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Das Frühmittelalter


Soziale und wirtschaftliche Grundlagen:
Dadurch, daß die germanischen Stämme Nachbarn der Romaner waren, kam es bald zu Handelsbeziehungen zwischen Römern und Germanen. Besonders die Christianisierung brachte den Germanen die romanische Lebensart nahe. Je weiter sich das Christentum ausbreitet um so mehr bildet sich eine ähnliche Sozial- und Wirtschaftsstruktur heraus. Jedoch herrschte bei den Germanen noch immer das Sippenwesen. Die Sippe umfaßte sowohl Blutsverwandte als auch Verschwägerte über die angeheirateten Frauen. Es bildete sich, hervorgerufen durch das Zusammenleben mit den Römern, eine Form der Gefolgschaft. Die höchste Person wurde, im Gegensatz zu römischen Sitten, nicht durch Grundbesitz sondern durch Befehlsgewalt über Menschen gewählt. So wurden Personen aufgrund ihres Ansehen an höchster Stelle gesetzt. Dies bedeutete jedoch auch, daß sie, so fern sie ihr Ansehen verloren, leicht durch einer anderen Person abgesetzt werden konnten. Frei Menschen arbeiteten für Mächtige und schlossen eine Art Vertrag, welcher den einen Sicherheit und Schutz den anderen Hilfe gewährte. Dieses wurde besiegelt durch einen beidseitigen Treueid. Mehr und mehr Mächtige schloßen sich zu Personenverbänden zusammen, wodurch ihre Macht anstieg. Allmählich bildete sich eine adelige Herrschaft.

Die Rolle der Kirche:
Anfänglich war Germanien wenig von der Kirche erschlossen worden. Doch allmählich zogen sich einzelne Menschen in die Einsamkeit zurück um in Armut und Ehelosigkeit ein besonderes Gottesempfinden zu erleben. Doch wurde diese bald nicht mehr möglich, da immer mehr diese Lebensform als vorbildlich empfanden. Es bildeten sich Klöster, in denen Mönchen (von gr.: monoch einzeln) aufgenommen wurden und in denen durch feste Regeln das Leben dieser Menschen gestaltet wurden. Benedikt setzte als einer der ersten Regeln für das Leben eines Mönches auf. Benedikt war gerade durch seine konsequente Missionstätigkeit bekannt. So fällte er beispielsweise die den Gott Donar geweihte Eiche und errichtete an dieser Stelle eine Kapelle mit Taufbecken. Gerade durch solche Aktionen breitete sich die Kunde vom Christentum durch Germanien. Das Leben eines Mönches richtete sich im allgemeinen nach den Motto "ora et labora" ( Bete und arbeite). Die Kirche organisierte sich immer mehr. Nicht zuletzt durch die Unterstützung von Karl den Großen gewann sie mehr und mehr an Macht. Allmählich bildete sich ein Oberhaupt der Kirche heraus : der Papst. Dadurch, daß die Kirche das Bildungsmonopol in jener Zeit inne hatte fragt es sich wer eine höhere Macht hatte die Kirche und ihre geistlichen Vertreter oder der Kaiser und die weltliche Menschen.


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mit dankbaren Grüßen
Andreas (Unki)

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