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Die Geschichte Karl des Großen in einen Theaterstück
Geschichtsschreiber:
Oh, ihr Edlen des Reiches seht euch nur um in unserer Zeit und erkennet was
nun vor unseren Augen geschieht. Wir schreiben schon das Jahr 843, die Enkel
Karl des Großen haben sich das Reich ihres Opas unter die Fittiche gerissen.
Aber bleiben sie einig und arbeiten sie gemeinsam an dem Wohl des Staates?
Oh nein, diese Leute teilen sich das Reich unter sich. Auf Lothars Haupt
glänzt die Kaiserkrone und als besondere Draufgabe noch Italien und das
Mittelreich. Karl der Kahle bekam schön eingepackt Westfranken. Ludwig
der Deutsche durfte sich in Ostfranken vergnügen. Doch wie schon gesagt
einig sind diese sich nicht. Wo sind nur die Tage voller Glanz als unser
Kaiser Karl der Große noch auf Erden lebte. Hört nun einige Stimmen von
Personen, welche diese Zeit entscheidend mitgestalteten. Bedenkt wohl was
ihr von ihnen hört und urteilt darauf über unsere Zeit. Hört zuerst die
heilige Stimme der Kirche.
Mönch, der mit Bonifatius zog :
Fürwahr unser Kaiser war ein gottvoller Mensch. Er war nicht nur ein
weltlicher Herrscher, er sorgte sich auch um das geistige Wohl der in Kultur
unterschiedlichen Völker. Ich erinnere mich noch genau an den Tag als er mich
zusammen mit meinen Meister Bonifatius in das Heidenland schickte. Wir
brachten diesen Heiden die christliche Botschaft nahe. Ich sehe es noch genau
vor mir wie er die Eiche des Gottes Donar fällte und somit den Grundstein
einer Kapelle legte. Auch förderte Karl der Große die Bildung seiner
Untertanen. Ihm gelang es zwei vom Grund auf unterschiedliche Völker sowohl
durch die lateinische Sprache als auch durch den Glauben zu vereinigen. Gott
segne diesen Mann, der für sein Reich derart viel Gutes getan hat.
Markgraf:
Ich muß zugeben dieser Kaiser war endlich mal ein Mensch der was von seinen
Handwerk verstand. Er vertraute nicht nur auf sein Ansehen in der Bevölkerung
sondern sicherte auch sein Reich durch das Einsetzen von uns Markgrafen.
Jeder von uns kümmerte sich um einen Teil seines Reiches und leisten ihm
Rechenschaft ab. Ihm gelang es somit, daß während seiner Herrschaft keinerlei
innenpolitische Krisen auftraten. Auch sicherte er erfolgreich die Grenzen
nach außerhalb. Selbst die Straßen baute er aus. Unter seinen Händen kam
sogar ein Handel zum Erblühen. Hut ab vor diesen Mann. Er wußte was er wollte
und wie er sich durchzusetzen hatte.
Ein Mensch aus der Bevölkerung :
Ich weiß gar nicht mehr wie ich vorher gelebt hatte, aber ich werde versuchen
es zu schildern. Nun früher lebten wir noch in Stämmen bei uns in Germanien.
Unser Leben verstrich dahin. Wir opferten verschiedenen Göttern und unsere
Freizeit war das Überfallen von römischen Siedlungen. Doch kamen dann
plötzlich Menschen in dunkelbraunen Kutten daher, welche ohne Angst zu zeigen
Klöster und Kappellen bauten. Dies beeindruckte uns schon sehr. Immer mehr
wurden wir mit moderner Lebensart vertraut und wir übten uns in Ackerbau,
Viehzucht und Handel. Langsam aber sicher gliederten wir uns in diese
Gemeinden ein. Nur ein Leben innerhalb von Stadtmauern konnten wir uns nicht
vorstellen. Doch außerhalb der Stadt bildeten wir kleine Siedlungen, in denen
wir uns wohl fühlten. Ich muß ehrlich zugeben, daß ich mir heute ein Leben
ohne die Vorzüge eines kultivierten Lebens nicht mehr vorstellen könnte.
Unfreier:
Wo sind nur die schönen Tage der Freiheit hin. Früher konnte ich noch jedem
Tier einen schönen Tag wünschen. Aber heute? Nachdem Karl der Große vom
Ehrgeiz gepackt wurde, zwang er uns in den Krieg zu ziehen. Aber woher nimmt
ein einfacher Landsmann die Ausrüstung. So sah ich mich aus Vaterlandstreue
gezwungen meinen Hof zu verkaufen. Uns wurde ja versichert, daß wir gut
entlohnt würden. Aber bis dato habe ich keinen Pfifferling gesehen. In all
diesen Jahren der Armut habe ich einen heiligen Zorn gegenüber diesen Kaiser
aufgebaut. Man stelle sich vor ich arbeite als Unfreier für jemanden den ich
früher ins Gesicht gespuckt hätte. Zum Teufel mit den Kaisers neuen Ideen.
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mit dankbaren Grüßen
Andreas (Unki)
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