© 2003 unki.de/Schulcd : ErdkundeDie Balkanfragevon /FIDO/SCHULE.GERWenn Politiker ausdrücken wollen, daß sich die Verhältnisse in Deutschland verschlechtern und chaotisch und unübersehbar werden, die Kriminalität anschwillt usw. benutzen sie das Wort "Balkanisierung". Warum eigentlich? Antwort auf die Frage kann uns einzig und allein die Geschichte geben. Geographisch gesehen ist der Balkan (Balkanhalbinsel)das Gebiet südlich bis östlich des Südkarpatenbogen,also von Rumänien hinunter bis Bosnien.Die Bevölkerung ist von kleinen Ausnahmen abgesehen slawisch.Die Religion ist hauptsächlich Christlich-Orthodoxe,die Sprachen gehören überwiegend der slavischen Sprachfamilie an. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts wanderten die Südslawen, entweder aus dem Kaukasus oder aus Südrußland oder aus beiden stammend,auf die Balkanhalbinsel ein, und machten es sich heimisch. Sie beschäftigten sich mit Viehzucht und Ackerbau. Unter den Südslawen begannen sich Umrisse einzelner Völker abzuzeichnen, die allmählich zu folgender Gliederung führten :
1. Die Slowenen oder Alpenslawen
2. Die Kroaten,
2.1. Die Serben
2.3. Die Bosnier
Die Türkeninvasion und -herrschaftDie osmanischen Türken, ein turk-tatarisches Volk hatten schon Anatolien erobert und marschierten auf Europa zu. In Jahre 1371 unterwarfen die Türken kleinere Fürstentümer. Doch sie konnten noch einmal von einer serbischen Armee zurückgeschlagen werden. Die Türken waren jedoch nicht auf zu halten. Am 15.Juni 1389 kam es zur ersten großen Schlacht auf dem Amselfeld.Die übermächtigen Türken standen den Serben , Bosniern und Bulgaren unter der Führung von Lazar dem König von Serbien, gegenüber.Die Schlacht wurde zu einer totalen Niederlage der Serben.(An diesem Tag wird in Serbien immer noch dieser Schlacht gedacht. Da das Amselfeld heute auf dem Boden von Kosovo liegt, wo überwiegend (ca. 95%) Albaner leben, lehnen die Serben eine Autonomie oder Eigenstaatlichkeit der Kosovo-Albaner ab. Sie betrachten dieses Gebiet als historisches serbisches Kernland und verfolgen eine Vertreibungspolitk ("ethnische Säuberung")gegenüber den Albanern).Die Tochter von Lazar heiratete den bosnischen Herrscher und vereinigte so die zwei Länder. 1456 siegt die ungarische Armee unter Johann Hunyadi auf dem Amselfeld, wo zuvor die Serben gekämpft hatten, gegen die Türken. 1459 war Serbien endgültig unterworfen, 4 Jahre später war dann Bosnien dran. 1526 fand die Schlacht bei Mohacs statt. Das osmanische Heer vernichtete die ungarische Armee, und Ungarn fiel dem Türkenreich zu. Die Türken zogen bis Wien, wurden aber zurückgedrängt. Obwohl die Herrschaft der Türken nicht immer gleich hart war -äußerlich bestand teilweise Symbiose-, waren die Balkanländer dadurch doch jahrhundertelang vom zivilisatorischen Fortschritt des Westens abgeschnitten.
Anbruch des Neuzeit (17. Jahrhundert)Nach mehren Jahrhunderten, wo sich das Osmanische Reich über das Gebiet von Marokko bis nach Bosnien erstreckt hatte, begann es, sich langsam aufzulösen. Die Habsburger befreiten Ungarn nach und nach von den Türken und schufen die Doppel-Monarchie. 1690 verließen viele Serben Serbien und wurden in der Krajina angesiedelt und bewaffnet. Sie dienten als Puffer zwischen ™sterreich und dem osmanischen Reich, später Bosnien.( Diese Serben bereiten heute viele Probleme. Sie umgeben das von Muslimen bewohnte Gebiet wie ein Gürtel und sind bis zum heutigen Tage militant wie zuvor geblieben. Die Krajina-Serben behaupten auch, daß sie immer die Aufgabe hatten,die Muslime zu neutralisieren.Bosnien ist zu einem Sonderfall geworden. Viele der Zwangsislamisierten lassen sich nicht mehr reserb- isieren bzw. rekroatisieren und bleiben islamisch.) Doch auch der russischer Zar ging seinen Interessen auf dem Balkan nach, und zwar viel erfolgreicher als ™sterreich. Er strebte einen panslawischen Staat oder Bund an ,den er dann dominieren wurde. Zwischen 1804-12 fand der erste Volksaufstand gegen das Osman.Reich statt und zwischen 1815-17 der zweite Volksaufstand in dem die Serben innere Autonomie erhielten.Nachdem Napoleon seinen Rußlandfeldzug verloren hatte wurde Europa nach dem Prinzip der Gleichgewichtigkeit aufgeteilt. 1862 verließen die letzten türkischen Truppen Serbien. Dann fiel die dalmatinische Küste an ™sterreich Kroatien, das zu Ungarn gehörte,erhielt Autonomie, das war die Zeit des ungarisch-kroatischen Subdualismus. 1875/76 kam es in Serbien erneuert zu Aufständen die den Serbisch-Türkischen Krieg auslösten. Da sich aber nicht viel änderte, zog Rußland ,angeblich zur Befreiung des christlichen Balkans, gegen das Osmanische Reich.
Unionspläne im 19. JahrhundertIm 19. Jahrhundert gab es viele Vereinigungsgedanken. Zahlreiche große Politiker (IljaGarasanin; Czartoryskisiks; Graf L szl˘ Teleki;Baron Nikolaus Wessel‚nyi und schließlich der wichtigste, Kossuth,der 48er Revolutionsführer in Ungarn)wollten den Balkan mit dem Westen verbinden.Sie wollten das Problem mit den Nationalstaaten umgehen und statt dessen eine Donau-Föderation schaffen. Denn die Nationalitäten waren schon damals sehr vermischt. Damals war der Haß, der heute in Ex-Jugoslawien dominiert, noch nicht so groß. Also wäre es im großen und ganzem möglich gewesen eine Föderation zu schaffen. Das Ziel war eine föderierte Donau-Republik mit aller Elastizität, welche typisch für eine Republik aus verschiedenen Staaten ist,die Platz läßt für alle Nationalitäten. Das war zwar ein frommer Gedanke, doch er war nicht zu verwirklichen .Alle Pläne wurden zu Fall gebracht, da jeder von ihnen Ungarn eine zentrale Rolle zudachte.
Slowenien, Kroatien und Bosnien-
Herzegovina (K.u.K. Zeit)
Die K.u.K.
Serbien in der K.u.K. Zeit
Krisen (1908-13)
DER ERSTE WELTKRIEGAm 28.6.1914 wurden der öster.Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin in Sarajewo durch den Studenten Princip,im Auftrag der Geheimorganisation "Schwarze Hand", getötet(keine unmittel- bare Beteiligung der serbischen Regierung).Darauf wurden die Vorbereitungen für einen Krieg getroffen. Die Bündnisse wurden noch einmal geprüft ("Blankovollmacht"). ™sterreich stellte Serbien am 23.7. ein Untimatum von 48 Stunden an Serbien ,die Mörder zu bestrafen. Am 25.7. betonte Serbien seine Souveränitatsrechte und ordnete eine Teilmobilisierung seiner Armee an.Diese Antwort befriedigte ™st.-Ung. nicht, es und brach deshalb die diplomatischen Beziehungen ab und ordnet eben- falls eine Teilmobilmachung an. Am selben Tag entschied der Kronrat in Rußland Serbien zu unterstützen und am 29.7.verordnet es eine Teilmobilisierung (einen Tag später die Generalm.). Am 28.7. erklärt ™sterr.-Ungarn Serbien den Krieg. Etwas später erkärten sich noch Deutschland und Frankreich (3.8.1914),D. und Rußland (1.8.1914), Japan und D.(23.8.1914) den Krieg.Die Türkei schloß sich in einem Geheimvertrag den Mittel- mächten an.Ihn wurde zwischen dem 2.- 5.11 der Krieg von Ruß. , Großbritannien und Frankreich erklärt . Auch Bulgarien unter- stützte die Mittelmächte.Rumänien hingegen schoß sich den Alliierten an und erhielt dafür Siebenbürgen und andere Gebiete zugesprochen, schließlich erklärt Rumäniene den Mittelmächten den Krieg. Der erste Weltkrieg war der Krieg der Geheimverträge. Rußland, England, Frankreich beschlossen im Vertrag von London 1914, keinen seperaten Frieden zu schließen, sie stimmten auch ihre Taktik aufeinander ab. Die Mittelmächte versuchten, einen einheitlichen Wirtschaftsraum zu schaffen. Sie probierten auch, die Innenpolitik der Feinde zu stören , manchmal auch mit Erfolg(z.B. Lenin wurde mit deutscher finanzieller Hilfe zurück nach Moskau gebracht, wo er im Okt. des Jahres 1918 den Umsturz herbeiführte)
Die Schlachten auf dem Balkan:
- Okt.1915 wurde in einer Offensive der Mittelmächte Serbien
einschließlich Belgrad eingenommen Zeitungen haben kürzlich geschrieben, daß eigentlich Frankreich den ersten Weltkrieg jetzt verloren habe, denn Jugoslawien zerfallen und auch die Tschoslowakei sei zerfallen. War diese Seite für Sie hilfreich und möchten Sie vielleicht auch mir einmal einen Gefallen machen?? Dann wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie sich bei AMAZON über unteren Link ein Buch, eine CD oder ein sonstiges Produkt über diesen Link bestellen würden. mit dankbaren Grüßen Andreas (Unki) |
||||
![]() |
Biologie -
Deutsch -
Erdkunde -
Informatik -
Geschichte -
Physik © 2003 Andreas Unkelbach |
![]() |
||