mit etwas Glück fand er schlieálich einen
Verlag, der den Druck dieses Drama übernehmen wollte, allerdings
forderte dieser von Schiller ein paar kleine Abänderungen seines
Dramas.
Von August bis Oktober 1781 entstand im Kreise vieler Fachleute
eine Bühnenfassung, die allerdings zum Teil groáe Abweichung von
Schillers Fassung besaá. Die Bühnenfassung war trotzdem ein sehr
groáer Erfolg.
Zusätzliche Quellen: dtv Universal Lexikon, Meyers Duden-Schüler-
Lexikon.
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mit dankbaren Grüßen
Andreas (Unki)
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