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Griechische & römische Götter


Die Griechen verehrten nicht, wie bei Juden oder Christen, einen einzelnen Gott, sonder viele Götter, die eine grosse Götterfamilie bildeten. Sie wohnten, wie Sagen und Erzählungen berichten, auf dem Olymp, welcher ein großer hoher, schneebedeckter Berg im Norden Griechenlands ist. Später wurde dieser "Wohnsitz" allerdings nicht mehr erwähnt.

Kurze Vorstellung der einzelnen wichtigsten Götter.


Zeus:
Zeus war der Herrscher unter den Götter. Er wurde auch "Vaeter aller Götter und Menschen" genannt und sein wirken bezog sich auf die Gesamtheit des Weltgeschehens. Er war auch der Beschützer der Stadt und ihrer Unversehrtheit und war außerdem der Gott des Schicksals, wozu ihm eine Waage diente. Sein Name ist mit dem ersten Teil des lateinischen Namens Jupiter und mit dem Wort für Tag verwandt. Seine Mutter war Rhea, sein Vater war Kronos. Kronos verschlang seine Kinder immer, weil er einen Aufstand seiner Kinder fürchtete. Aber seine Frau beschützte Zeus und gab Kronos einen mit Windeln umwickelten Stein zum verschlingen. Rhea war noch die Mutter von weiteren Göttern: von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und eben Zeus. Zeus wurde auf Kreta geboren. Er war der Wettergott und war für Regen, Schnee, Hagel und Gewitter verantwortlich. Er wird deshalb auch fast immer mit Donnerkeilen abgebildet, die unfehlbare Waffen darstellten. Aber er war auch für das gute Wetter zuständig. Seine Frau hiess Hera und war auch gleichzeitig seine Schwester (was nicht unüblich war). In einer einzelnen Mythe hatte Zeus auch eine andere Frau, Dione. Zeus war nicht gerade das, was man treu nennt, sondern hatte mehrer Liebschaften, aus den auch andere weitere Götter entstanden.

Hera:
Hera war die Frau von Zeus. Ihr Name ist die weibliche Form von "Heros", was übersetzt "Herrin" bedeutet. Hera wird als häufig eifersüchtige Fraus beschrieben, wozu sie auch allen Grund bei ihrem Mann hatte. Zeus sagte aber, dass er sie am meisten liebe, von weiteren sieben Frauen, die er aufzählte, darunter auch zwei Göttinnen. Hera war die Herscherin des Himmels und die Beschützerin der Ehe. Sie besaß viel Tugendhaftigkeit und unterstütze ihren Mann und übte Rache an seinen Liebschaften. Sie wurde als Frau von der gesamten griechischen Welt verehrt. Hera und Zeus hatten auch einmal einen langen Streit, ob der Mann oder die Frau beim Geschlechtsverkehr die größere Luste empfinde; jeder behauptet, das andere Geschlecht habe den gößeren Genuss. Hera und Zeus haben gemeinsam drei eheliche Nachkommen, wovon allerdings nur einer zur Götterfamilie gehört. Er hiess Ares.

Ares:
Ares ist der ehelicher Sohn von Zeus und Hera. Ares war der Kriegsgott der Griechen und fand am Kampf und Blutvergiessen richtig vergnügen. Er stachelte den Kampfgeist der Kriege sogar noch an. Ares hatte keine Frau, aber häufig Liebschaften mit Frauen, darunter auch Aphrodite, die Frau von Hephaistos, welche ein schnelles Ende hatte, als der Sonnegott Helios dieses Verhältnis Hephaistos mitteilte und dieser Ares und seine Frau in unsichtbaren Ketten legte, als sie wieder gemeinsam auf dem Bett lagen. Ares hatte eine Tochter, die vergewaltigt wurde. Den Vergewaltiger schlug Ares tot und kam dafür vor den Rat der Götter, welche ihn nicht des Mordes schuldig befanden.

Hephaistos:
Hephaistos war ein Sohn der Hera. Nach einigen Mythen war er auch der Sohn des Zeus, nach anderen soll ihn Hera ohne männliche Hilfe zur Welt gebracht haben. Er war der Schmied und Metallgießer unter den Göttern. Er wird als häßlich und hinkend geschildert. Er wurde aber trotzdem in der Familie der starken und schönen Götter anerkannt, weil er ein geschickter Schmied und Handwerker war und so seine Verwandten gute Dienste leisten konnte. Seine stark ausgebildeten Arme und Schultern liessen ihm die Fähigkeit, ein guter Schmied zu werden, da er dabei nicht viel laufen musste. Bei seiner Tätigkeit als Schmied verlor er durch Funkenflug ein Auge. Zudem war er mit der schönsten Göttin, Aphrodite (die Goettin der Liebe) verheiratet.

Aphrodite:
Sie war die Göttin der Liebe und mit grossem Abstand die schönste Göttin. Sie spendete außerdem Fruchbarkeit und Schönheit und wurde häufig mit einem lieblichen oder spöttischen Laecheln dargestellt. Sie war die Tochter von Zeus, ihre Mutter angeblich Dione. Aber auch hier gibt es mehrere verschieden Quellen. Sie war verheiratet mit Hephaistos, dem lahmen, häßlichen Schmied. Sie war keine treue Gattin (Sage mit Ares) und handelte häufig verantwortungslos. Sie hatte auch mit Ares zwei uneheliche Kinder. In ganzen frühen Geschichten wurde sie auch als grausam und lächerlich dargestellt, was sich aber später änderte. Sie wurde zur obersten zeugende Kraft.

Poseidon:
Maechtig und seinem Bruder Zeus fast gleichgestellt war der Meeresgott Poseidon. Sein Name bedeutet "Herr der Erde". Er wühlte oder glättet mit seinem Dreizack das Meer und alle andere Gewässer. Er wurde auch Erderschütterer genannt, den er war Urheber der unberechenbaren Naturgewalten wie Erbbeben und Sturm. Poseidon war der ältere Bruder von Zeus. Auch er liebte mehrere Frauen und hatte zahlreiche Nachkommen. Seine Gattin war Amphitrite, mit der er auch eheliche Kinder zeugte. Sie war die Beherrscherin der Meere. Poseidon besaß, wie alle Meeresgoetter, die Fähigkeit, sein und die Gestalt von anderen zu ändern. Er verwandelte z.B. eine von ihm geschwaengerte Frau in einen Mann, die bzw. der dann kein Kind mehr bekam. Andere machte er unverwundbar (darunter auch seinen Sohn) oder verwandelte sie in eine Wasserquelle.

Athene:
Athene war auch eine Tocher des Zeus. Sie war die Schutzgöttin von Athen. Auch ihr Name weisst auf diese Stadt hin. Ihr zu Ehre entstanden viele Tempel. Sie war außerdem Schutzgöttin des Krieges, der Weistheit und Künste. Athene wurde nicht von einer Frau geboren sonder entsprang nach einer Sage erwachsen und kriegerisch dem Haupt von Zeus, wobei Hephaistos (der Schmied) mit der Axt bei der Geburt etwas nachhelfen musste. Athene lehre auch kluges Planen und viele Handwerkskünste. Sie wird häufig in voller Rüstung mit einem Helm, Schutzschild und Speer dargestellet.

Dionysos:
Dionysos war ein wichtiger Got, nämlich der Gott des Weines! Er zog mit einem von Panthern gezogenen Wagen mit wilden, trunkenen Begleitern durchs Lande. Und haftet auch etwas unheimliches an, weshalb er auch erst etwas später unter den griechischen Staatsgöttern aufgenommen wurde. Ursprünglicher mag er ein Gott des Getreides und der Landwirtschaft gewesen sein. Auch über ihn gibt es viele Sagen, in denen er Frauen verführte und dabei auch einige Male Vater wurde. Er wurde häufig mit Weinreben und entsprechenden Krug dargestellt, nicht selten auch gerade trinkend.

Apollon:
Apollon war der Gott der Künste und Musik. Auch war er der Gott des Bogenschießen und der Medizin. Er beschützte die Hirten vor deren größtem Feind, dem Wolf. Auch schien er einmal ein Gott der Sonne gewesen zu sein. Auch er war ein unehelicher Sohn von Zeus. Seine Mutter war Leto, die in der ganzen Welt eine Platz suchte, um ihn zu gebären. Aber niemand gab ihr Schutz, weil alle die Rache von Zeus Gemahlin Hera fürchteten. Apollon hatte eine Zwillingsschwester, Artemis.

Demeter:
Demeter war die Göttin des Ackerbaus und Beschützerin der Fruchtbarkeit. Ihre Eltern waren Kronos und Rhea. Ihr Namen bedeutet "Mutter der Erde" und durch ihren Bruder Zeus wurde sie mächtig. Die Tocher von Demeter Persephone wurde von dem Unterweltgott verschlungen, als Zeus diesem seine Schwester als Frau angeboten hatte. Nach dem Demeter hörte, was ihrer Tochter wiederfahren ist, schickte sie Dürre und Hungersnöte übers Land. Dann verlass Demeter den Olymp und wanderte übers Land, bevor sie ihr Bruder Poseidon erblickte und zurück auf den Olymp holte.

Hermes:
Hermes war der Götterbote, speziell der Bote von Zeus. Er war auch der Beschützer der Reisenden, Glücksbringer und Schutzgottheit der Diebe und Kaufleute. Als Gott der Reisende soll er Steine in deren Weg entfernt haben. Zu seinem Gedächtnis errichteten die Griechen an vielen Strassen Denkmäler fuer ihn auf, die häufig nur ein Steinhaufen mit einer Säule waren. Er war auch einer der vielen Götter der Fruchtbarkeit. Auch war er unter den Sportlern verehrt und häufig als Statue auf Sportanlagen zu sehen. Auch Hermes ist ein uneheliches Kind von Zeus mit der Nymphe Maria. Angeblich ist das Kind in der Morgenfrühe geboren worden und noch am gleichen Tag am Mittag verließ das Kind laufend die Geburtshöhle, er war also ausserordentlich fruehreif.

Pluton:
Pluton war der Herrscher der Unterwelt und herrschte dort über die Seelen der Verstorbenen. Pluton bedeutet auch "der Reiche", weil man glaubte, dass er auch Wohlstand bringen würde. Auch wurde Pluton in vielen Überlieferungen Hades genannt, was auch "Unterwelt" heißt. Auch er war ein Sohn von Rhea und Kronos und somit ein Bruder von Zeus. Sein Namen brachte angeblich Unglück und wurde deshalb so wenig wie möglich gebraucht. Pluton wurde häufig als grimmige und kalte Gottheit dargestellt.

Hestia:
Hestia war die Göttin des Herres und der Häuslichkeit. Sie war die Älteste der drei Töchter von Rhea und Kronos und somit auch eine Schwester von Zeus. Obwohl sie Poseidon und Apollon als Gatten haben konnte, blieb sie unvermählt. Sie selber war jungfräulich.

Artemis:
Artemis war Göttin der Hirten, Jagd und Bogenschützen. Sie war auch Beschützer der Kinder, Schwachen und in erster Linie der Tiere. Sie selber war eisern jungfräulich und strafte jeden, der diesen Zustand ändern wollte. Sie war außerdem eine weiter Fruchtbarkeitsgöttin und Beschützerin des ungeboren Lebens. Sie war die Tochter von Leto und die Zwillingsschwester von Apollon.

Namensvergleich der griechischen & römischen Götter


Die Römer unterschieden in zwei Gruppen von Göttern:
- den älteren Göttern, der urspünglichen Religion
- den später hinzugekommen Göttern aus Religionen der Griechen.

Fast alle griechischen Götter gab es auch bei den Römern. Dort hatten sie die gleichen Funktionen, nur andere Namen:

Zeus = Juppiter
Hera = Juno
Ares = Mars
Hephaistos = Vulcanus
Aphrodite = Venus
Poseidon = Neptunus
Athene = Minerva
Dionysos = Bacchus
Apollon = Apollo
Demeter = Ceres
Hermes = Mercurius
Pluton = Pluto
Hestia = Vesta

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mit dankbaren Grüßen
Andreas (Unki)

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