© 2003 unki.de/Schulcd : Informatik

Neues Medium Mailbox


Verwendete Symbole:

Inhaltsverzeichnis
Naechstes Kapitel
Vorheriges Kapitel

Neues Medium Mailbox

Computer und Kommunikation im Unterhaltungszeitalter

Zwischenprüfungsarbeit im Fach Sozialkunde, L3
bei Prof. Dr. Claus Leggewie
Sommersemester 1993
eingereicht von Stephan Göbel
Sozialkunde, Germanistik, L3
7. Studiensemester
Solmserstr. 26
35578 Wetzlar

Kostenlose und unveränderte Verbreitung dieses Textes erlaubt. Alle weiteren Rechte verbleiben beim Autor. Kommentare und Nachfragen an Fido: 244/4213 & 4214 Wetzlarer Mailbox Projekt (WMP) oder ZNetz: WMP@ZER
Leider sind die Fußnotennummern bei der Umformatierung ver- schwunden :-(
Stephan Göbel

Inhalt:

Seite 4
Einführung in die Arbeit
Seiten 4-7
Wie funktionieren Mailboxen und woraus bestehen sie
Seiten 7-10
Kleine Geschichte der Mailbox
Seiten 10-16
Der Aufbau und die Bedienung einer Mailbox
Seiten 16-18
Die Netze
Seiten 18-20
Konsum und Kommunikation
Seiten 20-22
Leben im Datenstrom
Seiten 22-25
Die nackte Information und das Mißverständnis
Seiten 25-29
Die Freaks und die Ahnungslosen
Seiten 29-30
Der neue Analphabetismus
Seiten 30-33
Der Netzalltag in Zahlen
Seiten 33-37
Interne Rechtsprechung und Netikette
Seiten 37-38
Original und Fälschung. Wahrheit von Nachrichten
Seiten 38-40
Der gläserne Mensch
Seiten 40-41
Demokratie im Netz
Seiten 41-42
Freiheit der Daten
Seiten 43-44
Nutzer und Nutzen des Mediums
Seiten 45-52
Anhang
Seiten 53-54
Quellenangaben
Unsortierte Fussnoten

Einführung in die Arbeit


Neues Medium Mailbox. Computer vernetzt. Daten weltweit. Nahezu unbemerkt hat sich ein virtuelles Netz über den Planeten gelegt, in dem digitale Daten in Augenblicken über Kontinente huschen und die Weltmeere durchqueren. Neben der kommerziellen und staatlichen Vernetzung fand noch eine weitere statt: Die der privaten Mailboxnetze. Technische Spielerei einiger Computerfreaks, neues alternatives Informationsmedium oder gar eine digitale Demokratie?

Aufgrund der weiträumigen Fragestellung bleibt manche Einzelheit schematisch und nur kurz skizziert. Wichtiger erschien jedoch, den komplexen, aus Technik und logischer Struktur bestehenden Verbund dieser Computernetze darzustellen, um Ahnungs-losigkeiten zu beseitigen und Basis für kompetente Fragen zu schaffen. Vieles, was im Zusammenhang mit der Mikroelektronik an Veränderungen hervorgerufen wird, ist flüchtig oder noch nicht ausgeprägt genug, um für den Nichtfachmann erkennbar zu sein. Dem Fachmenschen hingegen fehlen oft genug Zeit und Wille, über den Horizont seiner Arbeit hinauszublicken in gesellschaftliche Perspektiven.

Die Arbeit beginnt mit einer relativ technischen Einführung in das Medium, versucht dann Inhalte und Strukturen darzustellen um schließlich den Versuch einiger soziologischer Betrachtungen zu wagen.

Wie funktionieren Mailboxen und woraus bestehen sie


Eine Mailbox ist ein über das Telefonnetz erreichbarer Computer
Computer arbeiten mit Strom, genauer gesagt, sie arbeiten digital, was nichts weiter meint, als daß sie nur zwei Betriebszustände kennen. Eine handelsübliche Glühbirne kennt auch nur zwei Betriebszustände, arbeitet mit Strom und speichert überdies Information: Sie ist entweder eingeschaltet (Strom an - Licht an) oder nicht (Strom aus - Licht aus). Mit dieser einfachen Methode läßt sich eine einzelne digitale Information speichern und ablesen. Diese Information könnte zum Beispiel lauten: Ich bin zu Hause (Strom an) oder ich bin unterwegs (Strom aus) oder auch etwas anderes je nach vorgenommener Definition. Auf der binären Basis der zwei Möglichkeiten lassen sich aber auch kompliziertere Informationen darstellen, wenn viele dieser digitalen Speicher (Der Fachmensch nennt sie Bits) zur Verfügung stehen. Anschauliches Beispiel ist das Morsealphabet, das mit Strich und Punkt auskommt und trotzdem Texte zu übertragen vermag. Computer arbeiten genauso, nur nutzen sie nicht Strich und Punkt als die beiden Zustände, sondern Strom oder kein Strom.

Das Telefonnetz ist ausschließlich dazu geeignet, Töne zwischen zwei Endpunkten hin und her zu übertragen. Das Hineinschicken von Strom, der für den Computer verständlichen Sprache, verursacht lediglich durchgebrannte Sicherungen und verärgerte Telefonkunden, führt aber zu keiner Kommunikation. Aus diesem Grunde müssen die Informationen aus dem Computer für das Telefonnetz aufbereitet werden. Da dieses lediglich Töne zu übertragen vermag, wird aus der Information Strom oder kein Strom die Information hoher Ton und tiefer Ton. Beim Empfänger der Information werden die Töne aus dem Telefon wieder zurückübersetzt in die Stromimpulse und diese dann in den dortigen Computer eingespeist. Ein Gerät, das die Verbindung zwischen Telefonnetz und Computer herstellt, heißt Modem (MOdulator DEModulator). Jedes Modem kann prinzipiell mit jedem anderen Verbindung aufnehmen (dies funktioniert in der Praxis auch zufriedenstellend), Unterschiede gibt es in der maximalen Übertragungsgeschwindigkeit, die bei 2400bps (Bit pro Sekunde) beginnt und derzeit bis zu 19.600bps reicht. In Zukunft wird diese noch gesteigert werden. Die Modems finden beim Anruf gegenseitig heraus, welches die höchste beiderseitig verständliche Übertragungsrate ist und arbeiten mit dieser. Manche Modems können außerdem noch Faxe senden und empfangen. Das ist deshalb möglich, weil ein Fax-Gerät letztlich auch nur ein einfaches Modem in Zusammenhang mit einem Bildlesegerät (Scanner) und einem Drucker ist.

Ein Mailboxbenutzer benötigt also einen Computer, Marke und Ausstattung spielen keine Rolle, einen Telefonanschluß und ein Modem, das sich dann bei Bedarf anstelle des Telefons in die sogenannte TAE-Dose der Bundespost Telecom einstecken läßt. Ein Mailboxbetreiber benötigt einen Computer mit ausreichender Speicherleistung, ein Modem und eine Telefonleitung, die ständig für den Mailboxbetrieb zur Verfügung stehen müssen. Beide, Anrufer und Betreiber, benötigen außerdem noch entsprechende Programme, die den Datenaustausch zwischen den beiden Computern benutzerfreundlich abwickeln.

Postzulassung des Modems
Der Betrieb eines Modems ist in der Bundesrepublik nicht generell erlaubt oder verboten, es gibt postzugelassene und nichtpostzugelassene Geräte. Letzteren ist der Anschluß ans Telefonnetz verwehrt. Die Postzulassung ist erkennbar an der am Gerät befindlichen (Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation, Saarbrücken), früher an der FTZ- (Fernmeldetechnisches Zentralamt, Darmstadt) oder ZZF-Nummer (Zentralamt für Zulassungen im Fernmeldewesen, Saarbrücken), und wird von der Bundespost Telecom auf Antrag des Modemherstellers nach einer gebührenintensiven Überprüfung des Gerätes vergeben.
Ein postzugelassenes Modem darf bestimmte Leistungsmerkmale nicht aufweisen, es darf beispielsweise nur eine bestimmte Anzahl an Wählversuchen machen und muß danach längere Zeit (mehrere Minuten) stillgelegt sein. Da diese weniger leistungsstarken Geräte einige Hundert D-Mark teurer sind als ihre fast baugleichen Konkurrenten, haben sie trotz der rechtlichen Situation nur bei einem kleinen Teil der Mailboxbenutzer Anwendung gefunden. Die überwiegende Mehrheit der Anwender und Mailboxbetreiber arbeitet mit nichtzugelassenem Gerät, mit denen es auch von seitens der Bundespost bei korrektem Betrieb keine Störungsbeschwerden gegeben hat.
Das Fernmeldeanlagengesetz (FAG) selbst wiederum steht im Verdacht, aufgrund dieser monopolisierenden Beschränkungen gegen den freien EG-Markt und dessen Gesetzgebung zu verstoßen.

Die Kosten für den Mailboxbenutzer:
Ein Computer, sofern nicht vorhanden. Dieser kann jedoch außerhalb der Anrufzeiten für andere Zwecke genutzt werden. Preis: neu 1000-1500 DM, gebraucht ab 500 DM. Ein Modem, je nach Leistung und möglicher Postzulassung unterschiedlich teuer. Preis: 2400bps, ohne Postzulassung ab 100 DM, mit Postzulassung ab 250 DM, 14.400bps + FAX, ohne Postzulassung ab 400 DM, mit Postzulassung ab 700 DM. Für einen Telefonanruf werden die üblichen Tarife bezahlt, Nahtarif derzeit tagsüber 6 Minuten, verbilligt 12 Minuten pro Einheit (23 Pfennig). Brauchbare Programme zur Benutzung der Mailboxen gibt es kostenlos (Public Domain ) oder gegen einen geringen Preis zu kaufen.

Die Kosten für den Mailboxbetreiber:
Ein Computer mit ausreichenden Speicherleistungen, ständig als Mailboxcomputer in Betrieb. Preis: neu ab 1500 DM. Ein Modem wie oben, allerdings sinnvollerweise ein leistungsfähiges. Preis: ab 500 DM. Eine Telefonleitung, die ständig dem Mailboxbetrieb vorbehalten bleibt. Preis: monatlich 24,60 DM für einen Erstanschluß, monatlich 10,60 DM für einen Zweitanschluß . Darüber hinausgehende Telefonkosten fallen an, wenn die Mailbox sich innerhalb eines Netzes mit Daten versorgt. Dann kommen tägliche Telefoneinheiten hinzu, bei weit entfernten Netzkontakten, großen Datenmengen oder einem langsamen Modem 50 DM bis über 100 DM im Monat. CL-Netz und Fido-Netz möchten zudem zur Unterstützung der Telefonkosten der großen Mailboxen (mit den Netzverbindungen ins Ausland bei Fido-Netz) einen monatlichen Betrag etwa in Höhe von 10 DM. Software zum Betrieb der Maibox. Preis: beginnend im kostenfreien Public Domain- Bereich, leistungsfähigere Programme kosten ab 500 DM aufwärts. Zusätzlich kommen noch laufende Stromkosten hinzu, die je nach Anzahl der Geräte und eingeschalteten Monitore durchaus 50 Pfennig am Tag ausmachen können.

Kleine Geschichte der Mailbox


Im Juni des Jahres 1984 programmierte der Amerikaner Tom Jennings eine Computersoftware, die es ihm ermöglichte, mit seinem Freund John Madill aus Baltimore, Tom selbst wohnte in San Francisco, über Computer und Telefon Nachrichten auszutauschen . Das Programm und das durch es entstehende Netzwerk wurden Fido genannt nach dem Hund des Programmierers. Fido rief bei John Madill an, schickte alle Nachrichten ab, die auf Tom Jennings Computer geschrieben wurden, und bekam postwendend alles neue aus Baltimore zurück. Im August des gleichen Jahres beteiligten sich bereits 30 Leute mit ihren Computern an der neuen Form des elektronischen Datenaustauschens im Fido-Netz. Ein halbes Jahr später, im Januar/Februar 1985 waren über 160 Benutzer angeschlossen , inzwischen um spannt das Fido-Netz den ganzen Globus und ist auf allen Kontinenten vertreten.

Isolierte Mailboxen existierten zwar schon seit Anfang der achtziger Jahre, schon seit Beginn der für den Privatmenschen erschwinglichen Home- und Personal-Computer. Jedoch erreichten diese mangels ausreichender Speicherleistung und der fehlenden Möglichkeit, legal und preiswert ein Modem am Telefonnetz der Bundespost betreiben zu können, hierzulande keine Verbreitung.

Es dürfte sich bei Fido um das erste funktionsfähige private Computernetzwerk über Telefonleitungen gehandelt haben, weitere folgten und erlebten ähnliche Zuwachsraten. In der Bundesrepublik Deutschland wurde etwa im Jahre 1987 von Wolfgang Mexner das Programm Zerberus (auch ein Hund.) entwickelt, auf dessen Basis sich das deutschsprachige Z-Netz gebildet hat (über das unter anderem auch das noch zu besprechende CL-Netz übertragen wird) . Andere Mailboxprogramme wurden zeitgleich oder später erstellt, erreichten aber bei weitem nicht die Anzahl an angeschlossenen Systemen und Benutzern. Z-Netz ist das größte deutschsprachige private Computernetzwerk, wenn man vom weltweiten Fido-Netz absieht, das sich in dichter Struktur von Amerika ausgehend auch über Deutschland gelegt hat.

        Das Fido-Netz 
Weltweit angeschlossene Mailboxen: 24.243 Davon in Nordamerika: 14.341 (59.16 %) In Europa: 7.160 (29.53 %) In Australien: 1.071 (4.42 %) In Lateinamerika: 388 (1.60 %) In Afrika: 134 (0.55 %) In Asien: 1.149 (4.74 %) Teilnehmende Personen: Anzahl nicht bekannt Das Z-Netz Angeschlossene Mailboxen: 467 Systeme (CL-Netz-Anbieter: 175 Systeme ) Teilnehmende Personen: 50.500 (nach netzeigenen Schätzungen) Öffentliche Nachrichten schrieben im Juni 1993: 3.300 Personen Geschrieben wurden im Juni 1993: 18.988 öffentl. Nachrichten mit einem Gesamtvolumen von: 24.488.883 Bytes (Zeichen) Internet Angeschlossene Computer: 1.776.000 (weltweit) Davon direkt über Standleitung erreichbar: 464.000 (weltweit) Teilnehmende Personen: Anzahl nicht bekannt Geschrieben wurden innerhalb von 14 Tagen 407.217 öffentliche Nachrichten mit einem Gesamtvolumen von 1.019.177.384 Bytes 90.063 verschiedene Autorinnen und Autoren beteiligten sich.

Bei Internet handelt es sich um ein auf Standleitungen und Großrechnern basierendes Computernetzwerk, welches von Universitäten, großen Firmen und wissenschaftlichen Einrichtungen genutzt wird. Dieses physikalische Netz verknüpft unter dem Namen USENET viele regionale Netzwerke zu einem weltweiten Verbund, auf dem öffentliche und private Nachrichten ausgetauscht werden. Desweiteren können über Internet Direktverbindungen in andere Rechner hergestellt werden.
Einen öffentlichen Zugang für Privatpersonen gibt es in Deutschland eigentlich nicht, Zutritt haben lediglich beispielsweise in ihrer Funktion als Wissenschaftler autorisierte Benutzerinnen und Anwender oder finanzstarke Unternehmen mit ihrem Interesse an kommerzieller Vernetzung (beispielsweise ihrer einzelnen Niederlassungen in verschiedenen Ländern).
Zunehmend finden allerdings auch in Deutschland Privatleute über den Umweg zweier Vereine (des Vereins zur Förderung der privat betriebenen Datenkommunikation e.V. und des Individual Network e.V.) Zutritt ins Internet, die die finanziellen Unkosten des Netzanschlusses auf ihre Mitglieder aufteilen.

Im weiteren Verlauf der Arbeit betrachtet werden sollen insbesondere Fido-Netz und Z-Netz, die beiden privaten Computernetze mit der größten Verbreitung in der Bundesrepublik Deutschland und das CL-Netz als größtes politisches Netzwerk, welches auf der technischen Basis des Z-Netz als sogenanntes Overlay-Netz transportiert wird.
Internet bietet insofern gute Vergleichsmöglichkeiten, als dort sehr ähnliche Dienstleistungen (Transport öffentlicher und privater Nachrichten) angeboten werden und diese auch inhaltlich nicht wesentlich differieren.

Der Aufbau und die Bedienung einer Mailbox


Es klingelt auf der Telefonleitung einer Mailbox, ein Benutzer oder eine Nutzerin bittet um Verbindung. Was geschieht nun?
Die Mailbox (also das Zusammenspiel von Computer, Modem und den entsprechenden Programmen), stellt die Verbindung durch das eigene Modem her; sie nimmt sozusagen den Hörer ab. Nach der Verständigungsphase der beiden Modems sendet die Mailbox ein Titelbild und verlangt eine Kennung des Anrufenden. Verlangt werden ein Benutzername und ein geheimes Paßwort, das den ja öffentlich bekannten Benutzernamen verifiziert. Gäste, also dem System nicht bekannte Personen, stellen sich im allgemeinen mit GAST oder GUEST vor und benötigen kein spezielles Paßwort. Dafür müssen sie während ihres Aufenthalts in der Mailbox auf gewisse Dienstleistungen verzichten und haben zumeist auch nur eine deutlich beschränkte Zeit zur Verfügung.
In der Mailbox angekommen erwarten die Benutzerin und den Teilnehmer eine Reihe von Möglichkeiten, die sich grob unterteilen lassen:

Private Nachrichten
Jedem eingetragenen Benutzer steht ein eigenes Postfach zu, in das von überall her persönliche Nachrichten (Nachrichten werden intern auch als Mails bezeichnet) gesandt werden können. Lesen kann sie jedoch lediglich der betreffende Postfachbesitzer. Der Name Mailbox bezeichnet dies, heißt er doch übersetzt Briefkasten.

Öffentliche Nachrichten
Im Gegensatz dazu sind die öffentlichen Nachrichten für jedermann erreichbar und zu lesen. Das heißt, auch hier gibt es eventuelle Beschränkungen. Aber zunächst die Struktur der Nachrichtenverwaltung, wie sie sowohl für öffentliche wie auch für private Nachrichten zutrifft:
Nachrichten in Mailboxen liegen nicht einfach herum, sie sind zum einen nach Themenbereichen sortiert und zweitens übereinander gestapelt. Um den Benutzenden eine gewisse Übersicht zu ermöglichen, sind die Nachrichten thematisch getrennt in einigen, meistens jedoch in vielen Brettern verteilt. Diese Bretter nennen sich so nach dem Schwarzen Brett mit seinen öffentlichen Bekanntmachungen und heißen unter anderem auch Areas (Fido-Netz) und Newsgroups (Internet). Beispiele für Bretter sind COMPUTER, UMWELT oder LABERKASTEN. Bretter können weiter unterteilt sein in Unterbretter, das UMWELT-Brett etwa in UMWELT/VERKEHR, UMWELT/REGENWALD und UMWELT/RHEIN. Auch eine weitere Unterteilung ist möglich, also UMWELT/VERKEHR/BUSSE und UMWELT/VERKEHR/S-BAHN. In den einzelnen Brettern finden sich nun die Nachrichten zum speziellen Thema, und zwar steigend durchnumeriert beginnend mit der erstgeschriebenen, sprich ältesten Nachricht.
Öffentliche Bretter müssen jedoch nicht für alle erreichbar sein, möglich ist es, daß bestimmte Bretter lediglich einzelnen Benutzergruppen zugänglich sind. Etwa nur den Systembetreibern oder den Teilnehmenden, die nachweislich über 18 Jahre alt oder weiblich oder einer bestimmten Organisation angehörig sind.

In all diese Bretter können die Benutzenden hineinschreiben, sofern es sich nicht um reine Lesebretter handelt und sie die Berechtigung dazu haben. Gästen wird diese aus Schutzgründen oft verwehrt, bis sie ihre Identität preisgegeben haben. Ein Brett kann außerdem moderiert werden, eine Person hat sich in diesem Falle bereit erklärt oder wurde gewählt, um für gewisse Richtlinien innerhalb des Brettes zu sorgen. Dies ist besonders im Fido-Netz anzutreffen. Im Falle des Flohmarkt-Brettes FLEA.GER (Fido-Netz) kann das so aussehen, daß lediglich Angebote und Gesuche im Brett veröffentlicht werden sollen, daß keine kommerzielle Werbung eingeleitet wird, Diskussionen in andere Bretter zu verlagern sind, etc. (Verhindern kann dies alles der Moderator jedoch nicht, er kann sich nur bei groben Verstößen an die entsprechende Mailbox wenden und um Unterlassung bitten oder sich bei den Fido- Verantwortlichen beschweren.)

Bei vernetzten Mailboxen werden die öffentlichen Nachrichten ans Netz weitergeleitet und auch die private Post, sofern die Empfängerin oder der Empfänger auf einer anderen Mailbox im Netz eingetragen ist. Die in den anderen Netz-Mailboxen geschriebene Nachrichten werden im eigenen System in die entsprechenden Bretter einsortiert.

Der Aufbau einer einzelnen Nachricht unterscheidet sich in den einzelnen Netzen geringfügig und ist in etwa so: Die Nachricht hat einen Nachrichtenkopf, den header, in dem Informationen darüber abgespeichert sind, wer wann wo diese Nachricht geschrieben hat, wieviel Text folgt, in welchem Brett sich die Nachricht befindet, welche Titelzeile sie trägt und einige weitere Daten. Danach folgt der Text, den der Nachrichtenschreiber bzw. die Autorin eingegeben hat und zum Schluß (außer bei Z- Netz) noch eine Auflistung aller Mailbox-Systeme, durch die diese Nachricht bereits gewandert ist. Dem Lesenden wird im allgemeinen nur der Text in der originalen Form angezeigt, der Nachrichtenkopf wird entschlüsselt und über die Nachricht gesetzt. Die Schlußinformationen über den Nachrichtenweg werden der Übersicht halber unterdrückt, können aber sichtbar gemacht werden.

Datenbanken
Über die Hauptanwendung des Nachrichtenaustauschs hinaus läßt sich der angerufene Computer auch als ebensolcher nutzen, durch Starten vor Ort anwesender Programme und insbesondere durch Arbeiten mit dort vorhandenen Daten. Datenbanken in Mailboxen haben den Vorteil, leicht für den Privatmensch erreichbar und im Vergleich mit professionellen Anbietern extrem billig zu sein. Dafür bleiben Auswahl und Qualität der angebotenen Daten stark eingeschränkt, Information hat eben ihren Preis. Zu finden sind in Mailboxen kuriose bis praktische Datenbestände, vom Abfrageprogramm der neuen Postleitzahlen über die Datenbank der phantastischen Literatur bis hin zur Kalorientabelle.

Software und Daten
Für viele Computerfans die wichtigste Anwendung einer Mailbox ist die Zugriffsmöglichkeit auf Software und Datenbestände. Mailboxen bieten überwiegend ein Sortiment frei kopierbarer Programme (Public Domain Software) unterschiedlichster Art zum freien Gebrauch an, die sich der oder die Interessierte mit Hilfe der Modemverbindung auf den eigenen Rechner/die eigene Festplatte kopieren und dort starten kann. Technisch gesehen unterscheidet sich diese Vorgehensweise nicht vom Kopieren eines auf Disketten vorhandenen Programms. Der Austausch von Software über Mailboxen ist sehr stark fortentwickelt worden, so daß einzelne durchaus private Mailboxen über Kapazitäten von mehreren GigaByte (1.000.000.000 Zeichen) Speicherfläche hierfür verfügen. Die gelagerten Datenbestände werden verschickt mit Hilfe spezieller fehlerkorrigierender Übertragungsprotokolle und platz- und übertragungszeitsparend komprimiert durch die sogenannten Packer-Programme. Der Anwender entpackt die Software auf seinem Rechner sobald er sie benutzen möchte, falls sie das nicht auf Kommando selbst tut, was inzwischen bereits möglich ist.

Neben dem, natürlich heimlichen Anbieten urheberrechtsgeschützter und raubkopierter Software und dem Vertrieb von pornographischem oder volksverhetzendem Material birgt diese Art des Vertriebes von Software noch eine weitere Gefahr, die des Virenverbreitens . Denn nicht nur das Empfangen ist den Benutzern möglich, auch das Einspielen von Software in den großen Pool. Gestartet werden mögliche Viren jedoch nicht auf der Mailbox, dort wird der Angebotsbestand ja lediglich gelagert, sondern beim Endanwender. Allerdings durchsuchen die meisten Mailboxen eingehende Software bereits automatisch auf Virenbefall, bevor sie zur Weiterverbreitung weitergegeben wird. Es läßt sich bisher durchaus von einer Überschätzung des Problems seitens der Nichtfachleute sprechen.
Im Wetzlarer Mailbox Projekt, der eigenen Mailbox des Autors, werden rund 1400 Textdateien mit einem Volumen von etwa 50 Millionen Zeichen aus allen Bereichen (Computer, Recht, Literatur, Umwelt, etc.) zum freien Gebrauch angeboten.

Das Chatten
Beruht der Nachrichtenaustausch innerhalb von Brettern und Postfächern auf einer vollkommen schriftlichen Kommunikation, so ist dies beim Chatten nicht mehr so eindeutig. Chatten kann in etwa mit Schnattern übersetzt werden, es bescheibt die getippte Unterhaltung von zwei oder mehreren mit der Mailbox verbundenen Personen. Dies kann ein über Telefonanruf eingewählter Benutzer zusammen mit dem am Mailbox-Computer sitzenden Betreiber sein. Hat die Mailbox mehrere Telefonleitungen, können auch die einzelnen Benutzer chatten und handelt es sich gar um Großrechner, dann stehen oftmals Tausende von Kanälen zur Verfügung, auf denen sich Personen schriftlich in Konferenzen unterhalten können . Technisch realisiert werden diese Gespräche indem alle ankommenden Tastatureingaben des einen Benutzers direkt an den oder die anderen weitergeleitet werden. Im Internet ist dies der Fall, wo sich mit Hilfe des Programmes IRC (Internet Relay Chat) Menschen weltweit zu Konferenzen treffen können. Eine genaue Darstellung von IRC findet sich in der Arbeit von Elizabeth M. Reid. Siehe Quellenangabe.

Die Mailbox als Fax-Gerät
Selten genutzt wird die Option, den Benutzern das Mailbox-Modem, welches ja meistens ein höherwertiges mit vielen Funktionen ist, als Fax-Sender zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht in der Art, daß innerhalb der Mailbox ein Text zusammen mit einer Telefonzielangabe an eine spezielle Adresse geschickt oder einfach ein bestimmter Mailbox-Befehl aufgerufen wird. Dies veranlaßt die Mailbox nach Beendigung des Anrufs, selbst zu wählen und eine Verbindung zur angegebenen Telefonnummer aufzunehmen, um den Text an ein Fax-Gerät weiterzuleiten. Entstehende Telefonunkosten verwaltet das Mailboxprogramm, das für jeden Teilnehmer ein Konto bereit hält.

Und so weiter Andere Anwendungsmöglichkeiten sind bisher, obwohl technisch realisierbar, noch gar nicht ausgeführt worden oder werden nur in Einzelfällen genutzt. So gibt es beispielsweise in einzelnen Z-Netz-Programmen die Möglichkeit, als Benutzer ähnlich wie in BTX aus einem Warenangebot verschiedener Firmen zu bestellen. Kontoführung, Rechnungsversandt und Bestätigungen erledigt und formuliert das Programm automatisch. Anwendung gefunden hat diese Nutzungsmöglichkeit im ernsthaften Rahmen meines Wissens bisher keine.
Zu Beginn der Mailbox-Zeiten war es üblich, daß ein paar Spiele zur Unterhaltung angeboten wurden, deren Qualität mangels graphischer Möglichkeiten und der geringen Übertragungsgeschwindigkeiten allerdings äußerst bescheiden war. Inzwischen ist diese Art der Unterhaltung jedoch verschwunden, nicht zuletzt, weil sich kaum noch ein Benutzer persönlich in eine Mailbox einwählt...

Der Point
Was im ersten Moment seltsam klingt, findet eine relativ einfache Erklärung. Eine Mailbox mit einer Telefonleitung kann genau einen Anwender gleichzeitig bedienen, alle weiteren Anrufenden erhalten ein Besetztzeichen auf der Telefonleitung. Sollte diese eine Person dort über einen Zeitraum von sechzig Minuten verweilen, etwa um dort Nachrichten zu lesen, so ist die Mailbox eine Stunde lang belegt. Abhilfe schafft die Einrichtung von Points für die regelmäßigen Teilnehmer. Dabei bekommt der Mailboxbenutzer schon beim Anruf automatisch alle neuen Nachrichten derjenigen Bretter, die ihn interessieren, als Paket zugeschickt und kann diese dann nach Beendigung der Verbindung in Ruhe zu Hause lesen und beantworten . Beim nächsten Anruf als Point werden die geschriebenen Antworten in der Mailbox einsortiert und alle inzwischen neuen Nachrichten aus der Mailbox wiederum versandt. Ein derartiger Anruf dauert je nach Nachrichtenumfang und Übertragungsgeschwindigkeit zwischen einigen Sekunden und mehreren Minuten. Es können problemlos über hundert solcher Points, die eigentlich kleine Ein-Personen- Mailboxen darstellen, die selbst nicht öffentlich anrufbar sind, täglich mit einem Telefonanschluß versorgt werden. Der Point ist vergleichbar mit dem Abonnenten einer Tageszeitung, auch dieser bekommt die Informationen frei Haus geliefert und kann sie lesen, wann und solange er möchte.

Die Netze


Die einzelnen Mailboxen sind überwiegend in Mailboxnetze integriert, aus denen sie täglich große Nachrichtenmengen beziehen und innerhalb dessen ihre Benutzer von überall erreichbar sind. Die Zahlen der angeschlossenen Mailboxen sind bereits erwähnt worden, eine komplette Brettliste des politischen CL-Netz als Beispiel findet sich im Anhang.
Der Netzalltag für den Mailboxbetreiber vollzieht sich derart, daß seine Mailbox innerhalb einer wurzelartig verzweigten Struktur während des Nachttarifs die Kontaktmailbox über ihm anruft. Mit dieser werden die Daten ausgetauscht. Die Nachrichten wandern so innerhalb des Netzes bis zum obersten Punkt (einer leistungs- und speicherstarken Mailbox, die als höchste Netzebene auftritt und mit den anderen großen Verteilern ihre Daten austauscht) und von dort wieder abwärts verteilt. Allerdings ist diese Struktur nicht streng durchgehalten, sondern je nach Netz mehr oder weniger chaotisch, da vielerorts die Mailboxen sich dort anschließen, wo es ihnen am günstigsten erscheint oder wo persönliche Bekanntschaften bestehen. Sollte eine Mailbox ausfallen, leitet sich der Nachrichtenstrom um, die darunter liegenden Mailboxen nehmen an anderer Stelle Kontakt zum Netz auf. Im Z-Netz ist eine Nachricht günstigstenfalls nach einem Tag im Netz verteilt, im Fido-Netz innerhalb Deutschlands ebenso. Nachrichten im Internet werden aufgrund der Standleitungsverbindungen schneller verbreitet.
CL-Netz ist, wie schon erwähnt, ein Overlay-Netz, das heißt, es wird auf den bestehenden Z-Netz Mailboxen während des Z-Netz-Datenaustauschs mit übertragen, allerdings nur von den Mailboxen, die sich speziell dafür interessieren. Denn Übertragungszeit kostet Geld, insbesondere im Ferntarif.
Die Benutzeradressen in den einzelnen Netzen unterscheiden sich von ihrem Aufbau, was darauf zurückzuführen ist, daß nicht rechtzeitig Standards definiert worden sind .
Die Internet-Adresse:
USERNAME@SITE.ZONE
z.B. Goebel@hrz.uni-giessen.de

Im Internet sind Namenspseudonyme zulässig. Diese Adresse gehört dem Teilnehmer oder der Benutzerin GOEBEL. Das Zeichen @ bedeutet soviel wie at oder zu deutsch bei. Der Begriff SITE steht im Internet für den Rechner, in dem GOEBEL erreichbar ist. In unserem Fall ist hrz.uni-giessen das Hochschulrechenzentrum der Uni Gießen. ZONE beschreibt eine organisatorische Einheit, die entweder ein Land (de=Deutschland) oder einen thematischen Bereich (mil=Militärnetz) umfassen kann.

Die Z-Netz-Adresse:
USERNAME@MAILBOX.NETZ
z.B. STEPHAN@WMP.ZER

Auch im Z-Netz sind Pseudonyme als Namensersatz erlaubt. User(in) STEPHAN ist in der Mailbox WMP (Wetzlarer Mailbox Projekt) angemeldet. Das Zeichen @ steht hier wieder für at oder bei. .ZER steht für ZERBERUS und meint, daß diese Mailbox im Z- Netz erreichbar ist.

Die Fido-Adresse:
USERNAME, ZONE:REGION und NETZ/NODE
z.B. Stephan_Goebel, 2:248/164
oder USERNAME, ZONE:REGION und NETZ/NODE.POINT
z.B. Stephan_Goebel, 2:248/164.1

Im Fido-Netz müssen die Benutzer ihren wirklichen Namen angeben, Sonderzeichen sind nicht erlaubt, einzelne Wörter werden mit Unterstrich verbunden. Eine ZONE ist ein Teil der Welt, in etwa werden die Kontinente in Zonen eingeteilt. Europa ist ZONE 2:, Amerika ist Zone 1:. Die nächsten beiden Zahlen deuten die REGION oder das Land an, 24 steht für Deutschland. Innerhalb eines Landes können weitere Netze gebildet sein. Die 8/ symbolisiert eines der Netze innerhalb Deutschlands . Die einzelne Mailbox, in Fido Node genannt, bekommt ihrerseits eine mehrstellige Nummer, in diesem Beispiel ist es wieder das WMP, also die 164. Points bekommen im Fido-Netz eine eigene Adresse, die .1 markiert den ersten Point dieser Mailbox.

Konsum und Kommunikation


Die Medienlandschaft präsentiert sich einem Bewohner der Ersten Welt am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts als eine unbewältigbare Vielfalt an übersprudelnden Informationsquellen. Regionale und überregionale Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Magazine kämpfen um die Aufmerksamkeit von Leserin und Leser, stark bedrängt durch eine wachsende Zahl von Radiostationen und Fernsehsendern, die sich ihrerseits bis aufs Messer und dessen Darstellung im Rahmen eines Reality- TV bekämpfen. Die totale Unterhaltung.

Der deutsche Blätterwald 1993 in der Statistik
Tageszeitungen (Frankfurter Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, etc.): Es werden 136 Blätter genannt (mindestens 14.000 Auflage) mit einer Gesamtauflage von 29,34 Mio. Exemplaren pro Tag.
Wochen- und Sonntagszeitungen (Welt am Sonntag, Die Zeit, etc.): Es werden 16 Blätter genannt (mindestens 14.700 Auflage) mit einer Gesamtauflage von 2 Mio. Exemplaren pro Woche.
Wochen- und Monatszeitschriften, Illustrierte und Magazine (Der Spiegel, Penthouse, Micky Maus, etc.): Es werden 116 Blätter genannt (mindestens 52.100 Auflage) mit einer Gesamtauflage von 122,2 Mio. Exemplaren pro Erscheinungsdatum.

Die Deutschen Radio- und Fernsehsender 1993
ARD: bestehend aus 11 Landesrundfunkanstalten: Bayerischer Rundfunk (BR), Hessischer Rundfunk (HR), Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Norddeutscher Rundfunk (NDR), Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg (ORB), Radio Bremen (RB), Saarländischer Rundfunk (SR), Sender Freies Berlin (SFB), Süddeutscher Rundfunk (SDR), Südwestfunk (SWF), Westdeutscher Rundfunk (WDR), 2 Bundesrundfunkanstalten: Deutsche Welle (DW) und Deutschlandfunk (DLF) und RIAS Berlin.
ZDF, Funkhaus Berlin, Antenne Brandenburg, Radio Mecklenburg- Vorpommern, Sachsenradio, Radio Sachsen-Anhalt, Thüringer Rundfunk, American Forces Network (AFN), British Forces Broadcasting Service (BFBS), Europa Nr. 1, Voice of America, MTV Europe, Premiere, Pro 7, RTL Plus, SAT 1, Sportkanal, Tele 5, sowie zahlreiche private Anbieter von Hörfunk und Fernsehen in den einzelnen Bundesländern.
Zusätzlich werden viele deutsche Haushalte über Kabel- oder Satellitenverbindungen mit ausländischen und internationalen Fernsehprogrammen versorgt.

Die Einflußmöglichkeiten des Verbrauchers bleiben minimal: Ab- oder Umschalten bei TV und Radio und Auswählen zwischen Druckwerken verschiedenster Couleur. Tages- und Wochenzeitungen bieten im allgemeinen die Option, Divergenzen oder Zustimmung durch Leserbrief zu äußern. Die Veröffentlichung bleibt dem Verlag vorbehalten, meist mit der herausgenommenen Freiheit eingesandte Texte zu kürzen. Bei Veröffentlichung von Falschinformationen greift das Recht auf Gegendarstellung an gleicher Stelle durch den Geschädigten oder die Leidtragende. Die Wahl des Wunschfilms oder -titels aus einer Liste von Angeboten, demokratisch geregelt über die einfache Telefonmehrheit der Anrufenden, mehr Einflußnahme lassen die elektronischen Massenmedien schon strukturell nicht zu.

Das Fernsehen, das Radio und die Zeitung sind zentrale Verteiler, die gleichzeitig große Menschenmassen über Äther, Satellit, Kabel oder Zeitungsboten erreichen. Jedoch ist die Verbindung einseitig, es besteht kein gleichberechtigter Kontakt zurück. Das Programm besteht aus dem, was der Verlag und der Sender einspeist, was wiederum aus dem besteht, was dort als sendenswert ausgewählt wurde. Im Gegensatz dazu ist innerhalb eines Mailboxnetzes jeder Teilnehmer in der Lage, eine gleichberechtigte Information abzusenden und über das gesamte Netz zu verbreiten. Gleichberechtigt heißt, diese geschriebene Nachricht steht an gleicher Stelle wie die vorherigen, sie hat das gleiche Format und sie ist, unzensiert und ungekürzt, ein reines Produkt ihres Autors oder ihrer Verfasserin.
Verlage und Sender gehören Personen, Aktiengesellschaften, Verlagsgruppen oder auch dem Staat. Es besteht in jedem Falle ein Interesse, ein Konzept des Organs, nach dem Nachrichten ausgewählt, aufbereitet, präsentiert und verworfen werden. In einem Mailboxnetz verfolgt jeder Teilnehmer eigene Interessen. Geschrieben und Veröffentlicht wird das, wonach der oder dem Einzelnen der Sinn steht. Ein Mailboxnetz wäre also theoretisch vergleichbar mit einem ganzen Spektrum von unabhängigen Zeitungsredaktionen. Dies soll natürlich nicht heißen, daß es nicht Netze mit Tendenzen, beispielsweise der politischen Richtung gäbe. Jedoch besteht innerhalb des Netzes eigentlich keine Möglichkeit, Nachrichten zu unterdrücken, so lange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen (etwa Aufrufe zu Gewalt oder Straftaten) und der entsprechende Benutzer oder das Mailboxsystem aufgrund dessen vorübergehend vom Netz entfernt wird. Wer darum bemüht ist, kann sich aber jederzeit an anderer Stelle des Netzes wieder Zugang verschaffen. Der Vorteil einer Mailbox gegenüber den Standardmedien ist der geringe finanzielle Aufwand, der nötig ist, um selbst Nachrichtenverteiler zu sein. Selbst beim Unterhalt einer eigenen Mailbox sind die nach der einmaligen Investition monatlich auftretenden Kosten ungleich geringer als die einer kleinen Zeitung, die bei jeder Ausgabe immer wieder neu finanziert werden muß. Mailboxbenutzer zahlen für ihr Medium vergleichsweise weniger Geld, als wenn sie ihre Nachrichten als Briefpost oder telefonisch gesprochen weitergeben würden.

Leben im Datenstrom


"In den vergangenen 50 Jahren wurde in der Welt genauso viel geforscht und entdeckt, wie in den zurückliegenden 5000 Jahren, die uns schriftlich überliefert sind."
Wir leben nicht nur in einem Zeitalter der Massenmedien, sondern auch in einer Zeit der Medienmassen. Kein Mensch und keine Maschine hat heutzutage mehr einen annähernden Überblick über all das, was die Menschen inzwischen wissen und was rund um den Globus herum passiert.

Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen 
etwa    10              im Jahre 1669
etwa    100             im Jahre 1800
etwa    10.000          im Jahre 1900
etwa    100.000         im Jahre 1970
über    200.000         im Jahre 1980

Alle Medien betrifft das Problem, wie mit den täglich anfallenden Daten umzugehen ist. Fernseh- und Radiowellen sind lediglich im Augenblick ihres Eintreffens verfügbar, danach machen sie den nachfolgenden Informationen Platz. Sendungen lassen sich aber wie auch Zeitungen sammeln und archivieren. Ebenso sammeln sich Daten in Mailboxen an, sogar relativ sauber nach Themengebieten getrennt in den einzelnen Brettern. Mit 50 oder 100 neueintreffenden Nachrichten am Tag ist nicht nur der Lesende überfordert sondern auch nach wenigen Wochen die Leistung des Mailboxcomputers. Die letzten mehreren hundert Nachrichten zu einem Thema werden üblicherweise ständig in einer Mailbox aufbewahrt, bis sie nach kurzer Zeit neuen Daten zum Opfer fallen und einfach gelöscht werden. Einzelne sehr idealistische Mailboxbetreiber speichern alle Nachrichten letztendlich auf leistungsstarken Magnetbändern, die aber ohne Verwertungskonzept lediglich überflüssige Datenfriedhöfe bleiben.
Zudem bestehen Nachrichten in Mailboxen weniger aus Primärinformationen, besonders wenn sie nicht von den technischen Themen handeln, sie enthalten vielmehr überwiegend Diskursbeiträge, Meinungen und Kommentare. Das bisherigen Konzept einiger Mailboxprogramme, insbesondere derer im Z-Netz, als Datenbank zu fungieren und Benutzern mit Suchbefehlen das Werkzeug für komplexe Recherchen an die Hand zu geben, scheitert wie gesagt inzwischen an der Masse der neueintreffenden Nachrichten. So ist es nicht weiter verwunderlich, daß alle zwei Wochen immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden, wie langjährige Mailboxbenutzer gerne bedauern. Eine mögliche Lösung hierfür sind die FAQs (Frequency Answered Questions), die insbesondere im Internet von engagierten Benutzern oder von Brettmoderatoren angefertigt werden. FAQs sind regelmäßig innerhalb des Brettes verschickte Texte, in denen die üblichen und oftgestellten Standardfragen beantwortet werden, die im Zusammenhang mit dem Thema des Brettes auftreten. Außerdem werden Fragesteller im Internet dazu ermutigt, überarbeitete Zusammenfassungen der auf ihre Frage gekommenen Antworten zu machen und ins Netz einzuspeisen.

Am globalen Problem der Informationsüberflutung ändert dies jedoch nichts. Dietrich Ratzke formulierte 1984 die Reaktionen darauf als Selektion in erster Instanz, zweitens als bewußtes Ausklammern von Sachgebieten, was schon zu einer Beeinträchtigung der Urteilsfähigkeit führen dürfte und als dritte Reaktion die Verweigerung der Informationsaufnahme. "Vorstellbare und in Untersuchungen teilweise bereits deutlich nachgewiesene Auswirkungen sind: Vorurteile verfestigen sich, simplifizierende Ideologien werden komplexer Betrachtungsweise vorgezogen, damit verbunden sind Irrationalisierung und Polarisierung, Verarmung der sozialen Kontakte, Verstärkung einer passiven Konsumentenhaltung." Auch in Mailboxen besteht der überwiegende Teil der Benutzer aus nurlesenden Konsumenten.

Doch ein Verzicht auf weltweite Informationsmedien wäre eine Absage an unsere Gesellschaft des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts. Und das Wissen, informiert zu sein über alle Weltereignisse des Tages oder zumindest die Möglichkeit dazu zu haben, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur. Einer Kultur, deren Bewohner selbst innerhalb weniger Stunden Kontinente überqueren können und deren Waffensysteme noch um einiges schneller sind. Die Tagesnachrichten aus den Medien, bei Neil Postmann das "soziale oder politische Pendant zu Prinzessin Adelheids Keuchhusten" , prägen uns und wir brauchen sie, auch wenn sie natürlich im alltäglichen Leben des Einzelnen keine Lösbarkeit erfahren können. "Diese Ablösung kultureller Identität von Staatszugehörigkeit ist das große Verdienst der Massenmedien [..]" .

Die nackte Information und das Mißverständnis


Während einer Unterhaltung agieren die beteiligten und zuhörenden Personen nicht nur mit Rede und Gegenrede. Sie gestikulieren, bewegen sich und ziehen Grimassen, riechen und berühren sich, machen Geräusche und achten sehr genau auf die Reaktionen des oder der beobachteten Gegenüber. Unbewußt wird Zustimmung, Ablehnung oder Desinteresse erkannt, der Gesprächsstil angepaßt, der Rhythmus und der Dialekt der Sprache neu justiert . All dies, um die geistige Verbindung des gegenseitigen Informationsaustauschens aufrecht zu erhalten und zu optimieren. Denn wenig nutzt die ausgefeilteste Argumentation, wenn sie beim Gesprächspartner nicht verstanden wird.

Lediglich in eingeschränkter Weise funktioniert dies beim Telefonieren. Hier fehlt die ganze Palette der Wahrnehmungsmöglichkeiten bis auf die akustische. Daran angepaßt beginnen sich die Gespräche zu verändern: Das bestätigende "Ja" gewinnt an immenser Bedeutung, ersetzt es doch Körperhaltung und unbewußtes wie beabsichtigtes Nicken in seiner Funktion des signalisierten Verständnisses. Lachen und allgemein Geräusche und Gesprächspausen werden intensiver und bewußter, in gewisser Weise sogar theatralisch eingesetzt .

Nachrichten in Computersystemen sind Zeichenkolonnen. In ihnen enthalten ist nur die nackte Sachinformation ohne jegliche Aussage über den Ersteller oder die Autorin und ohne die wichtigen Merkmale, in welcher Weise die gemachten Aussagen zu interpretieren sind. Es fehlt das schelmische Grinsen, das Tosen brausender Entrüstung und der Klang, den ein freundschaftlich gemeinter guter Rat zu einem solchen macht. Mißverständnisse sind vorprogrammiert. Und wirklich, häufig begegnen einem Mailboxbenutzer erboste Antworten auf oberflächlich gelesene oder schlecht formulierte und (gerne auch absichtlich) falsch verstandene Nachrichten. Zu der Schwierigkeit der Leser, größere Mengen an Texten mit der gleichgroßen Aufmerksamkeit zu verarbeiten kommt bei vielen Nachrichtenerstellern das Problem der eindeutigen Ausformulierung ihres Standpunktes. Der schriftliche Mailboxverkehr erlaubt, wie gesagt, kein kurzfristiges Intervenieren in gemachte Aussagen zum Zwecke der Verdeutlichung eigener Meinung. Die geschriebene Nachricht muß von vornherein so konzipiert sein, daß sie verstanden wird und ihre eigentliche Botschaft eindeutig zutage tritt. Die durch die Verschriftlichung entstehende Konservierung der Gedanken erlaubt es dem Schreibgegenüber, gemachte Aussagen wesentlich intensiver zu überdenken und zu prüfen. Eine intakte Mailbox-Diskussion ähnelt so in ihrem Charakter mehr einer Anreihung fachlicher Essays als etwa einer Podiumsdiskussion .

Doch ganz so gefühllos geht es im Netzbetrieb dank eines unter den Benutzerinnen und Teilnehmern allgemein bekannten und anerkannten Kodesystem nicht zu. Die Rede ist von den Smilies (Teilweise auch unter dem Begriff emoticon bekannt. Etwa in The New Hacker's Dictionary Seite 142f.) , die hier in einigen Beispielen aufgeführt sein sollen:

:-)     Der Standard-Smiley. Er steht in einer Nachricht für ein lachendes
	Gesicht. 
	Aussage: z.B. Dies ist nicht ernst gemeint, aber auch Das ist lustig, Ich 
	lache.
:->	Der sehr erfreute Smiley.
	Aussage: z.B. Das ist wunderbar/klasse.
:-(     Der traurige Smiley. Das Gegenstück zum ersten Smiley.
	Aussage: z.B. Das ist schade/schlecht/traurig. 
;-)	Ein Smiley, der mit einem Auge blinzelt. 
	Aussage: z.B. Das ist augenzwinkernd/ironisch gemeint.
:-/	Ein unentschlossener Smiley
	Aussage: z.B. Ich bin skeptisch, Naja.
:-#	Ein Smiley mit einem Gitter vor dem Mund.
	Aussage: z.B. zensiert.
:-o	Ein Smiley mit aufgerissenem Mund.
        Aussage: z.B. Ich bin überrascht, aber auch Das ist schlecht.
@>-->---- 	Eine Rose.
                Aussage: Symbolisches Dankeschön, wie im wirklichen Leben.
etc.

Deutlicher wird die Aussagekraft dieser Sonderzeichengruppen, wenn das Blatt/der Monitor um 90 Grad nach rechts, beziehungsweise der Kopf um 90 Grad nach links gedreht wird. Es erscheint ein stilisiertes Gesicht. Zu finden sind diese Gefühlsinformanten fast in allen Nachrichten der verschiedenen Mailbox-Netze, der Smiley ist ein internationales Piktogramm in der Computer- und Mailboxszene. Es gibt neben den bekannten und eindeutigen Symbolen für Lachen, Trauer, Ärger, etc. noch lange Listen weiterer Smilies, die aber in ihrer Aussagekraft beschränkt sein dürften, da sie zu wenig geläufig und nicht eindeutig definiert oder auch einfach gebrauchsunfähig sind, etwa folgende Exemplare:

8-)     User trägt eine Brille
+<:-)   Nachricht von einem Mönch / einer Nonne
o-)	User ist ein Zyklop
2B|^2B  Nachricht über Shakespeare (to be or not to be. Die beiden mittleren 
	Zeichen	or und not sind logische Symbole aus Programmiersprachen).
etc.

Durch die Verwendung von Smilies erhält der Schreiber und die Autorin die Möglichkeit, Nachrichten, Sätzen oder einzelnen Worten gewisse emotionale Tendenzen mitzugeben, die etwa Zynismus, Sarkasmus oder Scherz verdeutlichen können. Der Informationsgehalt der Nachricht soll so um den menschlichen Charakter erweitert werden, den die Schriftsprache ignoriert , der aber scheinbar in einer intensiv geführten schriftlichen Kommunikation nicht fehlen darf. So hat sich, in Anpassung der Situation, ein neuer sprachlicher Dialekt herausgebildet, der sich weniger als Freak- oder Fachsprache, eher wie ein evolutionär gewachsener Stützpfeiler zur Optimierung andersartiger Umgangsform begreifen läßt: die Netz- Sprache. Auch in der Schriftsprache gibt es Orientierungsmarken, man denke beispielsweise an das in Anführungsstriche gesetzte Wort, das somit das Gegenteil bedeuten soll: "Nur" fünf Millionen Arbeitslose.

Die Freaks und die Ahnungslosen


Zusätzlich zur um Befindlichkeiten erweiterten Netz-Sprache findet sich, wie in vielen Milieus, ein Szene-Jargon mit dem Merkmal der Unverständlichkeit für Außenstehende. Die rapide Geschwindigkeit, mit der im Bereich der Computer erforscht und entwickelt wird, sorgt für eine ständig steigende Zahl an sich ablösenden Fachbegriffen, die üblicherweise aus der englischen Sprache erzeugt oder übernommen werden und nicht selten mit Zahlenreihen und Abkürzungen versehen sind. Low-level-formatted, 486-DXII-66, SCSI-II-Controller, non interlaced SVGA, streamen.

Durch die geringen Entwicklungszeiten werden Computerbenutzer innerhalb von wenigen Jahren mit einer Palette neuer Computermodelle und -zusätzen, völlig neu hinzugekommenen Techniken (z.B. CD-ROMs, Mäuse, Laserdrucker, usw.) und Anwendungsmöglichkeiten (etwa des Desktop Publishing, also des Layout am Computer) konfrontiert, während etwa die Autoindustrie beispielsweise im gleichen Zeitraum lediglich Airbag und Seitenaufprallschutz am Markt etabliert.

Die Verständnisproblematik, das Computerchinesisch ist allgemein. Dazu kommt im Netzbetrieb noch die Selbstdarstellung und der Szenekult der Dfü-Freaks (Dfü = Datenfernübertragung) : Was für den Motorradfan der Easy Rider ist, der sich mit seiner Harley Davidson auf einer endlosen Wüstenstraße durch die Einsamkeit in Richtung Sonnenuntergang fortbewegt, ist für den typischen Hacker der am flimmernden Bildschirm sitzende Genius, der unerkannt auf verschlungenen Pfaden durch die Datennetze wandert, sich von keiner Zugangssperre aufhalten läßt und Großcomputer und Konzernmultis seinem Willen unterwerfen könnte mit der ihm zur Verfügung stehenden Intelligenz. Kurz, ein Robin Hood im Datennetz, wie er mustergültig in dem amerikanischen Kinofilm War Games zu sehen war.

Die Mythologie der Hacker-Kultur geht zurück auf eine Studentengruppe im Massachusetts Institute of Technology (MIT), die dort seit den fünfziger Jahren an einer großen Modelleisenbahnanlage spielte und arbeitete . Einen hack hatte derjenige vollbracht, der in der komplizierten Steuer- und Schaltanlage der Modellbahn eine besonders wirkungsvolle und elegante Lösung gebastelt hatte. Als wenig später der erste Computer im MIT zur Verfügung stand, begannen die technikinteressierten Studenten sich dafür zu begeistern und an diesem Gerät zu experimentieren und zu probieren. Sie waren wohl die ersten Menschen, die mit einem Computer herumspielten und ihn für Dinge benutzten, für die er eigentlich nicht vorgesehen war (etwa zum Musikmachen oder zum Lösen mathematischer Hausaufgaben ).

Dieser spielerische und respektlose Umgang mit der Heiligen Kuh High-Tech dürfte eines der maßgeblichen Merkmale bei der (Selbst-)Definition eines Hackers sein. Das System verstehen lernen, um es zu beherrschen. Negative Alternative wäre, sich aus Unkenntnis vom System beherrschen zu lassen, ohne Einfluß nehmen zu können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der freie Zugang zu Daten und Rechnern, soweit sie nicht persönlicher Natur oder aus sonstigen Gründen schützenswert sind. Mehr dazu findet sich an späterer Stelle unter dem Thema Datenfreiheit.

Intellektuelle Basis der Hacker-Subkultur bilden technikdurchsetzte Kinofilme und Fernsehserien ebenso wie die Science Fiction & Fantasy-Literatur, Comics und Satire. Star Trek und Star Wars, hierzulande als Raumschiff Enterprise und Krieg der Sterne bekannt, fließen zusammen mit Sesam Street und Monty Python, dem Zauberer von Oz und Alice im Wunderland, theoretisch physikalischen Werken wie Eine kurze Geschichte der Zeit (von Stephen W. Hawking) und dem abstrakt mathematischen Gödel Escher Bach (von Douglas R. Hofstadter). Sie vermengen sich in kodiertem Milieujargon und finden ihren Ausdruck neben der romantischen Legendenverarbeitung (durch die Glorifizierung vergangener Tage und Persönlichkeiten und des Hacker-Latein) im lediglich intern dechiffrierbarem Szenehumor. Heroisierte Selbstdarstellung schlägt sich seinerseits rückwirkend in der literarischen Richtung des Cyberpunk (Menschen verbinden sich über einen Stecker am Kopf mit Computern und betreten so die virtuellen Welten, über die sie bisher lediglich per Tastatur und Monitor verbunden waren) und in Science Fiction-Klassikern wie Der Schockwellenreiter von John Brunner ("Dies ist die Geschichte des 'Superhackers Nick, der jeden Code zu knacken vermag und seine elektronischen Bandwürmer auf Regierungscomputer losläßt, bis die Mächtigen keinen anderen Ausweg mehr sehen, als ihn militärisch zu vernichten." ) nieder.

Einige Beispiele aus dem Hackerslang :
Begriffe bekommen eine neue Bedeutung oder werden sinnverwandt gebraucht: Computer stürzen ab, Daten werden gesaugt, Programme haben Bugs. Das Unfaßbare, die virtuelle Welt der Programme und Daten und das wundersame auf elektrischem Strom basierende Arbeiten des Computers wird sinnlich greifbar zu machen versucht. Der abstürzende Computer bleibt natürlich auf dem Tisch stehen, arbeitet aber nicht mehr korrekt und die gesaugten Daten wurden per Datenfernübertragung übermittelt, was sich aber wesentlich schlechter vorstellen läßt. Bugs sind Käfer, die sich üblicherweise dort eingenistet haben, wo ein unerklärliches Fehlverhalten in der Software auftritt. Sie könnten auch Sündenböcke heißen.

Die Techniksprache:
Die Computerfachsprache ist in den Hackerslang selbstverständlich integriert, erweitert um (pseudo-)wissenschaftliche Techspeak. Beamen (eine Fortbewegungsart in der Fernsehserie Star Trek) bezeichnet beispielsweise eine Datenübertragung.

Wortspielereien:
Automagically (automagisch) anstelle von automatisch, die Häckse ist der weibliche Pendant zum Hacker und die Netikette die Verhaltensvorschläge im Netzbetrieb. Der spielerische Umgang scheint sich nicht nur auf Computer zu beschränken, eine regelrechte intellektuelle Umweltformung wird vorgenommen. Nachrichten werden nicht selten regelrecht mit Regieanweisungen belegt, an passender Stelle kommt ein Flame on: (Schimpfen an) oder Ironie on:, dann ein derartig formulierter Textteil, der mit Flame off: bzw. Ironie off: wieder beendet wird.

Abkürzungen:
Kryptisch wie eine Geheimsprache sind die gebräuchlichen Abkürzungen. Teilweise aus diesem Grunde mögen sie entstanden sein, manche auch aus Bequemlichkeit beim Tippen, andere kommen aus dem CB-Funk. CU heißt See You, CUL8ER dementsprechend See You Later. RTFM steht für Read the Fucking Manual, ein bei Fragen oftmals gegebener Hinweise auf das Originalhandbuch, das bei raubkopierter Software natürlich nicht mitgeliefert wird und beim gekauften Programm üblicherweise ungelesen im Schrank verschwindet.

Vergessen werden sollte jedoch nicht, daß sich nicht unbedingt jeder Benutzer diesem Hacker-Typus angenähert fühlt, auch nicht jeder Motorradbegeisterte tritt ja als Easy Rider auf. Beschrieben worden ist vielmehr ein Milieuhintergrund, der ständig in den Alltag der Mailboxumwelt einfließt. Viele Mailboxbenutzer betreiben diese Art der Kommunikation sicherlich aus rein pragmatischen Gründen der Erreichbarkeit und des Vorteils schneller Informationsbeschaffung wegen. Anderen ist das Medium selbst Grund genügend zur Teilhabe, wieder andere schnuppern möglicherweise den Duft der weiten Welt beim Durchqueren imaginärer Netzwelten und schließlich mag es auch diejenigen geben, die sich mit Computern leichter tun als mit ihren Freunden und Bekannten und deshalb eine solche soziale Gemeinschaft einer anderen vorziehen.

Der neue Analphabetismus


Der Computer als extrem komplexes Werkzeug ist mit der Aura des Unverständnis verschleiert. Viele Personen lehnen Computer ab oder fürchten sie, weil sie ihnen fremd sind und oft nur mit konkreten Drohungen (zum Beispiel dem Verlust des Arbeitsplatzes) lassen sich diese Menschen dazu bewegen, sich mit der neuen Technologie zu beschäftigen.
Ein Benutzer, der selbständig mit seinem Computersystem arbeitet, es an seine Bedürfnisse anpassen und geringfügige Fehler beheben kann, ist ein Experte. Wer nicht über diese Kenntnisse verfügt, bleibt ein ahnungsloser Anwender und bei Störungen im Arbeitsablauf auf einen Profi angewiesen. Dazu kommt beim Laien die fehlende Übersicht über die Möglichkeiten, die der Computer bietet (dies beginnt schon bei der Übersicht über den Markt der angebotenen Programme und deren Leistungsmerkmale) und der Risiken, die sich in ihm verbergen (angefangen bei der Datenunsicherheit einer Festplatte oder Diskette, die zum Verlust von nicht mehrfach gesicherten Daten führen kann).
Der fachlich Versierte wiederum verschleiert nur allzu oft seine Kompetenz in befremdlichen Sprachgebilden, sei es, um die ihm dadurch gegebene Machtposition dem Unwissenden gegenüber aufrecht zu erhalten oder einfach, weil es ihm an simplen Darstellungsmöglichkeiten mangelt.

Wer den Computer beherrscht, ist im Vorteil, und nicht nur bei der Arbeitsplatzsuche. Je mehr Information und Informationsbeschaffung von den herkömmlichen Quellen auf das neue Computermedium umgestellt wird, um so deutlicher bildet sich ein digitaler Analphabetismus heraus . Wurde im Verlauf der Verbreitung der Buchdruckerkunst durch Erlangung der Lesefähigkeit der Zugang zum Wissen für alle ermöglicht und dadurch die Voraussetzung für die modernen Gesellschaftssysteme geschaffen , schließen sich diese Quellen gleichsam mit dem Umstieg auf ein Medium, auf das große Teile der Bevölkerung derzeit keinen Zugang haben oder denen die Kompetenz zur Bedienung fehlt.
Studierende und Wissenschaftler, Intellektuelle und Bessergestellte, allesamt Mitglieder einer Elite mit Zugriff auf High-Tech-Potential und entsprechender Ausbildung, sie bilden nicht alleine die Bevölkerung eines Staates. Ihnen aber bleibt es vorbehalten, einen neuen Elfenbeinturm in einer Zweiklassengesellschaft zu bevölkern, in der nur diejenigen auf Information, der Handelsware der Dienstleistungsgesellschaft, zugreifen können, die es sich leisten können. Ein Blick über die Grenzen offenbart, das große Teile der Dritten Welt nicht einmal über ausreichende Telefonvernetzung verfügen und damit schon technisch von der Computervernetzung ausgeschlossen sind.

Der Netzalltag in Zahlen


Das Z-Netz kann als privates Netz mit leichten Einflüssen von Bürgergruppen und Initiativen, einer recht demokratischen Verwaltungsstruktur und einem parallel verschickten linken politischen Netz, dem CL-Netz, mit gutem Recht als eines der anspruchsvollen Netze in der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet werden. Auszüge aus einer internen Statistik sollen ein wenig deutlich machen, wo die Schwerpunkte des Netzbetriebs liegen und welche der 156 (im Anhang aufgelisteten) Bretter den größten Zuspruch erfahren.

Die 20 Bretter mit den meisten Nachrichten im Juni 1993 waren:
1.   1671 Nachrichten (  8.80 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/ALLGEMEIN
2.    887 Nachrichten (  4.67 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/HARDWARE
3.    884 Nachrichten (  4.66 %) : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ELEKTRONIK
4.    613 Nachrichten (  3.23 %) : /Z-NETZ/KOORDINATION/DISKURS
5.    603 Nachrichten (  3.18 %) : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/ALLGEMEIN
6.    543 Nachrichten (  2.86 %) : /Z-NETZ/FREIZEIT/MUSIK
7.    541 Nachrichten (  2.85 %) : /Z-NETZ/MITEINANDER/KONTAKTE
8.    541 Nachrichten (  2.85 %) : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/HARDWARE
9.    530 Nachrichten (  2.79 %) : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ALLGEMEIN
10.   525 Nachrichten (  2.76 %) : /Z-NETZ/FORUM/NEWS
11.   515 Nachrichten (  2.71 %) : /Z-NETZ/FORUM/FRAGEN+ANTWORTEN
12.   449 Nachrichten (  2.36 %) : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/OS2
13.   407 Nachrichten (  2.14 %) : /Z-NETZ/FREIZEIT/TV
14.   381 Nachrichten (  2.01 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/PROGRAMMIEREN
15.   357 Nachrichten (  1.88 %) : /Z-NETZ/KOORDINATION/USER+SYSOPS
16.   353 Nachrichten (  1.86 %) : /Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK
17.   340 Nachrichten (  1.79 %) : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/SUCHE/ELEKTRONIK
18.   336 Nachrichten (  1.77 %) : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/SUCHE/ALLGEMEIN
19.   329 Nachrichten (  1.73 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/SPIELE
20.   324 Nachrichten (  1.71 %) : /Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/ALLGEMEIN

Innerhalb der aktivsten 20 Bretter nehmen diejenigen mit Bezug zur Computerthematik (hier kursiv dargestellt) einen weiten Raum ein. Ziemlich genau ein Drittel der 156 Bretter im Z-Netz beschäftigen sich direkt mit Computern und deren Programmierung und Anwendung. Und dies, obwohl das Z-Netz nicht ausdrücklich als Computerfreak-Netz gilt. Jedoch darf nicht vergessen werden, daß ein Großteil der gesellschaftlichen Diskussion im CL-Netz ausgelagert ist. Andererseits ist aber auch ein Teil der computerbezogenen Bretter in andere Netze ausgelagert worden. Weiten Zuspruch finden zudem die Suche- und Biete-Bretter der Fundgrube, eine Art Flohmarkt im Netz, sowie insbesondere das Brett /KONTAKTE/MITEINANDER, das den Kontakt- und Grußanzeigen lokaler Stadtmagazine entsprechen dürfte. Im Brett /KOORDINATION/DISKURS, zu dem lediglich die Mailboxbetreiber Zutritt haben, werden Fragen des Netzbetriebs diskutiert, scheinbar sehr intensiv mit immerhin 613 Nachrichten innerhalb von 30 Tagen. Hier nun eine Auflistung des Datenaufkommens in den einzelnen Brettern. Ansonsten läßt sich feststellen, daß das Interesse an allgemeiner Diskussion, hier in den Brettern /FORUM/DISKUSSION/ALLGEMEIN und /FORUM/DISKUSSION/POLITIK zu finden, besteht.

Die 20 Bretter mit dem größten Datenaufkommen in Juni 1993 waren:
1.    2045163 Bytes (  8.35 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/ALLGEMEIN
2.    1011474 Bytes (  4.13 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/HARDWARE
3.     936987 Bytes (  3.83 %) : /Z-NETZ/KOORDINATION/DISKURS
4.     928719 Bytes (  3.79 %) : /Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK
5.     855523 Bytes (  3.49 %) : /Z-NETZ/FORUM/NEWS
6.     835297 Bytes (  3.41 %) : /Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/ALLGEMEIN
7.     711902 Bytes (  2.91 %) : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/ALLGEMEIN
8.     642669 Bytes (  2.62 %) : /Z-NETZ/FREIZEIT/MUSIK
9.     633644 Bytes (  2.59 %) : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ELEKTRONIK
10.    545428 Bytes (  2.23 %) : /Z-NETZ/MITEINANDER/KONTAKTE
11.    525075 Bytes (  2.14 %) : /Z-NETZ/FORUM/NETZWESEN
12.    517467 Bytes (  2.11 %) : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/HARDWARE
13.    514849 Bytes (  2.10 %) : /Z-NETZ/FREIZEIT/TV
14.    500604 Bytes (  2.04 %) : /Z-NETZ/KOORDINATION/USER+SYSOPS
15.    491048 Bytes (  2.01 %) : /Z-NETZ/FORUM/FRAGEN+ANTWORTEN
16.    480069 Bytes (  1.96 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/PROGRAMMIEREN
17.    471379 Bytes (  1.92 %) : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ALLGEMEIN
18.    455156 Bytes (  1.86 %) : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/OS2
19.    454749 Bytes (  1.86 %) : /Z-NETZ/TELECOM/ALLGEMEIN
20.    361156 Bytes (  1.47 %) : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/BINAER

Unter Hinzuziehung dieser weiteren Statistik über das Datenaufkommen innerhalb der einzelnen Bretter (ein Byte entspricht einem Zeichen) läßt sich folgendes feststellen: Die Nachrichten in bestimmten Brettern scheinen, so deutet das statistische Mittel an, unterschiedliche thementypische Größen anzunehmen.
Nachrichten lassen sich also feiner definieren. Ausgehend von der Nachrichtengröße und den jeweiligen Zielbrettern wäre dies beispielsweise in Diskussionsnachricht, Informationsnachricht und Frage- oder Antwortnachricht möglich.

Die aktivsten Bretter, nach der durchschnittlichen Nachrichtengröße  sortiert:
1.	2631 Bytes : /Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK
2.	2578 Bytes : /Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/ALLGEMEIN
3.	2125 Bytes : /Z-NETZ/TELECOM/ALLGEMEIN
4.	2756 Bytes : /Z-NETZ/FORUM/NETZWESEN
5.	1630 Bytes : /Z-NETZ/FORUM/NEWS
6.	1529 Bytes : /Z-NETZ/KOORDINATION/DISKURS
7.	1402 Bytes : /Z-NETZ/KOORDINATION/USER+SYSOPS
8.	1265 Bytes : /Z-NETZ/FREIZEIT/TV
9.	1260 Bytes : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/PROGRAMMIEREN
10.	1224 Bytes : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/ALLGEMEIN
11.	1184 Bytes : /Z-NETZ/FREIZEIT/MUSIK
12.	1181 Bytes : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/ALLGEMEIN
13.	1140 Bytes : /Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/HARDWARE
14.	1014 Bytes : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/OS2
15.	1008 Bytes : /Z-NETZ/MITEINANDER/KONTAKTE
16.      967 Bytes : /Z-NETZ/RECHNER/IBM/HARDWARE
17.	 953 Bytes : /Z-NETZ/FORUM/FRAGEN+ANTWORTEN
18.	 889 Bytes : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ALLGEMEIN
19.	 850 Bytes : /Z-NETZ/AMIGA/SPIELE
20.	 717 Bytes : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ELEKTRONIK
21.	 665 Bytes : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/SUCHE/ALLGEMEIN
22.	 493 Bytes : /Z-NETZ/FUNDGRUBE/SUCHE/ELEKTRONIK

Anhand der Durchschnittstabelle läßt sich das folgendermaßen belegen: Diskursive Nachrichten, bestehend aus Kommentaren, Diskussionsbeiträgen und formulieren Meinungen, finden sich in den ersten sieben Brettern ohne Zweifel überwiegend. Beginnend mit dem Brett /FREIZEIT/TV könnte sich das Erscheinungsbild wandeln in Nachrichten informativer Art, also überwiegend gefüllt mit weniger voluminösen Primärinformationen. Am wenigsten Raum nehmen reine Frage- oder Antwortnachrichten ein, die wohl zuerst in großer Zahl im Brett /FORUM/FRAGEN+ANTWORTEN zu finden sind. Die reinste Frageform läßt sich in den /FUNDGRUBE/SUCHE/-Brettern finden, wo im Kleinanzeigenstil geschrieben wird, ebenso in den Angebotsbrettern des /FUNDGRUBE/BIETE. Kurze Nachrichten werden eher gelesen, zur Ausformulierung eigener Meinung wird jedoch viel Platz benötigt. Auf genauere Darstellung soll verzichtet werden, Tatsache ist, daß im politischen CL-Netz die Nachrichtenlängen noch weitaus höher liegen, was daran liegen mag, daß die Autorinnen und Autoren sich wesentlich mehr Zeit bei der Formulierung ihrer Nachrichten nehmen und gleichzeitig davon ausgehen, daß die Leser ihrerseits mehr Zeit für das Studium dieser Nachrichten aufwenden. Wenigst benutztes Brett des Z-Netz im Juni 1993 war übrigens mit einer Nachricht das Brett /BILDUNG/ALLGEMEIN und das leerste Brett im gleichen Zeitraum war mit 170 Bytes (Zeichen) das Brett /WISSENSCHAFT/GEISTESW-SCHAFT. Daraus jedoch ohne genauere Beobachtung Tendenzen ableiten zu wollen, hieße spekulieren.

Interne Rechtsordnung und Netikette


Ein zivilisiertes Miteinander von Menschen bedarf der Definition allgemeiner Grundregeln des Umgangs. Diese können in unterschiedlicher Form vorhanden sein und vermittelt werden, etwa als Gesetz oder als Moral. Die Zunahme der Komplexität der Netzwerk-Strukturen verlangt von den Teilnehmenden ebendiese grundlegenden Bestimmungen. Sie sind in den einzelnen Netzen äußerst unterschiedlich ausgefallen:

Fido-Netz:
Die Verantwortlichkeiten sind hierarchisch strukturiert und basieren auf der Fido Policy, einer Art Gesetzestext . Die einzelne Mailbox im Fido-Netz (der sogenannte Node) wird koordiniert von ihrem Netzkoordinator (NC), der für den Nachrichtentransfer sowie für das Ein- und Austragen von Mailboxen und prinzipiell alle anstehenden Fragen zuständig ist. Der Netzkoordinator kann in einem großen Netz noch sogenannte Hubs als Zwischenebene zur Entlastung seiner Arbeit einfügen. Der Bereich eines Netzes in Fido könnte z.B. ein Bundesland sein. Vorsitz über die einzelnen Netze seines Gebietes hat der Regionalkoordinator (RC), er verwaltet beispielsweise die Region 24, also Deutschland, und hat Befugnisse über alle dortigen Aktivitäten. Für jeweils einen Kontinent zuständig sind die fünf Zonenkoordinatoren (ZC) (Australien und Asien wird zusammen von einer Person verwaltet.) Über all diesem steht als Chef des Fido- Netzes in den USA ein International-Koordinator (IC) mit der obersten Verfügungsgewalt. Dieser IC ist (natürlich) Tom Jennings, der Erfinder des Netzes. Entscheidungen eines Koordinators können durch die nächsthöhere Koordination revidiert werden, ebenso werden die Koordinatoren selbst von der nächsten Ebene ein- und abgesetzt. Dies geschieht mit zwei Ausnahmen: die Regionalkoordinatoren (zuständig für die Länder) wählen absolut mehrheitlich ihren Zonenkoordinator (Kontinent), der wiederum die Regionalkoordinatoren seines Bereichs bestimmt, und die Zonenkoordinatoren wählen absolut mehrheitlich den International-Koordinator aus ihren Reihen.
Eine Veränderung der Policy oder die Abwahl eines Zonenkoordinators ist durch einen "Volksentscheid" (Bezeichnung innerhalb der Fido-Policy) möglich, an dem allerdings nur die Koordinatoren ab der Netzebene (Bundesländer) teilnehmen dürfen. Die Entscheidung, einen Volksentscheid herbeizurufen, bleibt überdies einer Mehrheit der Regionalkoordinatoren (Länder) vorbehalten.
Um welche Mehrheit und welche Regionalkoordinatoren (alle oder nur die eines Kontinentes) es sich handelt und ob die darüber liegenden Ebenen auch einen Volksentscheid ausrufen dürfen, bleibt in der ungenügend präzise formulierten Fido Policy im dunkeln.
Letztendlich läuft die interne Rechtslage im Fido-Netz auf einen Ausschluß der teilnehmenden Mailboxen und deren Betreibern sowie deren Benutzern von der Verwaltung des Netzes hinaus.
Einzelne Bretter können durch einen gewählten Moderator betreut werden und haben üblicherweise Rules, also schriftlich festgelegte Verhaltensregeln (etwa: Die zu wählende Sprache in diesem Brett ist Deutsch).

Z-Netz:
Die Regeln des Z-Netzes sind in der sogenannten Netikette (einem Wortspiel aus Netz und Etikette) festgehalten. Am Z-Netz teilnehmen darf nur diejenige Mailbox, die einen gewissen technischen Standard erfüllt, also bestimmte von der Technischen Koordination des Netzes freigegebene Programme einsetzt . Dies soll verhindern, daß der Netzbetrieb beeinträchtigt wird. Als Z-Netz-Mailbox gilt nur, wer 24 Stunden täglich erreichbar ist und alle Z-Netz-Bretter komplett führt. Andere angeschlossene Systemen gelten als Gast-Box und sind nicht stimmberechtigt. Jeder Mailboxbetreiber einer Z-Netz-Mailbox hat eine Stimme, abgestimmt wird jährlich über die Koordination. Desweiteren wird entschieden über Ein- und Austrag von Brettern (mit einfacher Mehrheit), über die Änderung der Netikette und über ein konstruktives Mißtrauensvotum zur Abwahl der Koordination (beides mit absoluter Mehrheit). Die Wahlstimme der einzelnen Mailbox unterliegt der Entscheidung des Mailboxbetreibers. Diesem "wird empfohlen, die User [also die Benutzer] der Box vor der Stimmabgabe zu hören" .
Die einzelnen Nutzerinnen und Nutzern sind laut Netikette für die von ihnen verfaßten Texte voll verantwortlich, "Beleidigungen, Verleumdungen, Diskriminierung von Minderheiten, sexistische, rassistische und volksverhetzende Texte, Aufrufe zu Straftaten sowie jeglicher Verstoß gegen geltendes Recht werden ebensowenig geduldet wie Reklame in öffentlichen Nachrichten" .
Auf Fehlverhalten folgt eine Verwarnung, wird diese ignoriert, wird weiteres Fehlverhalten mit Ausschluß aus dem Netz quittiert. Sollte der entsprechende Mailboxbetreiber dies verweigern, kann die Koordination nach weiteren Mahnungen den Austrag der Mailbox aus dem Z-Netz fordern.

Internet/Usenet:
In den Regeln für die Einrichtung und Entfernung von Usenet-Gruppen , also Brettern, wird der Umgang mit dem Netz beschrieben. Dazu muß erwähnt werden, daß ein Brett im Usenet einfach dadurch angelegt wird, daß ein Benutzer eine Nachricht an ein noch nicht existierendes Brett adressiert. Alles weitere erledigen die Computer, sie richten neue Bretter automatisch ein. Aus diesem Grund ist ein wenig Disziplin von den Benutzern gefordert, um größeres Chaos zu vermeiden. In der Praxis vollzieht sich die Errichtung eines neuen Brettes folgendermaßen, daß eine Benutzerin oder ein Teilnehmer einen Vorschlag bezüglich des neuen Brettes macht, dann eine Diskussionsphase abwartet und nach dieser wird in einem ausschließlich dafür zur Verfügung stehenden Brett zur Abstimmung aufgerufen. Jeder Teilnehmer hat eine Stimme. Angenommen ist der Brettvorschlag, wenn mindestens 2/3 der abgegebenen Stimmen dafür sind und mindesten 30 Stimmen eingetroffen sind. Besonderes gilt zudem für einen Teil der Bretter (die sogenannte alt-Hierarchie), die nicht auf allen Systemen verteilt werden: Diese können ohne Wahl von jedermann eingetragen werden. Lediglich eine Anfrage, ob Einwände gegen das neue Brett bestehen, soll vorher öffentlich gestellt und abgewartet werden.
Obwohl Internet mit Abstand die meisten Benutzenden und die komplexeste Struktur aufweist, sind gerade hier die an den Einzelnen gestellten Regeln vergleichsweise gering. In der internen Netiquette stehen lediglich gutgemeinte Ratschläge ("Vergiß niemals, daß auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!", "Fasse Dich kurz!" ), Die einzelnen Betreiber handeln selbständig: "An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß kein Netzteilnehmer oder Sysadmin [Systemadministrator=Betreiber] in irgend einer Weise an die ''Beschlüsse' des Netz gebunden ist: ob eine Gruppe [ein Brett] eingerichtet wird oder nicht, ob eine Gruppe entfernt wird oder nicht, ob eine Gruppe bezogen wird oder nicht, das ist alles Entscheidung des lokalen newsadmins [ bzw. dessen Vorgesetzten ;-) ]." .

Das Spektrum der Umgangsformen innerhalb der vernetzten Computer reicht also vom anarchischen Prinzip des sich selbst organisierenden Chaos eines Internet über die demokratischen Ansätze im Z-Netz bis zur strengen Reglementierung eines Fido- Netz. Jedoch sind dies nur die theoretischen Vorgaben, der Netzalltag unterscheidet sich davon häufig: Viele Teilnehmer und insbesondere Betreiber lösen Probleme weiterhin auf die ihnen am sinnvollsten scheinende Art oder verbinden sich unbürokratisch an der für sie effektivsten Stelle mit dem Netz. Solange der Netzbetrieb nicht gestört ist, sind selten Beschwerden zu vernehmen. Deutlich zeigt sich, daß trotz verordneter Rules noch ein Raum freier Gestaltung vorherrscht und scheinbar auch keinem Wilden Westen zwangsläufig Netikette vorgeschoben werden müssen. Das Gros der Verfehlungen der Netzbenutzenden ist auf Unkenntnis des komplexen Mediums und nicht auf böse Absicht zurückzuführen.

Original und Fälschung. Wahrhaftigkeit von Nachrichten


Nachrichten innerhalb elektronischer Datensysteme bestehen lediglich aus binär verschlüsselten Zahlencodes. Ein A hat im Standardcomputerzeichensatz ASCII (ASCII = American Standard Code for Information Interchange) den Zahlenwert 65 (binär ist das 1000001), unter dem es im Speicher des Computers zu finden ist. Mühelos kann ein Fachkundiger diesen Wert ändern, vor allen Dingen ohne Spuren zu hinterlassen und ohne daß sich die geänderten Zahlenwerte in irgendeiner Form von echten Daten unterscheiden lassen. Computer erlauben perfekte Fälschung, wie sie auch perfekte Kopien ihrer Daten erlauben, die sich in keinster Weise vom Original unterscheiden.

Daten, die sich innerhalb von Computersystemen befinden oder allgemeiner noch, die in digitaler Form vorhanden sind, können also keinen Dokumentencharakter annehmen, weil ihre Echtheit nicht hinterfragbar ist und sie selbst substantiell nicht vorhanden sind (etwa als Letterabdruck auf Papier). Möglich ist lediglich, daß Transport und Lagerung dieser Daten soweit geschützt wird, daß anzunehmen ist, das die Daten unverändert geblieben sind .

Digitale Nachrichten haben also einen Status, der sie, obwohl schriftlich vorhanden, weniger glaubwürdig erscheinen läßt als mündliche Nachrichten, bei denen wenigstens der Informant als Bezugspunkt herhalten kann.

Der gläserne Mensch


"Die Systembetreuung hat die datenschutzrechtlichen Vorschriften und das Fernmeldegeheimnis zu beachten."
Die Feststellung, daß auf Computer vorhandene Daten technisch eine völlig neuen Form der orwellschen Methode der Datenfälschung erlauben, führt zu einer Reihe weiterer möglicher Problematiken.

Datenfälschung:
Nachrichten, die in Mailboxen und Computernetzen geschrieben und verschickt werden, könnten also wie beschrieben durch einfaches Bearbeiten ihren Zustand, etwa ihre Aussage ändern. In der Praxis der Mailboxanwendung sähe das so aus, daß ein Mailboxbetreiber eine von einem Benutzer geschriebene Nachricht in irgendeiner Form korrigiert, was mit Hilfe einiger Tricks kein Problem für ihn darstellen sollte, schließlich befinden sich die Daten ja auf dem Computer des Betreibers. Es gibt mehrere Wege zur Abhilfe. Am sichersten für den Autor ist es, wenn er den Vertrieb seiner Nachrichten ins Netz selbst vornimmt, sprich, selbst Mailboxbetreiber ist. Sobald eine Nachricht im Netz ist und dort in alle Richtungen weiterkopiert wird, ist sie eigentlich nicht mehr aufzuhalten.
Vorausgesetzt, eine Fälschungstat ist bekannt, läßt sich anhand des Verteilungswegs der gefälschten Nachricht der Täter einfach ermitteln und rechtliche Schritte gegen ihn einleiten.

Datenunterdrückung:
Noch einfacher als das Fälschen wäre das Unterdrücken von Nachrichten, also das Verhindern des Einspeisens ins Netz. Jedoch auch dies wäre eine Holzhammermethode, die in kürzester Zeit entdeckt und der Täter identifiziert wäre.

Datenausspähung:
Absolut nicht nachprüfbar wäre es, wenn der Betreiber einer Mailbox oder eine andere Person in persönlicher Post, also in privaten Nachrichten herumstöbert. Solange es sich um private Mailboxsysteme handelt, stehen dem Benutzer üblicherweise viele mögliche Mailboxen zur Verfügung, bei denen er anrufen und mit denen er arbeiten kann. Er hat die Möglichkeit, einen Betreiber seines Vertrauens auszuwählen, was bei offiziellen oder firmeninternen Computernetzen nicht möglich ist.
In jedem Falle könnte er aber problemlos seine privaten Nachrichten verschlüsseln mit Hilfe eines Chiffrierprogramms.(Etwa mit dem DES-Verfahren Näheres zum Thema Datenverschlüsselung zum Beispiel in Günter Myrell, Daten-Schatten, Seiten 167ff). Der Empfänger der Nachricht muß lediglich über ein ebensolches Programm verfügen und mit dem Absender ein Paßwort vereinbart haben. Derart verschlüsselte Texte sind von Unbefugten nicht mehr zu dechiffrieren.

Personenanalyse:
Ein Mailboxbenutzer hinterläßt viele Spuren während seiner täglichen Arbeit. Anrufzeiten, und -längen werden automatisch mitprotokolliert und die geschriebenen Nachrichten werden im Netz unter einem Namen verschickt, zu dem die geeignete Adresse im Mailboxcomputer abgespeichert ist.
Mit geringem Aufwand läßt sich an jeder Stelle des Netzes erfassen, wann welche Benutzerin oder Teilnehmer in welche Bretter Nachrichten geschickt hat (Das Erstelldatum wird im Nachrichtenkopf gespeichert). Für eine kleine Personenanalyse könnten diese Daten ausreichend sein. Wenn innerhalb des Netzbetriebs Pseudonyme als Benutzernamen zugelassen sind, lagern die dazugehörigen Originaldaten, der Name und die Adresse im Computer der Stamm-Mailbox des Teilnehmers und sind von dort ohne Mitwirkung des Mailboxbetreibers von staatlicher Seite nur mit Hilfe eines richterlichen Hausdurchsuchungsbefehls erreichbar, von kriminellen Elementen beispielsweise durch Erpressung oder Einbruch. Die Gefahr und die Macht der Überwachung ist in privaten Mailboxsystemen relativ gering, da diese erstens nicht in der Art vernetzt sind, daß von überall her auf jeden anderen Computer zugegriffen werden kann und zum zweiten von vielen einzelnen Privatleuten betrieben werden, also keine zentralistischen Befugnisse herrschen. Völlig anders kann dies in Großrechnernetzen aussehen oder zum Beispiel auch an vernetzten Supermarktkassen, an denen bargeldlos bezahlt werden kann. Hier hat ein Fachmann Zugriff auf alle im Netz vorhandenen Daten, gefördert durch mangelhafte Sicherheitseinrichtungen, fehlerhafte Programme oder Schlamperei und Unkenntnis (Das beste Schutzsystem versagt, wenn die Benutzer ihr Paßwort auf einem Zettel am Monitor festkleben).
In welchem Maße heutzutage schon unbefugt spioniert wird, läßt sich nicht einmal erahnen, in Zukunft und mit weiterer Verbreitung digitaler Netze wird sich das Problem noch verschärfen.

Demokratie in Mailboxen


"Ich begnüge mich mit der Feststellung, daß ein wichtiges neuartiges Medium die Diskursstruktur verändert, und zwar indem es bestimmte Anwendungsformen des Intellekts fördert, bestimmte Definitionen von Intelligenz und Weisheit bevorzugt und nach einer bestimmten Art von Inhalten verlangt - kurz, indem es neue Formen von Wahrheit und Wahrheitsäußerung hervorbringt."

Nachrichten, die Botschaften im Medium Mailbox, ähneln sich in frappanter Weise. Gemeint ist nicht der Inhalt sondern die Form: Schriftart und -größe, Anzahl der Zeichen pro Zeile, Format des Nachrichtenkopfes, Ort der Veröffentlichung, all dies ist bei allen Nachrichten identisch. Durch diese formale Minimierung, wie sie ja schon weiter oben unter dem Aspekt des Mißverständnisses beschrieben wurde, gelangt der Inhalt als einzige Variable zu immenser Bedeutung. Wird sich eine Person mit der Nachricht einer anderen auseinandersetzen, so muß sie dies über die inhaltliche Aussage tun (Es sei denn, sie würde die Rechtschreibung bemängeln) . Die textfremden Merkmale, die bei Postman einen fernsehuntauglichen Präsidenten unwählbar machen , sind nicht vorhanden.
Ist der Autor einer Nachricht verheiratet, arbeitslos und hat der studiert? Wie alt ist er, wo wohnt er und handelt es sich überhaupt um einen Autor und nicht viel mehr um eine Autorin? Pseudonyme als Absenderangaben treiben die Uniformität der Nachrichten auf die Spitze. Nicht mehr über die Sicht des Schreibers und seine Darstellung kann mehr diskutiert werden sondern lediglich über eine Aussage ohne definierbare Quelle, Parteibücher und Hautfarben bleiben außen vor. Geschriebenes muß in diesem Medium allerdings diesen Ansprüchen genügen um verstanden und nicht mißgedeutet zu werden.

Zur Gleichheit der Nachrichtenform und der möglichen Anonymität der Schreibenden kommt die Garantie der Veröffentlichung. Jeder Teilnehmende einer Mailbox kann Nachrichten einspeisen, die, solange keine strafrechtlichen Tatbestände erfüllt sind, nicht verhindert werden können. Ins Netz gesendet wird, was der oder die Verfassende für richtig hält (oder auch für falsch hält und in dieser Weise darstellt) und gerne veröffentlicht sehen möchte. Mailboxen können also Verteiler alternativer Informationen sein.

Ist Mailbox ein Medium, daß "einen neuen bestimmten unverwechselbaren Diskurs [begründet], indem es dem Denken, dem individuellen Ausdruck, dem Empfindungsvermögen eine neue Form zur Verfügung stellt." ? Es ist jedenfalls ein Medium, daß dadurch zu Leben erwacht, daß der und die einzelne Benutzende nicht nur konsumiert, sondern mit Selbstverfasstem beiträgt.

Datenfreiheit


Zum Selbstverständnis der Hacker gehört, daß Daten frei sein sollen. Die Bayrische Hackerpost, (ehemaliges) Zentrum der süddeutschen Szene formuliert dies so: "Daten von öffentlichem Interesse im Sinne des Presserechts müssen für jeden zugänglich sein. Das gilt insbesondere für Daten und Datenbanken des öffentlichen Lebens und der Politik. Gebühren und Datenübertragungsverfahren sollen so gestaltet sein, daß jeder sich Information auch leisten kann."
Der Ruf nach Freiheit von nichtprivaten Daten erschallt seit den Gründerjahren der Hacker-Kultur; schon die Ur-Hacker, die Studenten am MIT forderten freien Zugriff auf die so faszinierenden Computer des Instituts zum Zwecke der persönlichen Erforschung und Nutzung.
Als Reaktion auf kommerzielle und meist sehr schlechte und teure Computer-Software entstanden Public Domain-Programme (übersetzt etwa: öffentlicher Bereich), Freeware und Shareware. Bei ersteren verzichtet der Programmersteller auf sein Copyright, während das Urheberrecht weiterhin bei ihm liegt. Diese Programme können also uneingeschränkt und kostenlos kopiert und genutzt werden. Freeware definiert sich ähnlich freizügig, wohingegen die Shareware kostenlos kopiert und getestet werden darf (meist über einen angegebenen Zeitraum hinweg) und bei weiterer Benutzung ein Betrag an den Autor zu zahlen ist. Mit diesem im Vergleich zur kommerziell vertriebenen Software geringen Betrag registriert sich der Benutzer und erwirbt damit das endgültige Nutzungsrecht. Diese Programme haben durch die Verteilmöglichkeiten der Mailboxen und den gemeinsamen Public Domain-Gedanken große Verbreitung gefunden.
Ganz ähnlich verhält es sich mit Artikeln von Mailboxbenutzern. Hier verzichtet der Autor bzw. die Autorin auf ihr Recht der Veröffentlichung, gibt den Text innerhalb des Netzes zur Verbreitung frei und behält lediglich das Urheberrecht. Auch innerhalb des Internet sind große Datenmengen für Unbekannte zugänglich und verfügbar. Ganz anders allerdings sieht es in den staatlichen und kommerziellen Informationsbeständen aus, hier besteht keine Möglichkeit für den Privatmensch, auf Daten zugreifen zu können, nicht einmal auf die eigenen. Allzu oft ist nicht einmal bekannt, was für Daten überhaupt gesammelt und gespeichert werden. Die Forderung zur Datenfreiheit richtet sich also gegen eine undurchschaubare und rechtlich bedenkliche Datensammelei und nicht gegen private, staatliche oder firmeninterne Geheimnisse, die natürlich auch weiterhin nicht für die Öffentlichkeit erreichbar sein sollen.

Nutzer und Nutzen des Mediums


Nach dieser weitgefächerten Betrachtung des Neuen Mediums Mailbox ergibt sich letztendlich die Frage, wie wird es weitergehen? Werden sich Mailboxen als reguläre Informationsquellen und Diskussionsforen etablieren und dort, wo heute einige linke Journalisten recherchieren sich bald Scharen von professionellen Anwendern tummeln? Die Gegenstruktur mit den Gegenexperten und der Gegenöffentlichkeit , für Vereine, Bürgerinitiativen und politisch und ökologisch orientierte Gruppierungen bildet sie inzwischen die Basis ihrer Arbeit und Zusammenarbeit, für den computerunbedarften Normalbürger lediglich Objekt strafrechtlicher Spekulationen. Die Mailboxen haben den Schritt an die Öffentlichkeit bisher nicht vollziehen können und wo nicht lokales Engagement oder kommerzielles Interesse aufflammt, bleiben die Datennetze im Verborgenen. Gewitzte Firmen versorgen indes ihre Außendienstmitarbeiter über die hauseigene Mailbox mit Information und lassen sich die Bestellungen der Vertreter gleich über das Telefonnetz in den Computer schicken. Großbetriebe installieren Mailboxen zur elektronischen Abwicklung des internen Briefverkehrs. Städte und Gemeinden könnten auf billige Weise Informationseinrichtungen schaffen, sogar mit der Möglichkeit der bürgernahen Mecker- und Vorschlagsecke, beidseitige Kommunikation stellt ja für Mailboxen kein Problem dar. Vereinzelt wurde mit BTX experimentiert, jedoch mangels erhöhten Nutzens und gewaltiger Kosten die Projekte wieder eingestellt. Mailboxen bieten die Chance für den zweiten Anlauf. Sie sind unkompliziert, unbürokratisch, preiswert und nur ein Einzelner muß auf die Idee kommen, sie zu errichten. Private Mailboxen können vernetzt sein und Interessierte im Abonnement mit Neuigkeiten versorgen und als weltweiter Briefkasten dienen, ohne Netzanschluß können sie auf regionaler Ebene Zentrum verschiedenster Aktivitäten sein. Computer sind Strukturverstärker , das trifft auch auf ihre Anwendung als Mailbox zu. Lokale Belange lassen sich durch die Mailbox organisieren und die Bürger daran teilhaben.

Würde solch ein Angebot, falls vorhanden, überhaupt genutzt? Kann es ein Medium Mailbox in einer Erlebnisgesellschaft überhaupt in großem Maßstab geben? Die Mailbox als Informationsgeber und Meinungsaustauscher fände in einer derartigen Gesellschaft keinen Platz. Die mit dem Projekt des schönen Lebens beschäftigten Menschen sind nicht an einer Informiertheit interessiert (solange sich Informiertsein selbst nicht allgemein als positiv oder zumindest von einer einflußreichen Erlebnisgruppe als erstrebenswertes Ziel empfunden wird.), die Art der Darbietung als persönlich empfundenes Erlebnis ist von Bedeutung. Hierbei kommen die auf Schrift basierenden Medien nicht gut davon, solange sie nicht Bilderbuchcharakter annehmen. Es gibt keine Bilder in Mailboxen, die für sich selbst sprechen, keine auf die angemessene Stimmung hinweisendes Musikuntermalung und Geräuschkulisse. Der Erlebnisvorgang wird dem Subjekt in Eigenarbeit abverlangt wo andere Medien und Möglichkeiten das Erlebnis in gebrauchsfertigem Zustand liefern.

Mailboxen eröffnen informationswilligen Menschen die Möglichkeit, schneller, günstiger und umfassender informiert zu werden. Sie verbreitern dadurch den information gap , die Wissenskluft zu jenen, die daran nicht interessiert sind. Und das sind in einer Unterhaltungsgesellschaft wie der unsrigen viele.

Anhang:


Liste der Bretter im CL-Netz:

/CL/!VORSCHAU                   :Zusammenfassung von /CL - Material
/CL/!WICHTIG                    :Die Brett- und Systemliste des CL-Netzes
/CL/ADRESSEN/ALLGEMEIN          :Fuer Mitmacher und Mehrwissenwoller
/CL/ADRESSEN/E-MAIL             :Uebers Netz erreichbar
/CL/ADRESSEN/SUCHE              :Wer kann weiterhelfen?
/CL/ADRESSEN/SYSTEMDATEN        :Adressen und Infos der CL-Systeme
/CL/AFRIKA/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/AFRIKA/ALLGEMEIN            :Der Kontinent Afrika
/CL/AFRIKA/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/AKTUELLES+TERMINE           :Tagespolitik, Veranstaltungen etc.
/CL/ANTIFA/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/ANTIFA/ALLGEMEIN            :Breites Buendnis gegen Rechts
/CL/ANTIFA/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/ANTIFA/NEUE_RECHTE          :Neuer Wein in alten Schlaeuchen
/CL/ARTENSCHUTZ/AKTIONEN        :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/ARTENSCHUTZ/ALLGEMEIN       :Vom Aussterben bedroht...
/CL/ARTENSCHUTZ/BEDROHT         :Hier besteht akute Gefahr!
/CL/ARTENSCHUTZ/DISKUSSION      :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/ASIEN/AKTIONEN              :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/ASIEN/ALLGEMEIN             :Der Kontinent Asien
/CL/ASIEN/DISKUSSION            :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/ASIEN/NAHOST                :Von Syrien bis Iran
/CL/ASIEN/OSTASIEN              :Korea, China, Taiwan, Japan...
/CL/ASIEN/SUEDASIEN             :Indien, Pakistan, Afghanistan...
/CL/ASIEN/SUEDOSTASIEN          :Von Thailand bis Vietnam und Indonesien
/CL/ATOM/AKTIONEN               :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/ATOM/AKW                    :Warten auf den GAU
/CL/ATOM/ALLGEMEIN              :Strahlung, Kernkraft, Gegenwehr
/CL/ATOM/DISKUSSION             :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/ATOM/GEWINNUNG              :Abbau und Produktion
/CL/ATOM/MUELL                  :Export bessert die Bilanz!
/CL/ATOM/WAFFEN+TESTS           :Wovon Politiker traeumen
/CL/BEHINDERT/AKTIONEN          :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/BEHINDERT/ALLGEMEIN         :Nur die Gesellschaft ist behindert!
/CL/BEHINDERT/DISKUSSION        :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/BILDUNG/AKTIONEN            :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/BILDUNG/ALLGEMEIN           :Ein-, Aus-, Weiterbildung
/CL/BILDUNG/BERUF               :Der Mensch lernt nie aus
/CL/BILDUNG/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/BILDUNG/HOCHSCHULE          :Hochschulen, Fachhochschulen, Unis
/CL/BILDUNG/SCHULE              :Anpassen oder Aufbegehren?
/CL/BODEN/ALLGEMEIN             :Die Erde, auf der wir leben
/CL/BODEN/ALTLASTEN             :Das Erbe der Industrialisierung
/CL/BODEN/DISKUSSION            :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/BODEN/LANDWIRTSCHAFT        :Bitte ein BIO...
/CL/CHEMIE/ALLGEMEIN            :Echt aetzend: Gase, Stoffe, Fluessigkeit
/CL/CHEMIE/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/CHEMIE/POLITIK              :Parteien, Lobbies, Paragraphen
/CL/CHEMIE/PRODUKTION           :Was es alles gibt
/CL/CHEMIE/STOFFE               :Was ist wie giftig?
/CL/DATENSCHUTZ/AKTIONEN        :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/DATENSCHUTZ/ALLGEMEIN       :Von grossen und kleinen Bruedern
/CL/DATENSCHUTZ/DISKUSSION      :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/DATENSCHUTZ/G10             :Wie schraenke ich ein Grundrecht ein?
/CL/DATENSCHUTZ/ISDN            :Ab jetzt wird mitgeschnitten
/CL/ENERGIE/AKTIONEN            :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/ENERGIE/ALLGEMEIN           :Energiewendekomitee und andere
/CL/ENERGIE/ALTERNATIVEN        :Sonne, Wind, Wasser, Biomasse
/CL/ENERGIE/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/ENERGIE/FOSSILE             :Bei uns kommt der Strom aus der Dose
/CL/ENERGIE/POLITIK             :Regionalisierung statt Monopole!
/CL/ENERGIE/SPAREN              :Licht aus, Hahn zu
/CL/ENERGIE/UMWELTBILANZ        :Aufwand und Ertrag
/CL/EUROPA/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/EUROPA/ALLGEMEIN            :Der Kontinent Europa
/CL/EUROPA/BALKAN               :Von Jugoslawien bis Rum nien
/CL/EUROPA/BALTIKUM             :Lettland, Litauen und Estland
/CL/EUROPA/CR                   :Tschechische Republik
/CL/EUROPA/DEUTSCHLAND          :Um den Schlaf gebracht
/CL/EUROPA/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/EUROPA/EG                   :Die Europaeische Gemeinschaft (EG)
/CL/EUROPA/ITALIEN              :Vom Brenner bis Sizilien
/CL/EUROPA/OESTERREICH          :Felix Austria
/CL/EUROPA/POLEN                :Volksrepublik Polen
/CL/EUROPA/RECHT                :Warten auf den Binnenmarkt
/CL/EUROPA/SR                   :Slowakische Republik
/CL/EUROPA/TUERKEI              :Tuerken und Kurden
/CL/EUROPA/UNGARN               :Ungarische Volksrepublik
/CL/FLUECHTLINGE/AKTIONEN       :Wanderungsbewegungen, Exil und Asyl
/CL/FLUECHTLINGE/ALLGEMEIN      :Wanderungsbewegungen, Exil und Asyl
/CL/FLUECHTLINGE/DISKUSSION     :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/FRAUEN/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/FRAUEN/ALLGEMEIN            :Kochrezepte bitte ins Brett Maenner ;-)
/CL/FRAUEN/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/FRAUEN/ONLY                 :Maenner bleiben hier aussen vor.
/CL/FREIE_LIEBE/HETERO          :Erotisches zwischen Frauen und Maennern
/CL/FREIE_LIEBE/LESBEN          :Frauen lieben Frauen
/CL/FREIE_LIEBE/SCHWULE         :Power to the gays
/CL/FRIEDEN/AKTIONEN            :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/FRIEDEN/ALLGEMEIN           :Wir haben nur eine Welt!
/CL/FRIEDEN/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/FRIEDEN/KDV                 :Kriegsdienst verweigern
/CL/FRIEDEN/RUESTUNG            :Petting statt Pershing
/CL/GENTECHNIK/AKTIONEN         :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/GENTECHNIK/ALLGEMEIN        :... und sie spielen Schoepfung
/CL/GENTECHNIK/DISKUSSION       :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/GENTECHNIK/FREILAND         :Genetische Freilandversuche
/CL/GENTECHNIK/MEDIZIN          :Heilen und Heilloses
/CL/GENTECHNIK/POLITIK          :Parteien, Lobbies, Paragraphen
/CL/GESCHICHTE/ALLGEMEIN        :Naeher, als du denkst
/CL/GESCHICHTE/DISKUSSION       :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/GESUNDHEIT/AIDS             :Tatsachen und Ideologien einer Krankheit
/CL/GESUNDHEIT/ALLGEMEIN        :Goetter in Weiss und andere Krankheiten
/CL/GESUNDHEIT/DISKUSSION       :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/GEWERKSCHAFTEN/AKTIONEN	:Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/GEWERKSCHAFTEN/ALLGEMEIN	:Andere Gewerkschaften
/CL/GEWERKSCHAFTEN/DISKUSSION	:Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/GEWERKSCHAFTEN/IG_MEDIEN	:Die Gewerkschaft IG Medien
/CL/GRUPPEN/AI                  :amnesty international
/CL/GRUPPEN/APC                 :Association for progressive communication
/CL/GRUPPEN/BUENDNIS90          :Buendnis 90
/CL/GRUPPEN/BUND                :Bund fuer Umwelt und Naturschutz
/CL/GRUPPEN/NABU                :Verband Naturschutzbund Deutschland
/CL/GRUPPEN/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/GRUPPEN/DKP                 :Deutsche Kommunistische Partei
/CL/GRUPPEN/GEWERKSCHAFTEN 	:DGB, DAG, CGB, DBB
/CL/GRUPPEN/GREENPEACE          :Greenpeace Deutschland
/CL/GRUPPEN/GRUENE              :Die Gruenen
/CL/GRUPPEN/GRUENE_JUGEND       :Die gruene Spielwiese
/CL/GRUPPEN/JUNGDEMOKRATEN	:JungdemokratInnen und Jungdemokraten
/CL/GRUPPEN/LIGA                :Gruene Liga
/CL/GRUPPEN/NEUES_FORUM         :Neues Forum
/CL/GRUPPEN/OEKOLI              :Die oekologische Linke
/CL/GRUPPEN/PDS                 :Partei des demokratischen Sozialismus
/CL/GRUPPEN/SOFO                :Sozialistisches Forum
/CL/GRUPPEN/SONSTIGE            :Homosexuellen-Interessenvertretung VV74
/CL/GUS/AKTIONEN                :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/GUS/ALLGEMEIN               :Ein Staatenbund -- zwei Kontinente
/CL/GUS/DISKUSSION              :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/JUGENDPRESSE/AKTIONEN       :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/JUGENDPRESSE/ALLGEMEIN  	:Die Direktoren das Fuerchten lehren
/CL/JUGENDPRESSE/DISKUSSION 	:Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/JUGENDPRESSE/KONTAKTE       :Pressestammtisch & Recherche
/CL/JUGENDPRESSE/PUBLIKATIONEN	:Texte, Texte, Texte
/CL/JUGENDPRESSE/ZENSUR        	:Wer zensiert, hat Angst!
/CL/KAMPAGNE_92/AKTIONEN        :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/KAMPAGNE_92/ALLGEMEIN       :Weltwirtschaftsgipfel '92
/CL/KAMPAGNE_92/DISKUSSION      :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/KINDER/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/KINDER/ALLGEMEIN            :Von Kindern und ueber Kinder
/CL/KINDER/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/KLIMA/AKTIONEN              :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/KLIMA/ALLGEMEIN             :Tropisch bis Polar
/CL/KLIMA/DISKUSSION            :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/KLIMA/INTERNATIONAL         :Nicht nur hier...
/CL/KLIMA/OZONSCHICHT           :FCKW - nee!
/CL/KLIMA/TROPENWALD            :Die Lunge der Erde
/CL/KOMMUNALPOLITIK/AKTIONEN	:Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/KOMMUNALPOLITIK/ALLGEMEIN	:Von Flensburg bis Freilassing
/CL/KOMMUNALPOLITIK/DISKUSSION	:Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/KOMMUNALPOLITIK/KONZEPTE  	:Nicht den Politikern ueberlassen!
/CL/KONTAKTE                    :Gesucht und gefunden: Jobs, Ideen...
/CL/KOORDINATION/DISKURS        :Quot homines, tot sententiae
/CL/KOORDINATION/EINSTELLUNGEN  :Sapienti sat est !
/CL/KOORDINATION/SYSTEMINFO     :Quis leget haec ?
/CL/KOORDINATION/USER+SYSOPS    :Qui tacet, consentire videtur.
/CL/KOORDINATION/WAHLURNE       :Die Wahlen im /CL
/CL/KULTUR/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/KULTUR/ALLGEMEIN            :Ich will Gesang, will Spiel und Tanz...
/CL/KULTUR/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/KULTUR/MUSIK                :ACDC, Beethoven, ... , Zappa
/CL/KULTUR/POLITIK              :Parteien, Lobbies, Paragraphen
/CL/KULTUR/SPORT                :Flugblattweitwurf und Dauerdemonstrieren
/CL/KULTUR/SZENE                :Kleinkunst bis Open Air
/CL/KULTUR/TEXTE                :Prosa & Poesie
/CL/MAENNER/AKTIONEN            :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/MAENNER/ALLGEMEIN           :Chauviesprueche ins Brett Frauen ;-)
/CL/MAENNER/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/MAGAZINE/ANNA               :Andere Nachrichten aus Wien (read only)
/CL/MAGAZINE/DISKUSSION         :Diskussion zu den Inhalten der Magazine
/CL/MAGAZINE/MIK                :Das MIK-Magazin aus Hamburg (read-only)
/CL/MAGAZINE/RBI                :Der Rundbrief Innenpolitik (read only)
/CL/MAGAZINE/STACHEL            : 
/CL/MAGAZINE/TELEGRAPH          :Der Telegraph aus Berlin
/CL/MEDIEN/ALLGEMEIN            :The medium is the message
/CL/MEDIEN/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/MEDIEN/FUNK                 :Voelker hoert die Signale!
/CL/MEDIEN/TEXT                 :Freie und weniger freie Presse
/CL/MEDIEN/VERNETZUNG           :Mehr oder weniger alternative Datennetze
/CL/MENSCHENRECHTE/AFRIKA       :Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/AKTIONEN	:Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/MENSCHENRECHTE/ALLGEMEIN    :JedeR soll leben koennen
/CL/MENSCHENRECHTE/ASIEN      	:Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/DISKUSSION   :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/MENSCHENRECHTE/EUROPA       :Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/GUS          :Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/MITTELAMERIKA:Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/NAHOST       :Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/NORDAMERIKA 	:Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/OZEANIEN    	:Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/SUEDAMERIKA 	:Zur Lage
/CL/MENSCHENRECHTE/UNHR         :Diskussion im Vorfeld der UNHR
/CL/MITTELAMERIKA/AKTIONEN      :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/MITTELAMERIKA/ALLGEMEIN  	:Der Kontinent Mittelamerika
/CL/MITTELAMERIKA/DISKUSSION  	:Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/MITTELAMERIKA/EL_SALVADOR   :Republica de El Salvador
/CL/MITTELAMERIKA/NICARAGUA     :Republica de Nicaragua
/CL/MUELL/AKTIONEN              :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/MUELL/ALLGEMEIN             :Aller Dreck dieser Erde
/CL/MUELL/DEPONIE               :Nicht vor meiner Tuere!
/CL/MUELL/DISKUSSION            :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/MUELL/EXPORT                :In Sibirien ist noch Platz!
/CL/MUELL/GRUENER_PUNKT         :Das Duale System
/CL/MUELL/SONDERMUELL           :Was bleibt...
/CL/MUELL/VERBRENNUNG           :Probleme und Loesungen
/CL/MUELL/VERMEIDUNG            :Das bessere Muellkonzept
/CL/NORDAMERIKA/AKTIONEN        :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/NORDAMERIKA/ALLGEMEIN       :Der Kontinent Nordamerika
/CL/NORDAMERIKA/DISKUSSION   	:Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/OZEANIEN/AKTIONEN           :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/OZEANIEN/ALLGEMEIN          :Australien und die Inselwelt
/CL/OZEANIEN/DISKUSSION         :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/OZEANIEN/POLARGEBIETE       :Nord- und Suedpol
/CL/PRESSE/DISKUSSION           :Kommentare bitte nur hier hinein ...
/CL/PRESSE/KNOW-HOW             :Pressemitteilung - aber wie ?
/CL/PRESSE/PUB                  :Freie Journalisten in Datennetzen
/CL/PRESSE/TICKER               :Der alternative Presseticker im CL-Netz
/CL/RECHT/ALLGEMEIN             :Denn was Recht ist, muss LINKS bleiben
/CL/RECHT/DISKUSSION            :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/RECHT/UMWELT                :Wer Recht hat, stirbt trotzdem
/CL/RELIGIONEN/ALLGEMEIN        :Wer's glaubt, wird selig...
/CL/RELIGIONEN/CHRISTEN         :Oekumene, konziliarer Prozess...
/CL/RELIGIONEN/DISKUSSION       :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/RELIGIONEN/JUDEN            :Alternative zum Christentum
/CL/SOZIALES/AKTIONEN           :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/SOZIALES/ALLGEMEIN          :Soziale Netze, Sex und Lebensglueck
/CL/SOZIALES/DISKUSSION         :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/SOZIALES/JUGENDARBEIT       :Offene und weniger offene Jugendarbeit
/CL/SOZIALES/AFG_BSHG           :Arbeitsfoerderungs- und Bundessozialhilfegesetz
/CL/SOZIALES/SCHULDNER          :Schuldnerberatung
/CL/SOZIALES/SUCHT              :Alkohol, Medikamente, Haschisch, Kokain
/CL/SOZIALES/WOHNEN             :Friede den Huetten! Krieg den Palaesten!
/CL/SOZIALISMUS/AKTIONEN        :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/SOZIALISMUS/ALLGEMEIN       :Zum Verhaeltnis von Theorie und Praxis
/CL/SOZIALISMUS/DISKUSSION      :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/SOZIALISMUS/THEORIE         :Von den Klassikern bis heute
/CL/SUEDAMERIKA/AKTIONEN        :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/SUEDAMERIKA/ALLGEMEIN       :Der Kontinent Suedamerika
/CL/SUEDAMERIKA/DISKUSSION      :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/TECHNIK/ALLGEMEIN           :Ueber den Computer hinaus
/CL/TECHNIK/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/TECHNIK/FOLGEN              :Technik - Folgenabschaetzung
/CL/UMWELT/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/UMWELT/ALLGEMEIN            :Damit man alles schoen giftig kriegt
/CL/UMWELT/BERATUNG             :Fragen und Antworten
/CL/UMWELT/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/UMWELT/EG                   :Ein EG-weites Problem
/CL/UMWELT/LAERM                :Eine Form von Umweltverschmutzung
/CL/UMWELT/LUFTVERSCHMUTZUNG    :Mir stinkt's!
/CL/UMWELT/PFLANZEN             :Alles, was blueht, waechst und gedeiht
/CL/UMWELT/POLITIK              :Parteien, Lobbies, Paragraphen
/CL/UMWELT/PUBLIKATIONEN       	:Gruene und graue Literatur
/CL/UMWELT/TIERE                :Alles was kreucht und fleucht
/CL/UMWELT/WALD                 :Waldsterben verboten!
/CL/USERFORUM/HANDBUECHER    	:Bedienungsanleitungen der CL-Systeme
/CL/USERFORUM/HILFE             :So funktioniert's!
/CL/USERFORUM/VORSCHLAEGE       :Wie es euch gefaellt...
/CL/UTOPIEN/ALLGEMEIN           :Science & Fiction
/CL/UTOPIEN/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/VERKEHR/AKTIONEN            :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/VERKEHR/ALLGEMEIN           :Strasse, Schiene, Wasser, Luft
/CL/VERKEHR/DISKUSSION          :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/WASSER/AKTIONEN             :Was laeuft: Aufrufe und Aktionen
/CL/WASSER/ALLGEMEIN            :Nass und sauber soll es sein
/CL/WASSER/AQUADATA             :Schulprojekt zum Wasserschutz Aquadata
/CL/WASSER/DISKUSSION           :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/WASSER/MEERESSCHUTZ         :Endstation fuer den Dreck
/CL/WIRTSCHAFT/ALLGEMEIN        :Kapitalismus, Sozialismus, Demokratie
/CL/WIRTSCHAFT/ARBEIT           :Alle Raeder stehen still...
/CL/WIRTSCHAFT/BRANCHEN         :Industrie, Landwirtschaft, Handel
/CL/WIRTSCHAFT/DISKUSSION       :Forum fuer Meinung und Kommentar
/CL/WIRTSCHAFT/GELD             :Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie
/CL/WIRTSCHAFT/POLITIK          :Ein Gespenst geht um...
/CL/WIRTSCHAFT/STEUERN          :Kohle fuer den Staat
/CL/WIRTSCHAFT/VERBRAUCHER   	:Lasst euch nicht verkohlen



Liste der Bretter im Z-Netz: 



/Z-NETZ/!WICHTIG                     
/Z-NETZ/TEST
/Z-NETZ/BILDUNG/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/BILDUNG/SCHULE
/Z-NETZ/BILDUNG/UNI
/Z-NETZ/DATENSCHUTZ/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/DATENSCHUTZ/G10
/Z-NETZ/DATENSCHUTZ/SPIONAGE
/Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/AKTUELLES
/Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/POLITIK
/Z-NETZ/FORUM/DISKUSSION/PHILOSOPHIE
/Z-NETZ/FORUM/FRAGEN+ANTWORTEN
/Z-NETZ/FORUM/KRISEN
/Z-NETZ/FORUM/NETZWESEN
/Z-NETZ/FORUM/NEWS
/Z-NETZ/FORUM/RELIGION
/Z-NETZ/FORUM/UMWELTSCHUTZ
/Z-NETZ/FORUM/VERBRAUCHERTIPS
/Z-NETZ/FORUM/VERKEHR
/Z-NETZ/FREIZEIT/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/FREIZEIT/FILME
/Z-NETZ/FREIZEIT/FOTO
/Z-NETZ/FREIZEIT/MOTORRAD
/Z-NETZ/FREIZEIT/MUSIK
/Z-NETZ/FREIZEIT/SPIELE
/Z-NETZ/FREIZEIT/SPORT/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/FREIZEIT/SPORT/FUSSBALL
/Z-NETZ/FREIZEIT/TIERE
/Z-NETZ/FREIZEIT/TV
/Z-NETZ/FREIZEIT/URLAUB
/Z-NETZ/FREIZEIT/VIDEO
/Z-NETZ/FREIZEIT/ZEITSCHRIFTEN
/Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/FUNDGRUBE/BIETE/ELEKTRONIK
/Z-NETZ/FUNDGRUBE/SUCHE/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/FUNDGRUBE/SUCHE/ELEKTRONIK
/Z-NETZ/FUNDGRUBE/WOHNRAUM
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/AIDS
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/DISKUSSION
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/DROGEN
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/FORSCHUNG
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/KRANKHEITEN
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/PHARMAKA
/Z-NETZ/GESUNDHEIT/TIPS
/Z-NETZ/INTERN/SYSOP-DEAL              
/Z-NETZ/INTERN/SYSTEMDATEN        
/Z-NETZ/INTERN/TIPS+TRICKS              
/Z-NETZ/INTERN/TOOLS                  
/Z-NETZ/JURA
/Z-NETZ/KOORDINATION/DISKURS             
/Z-NETZ/KOORDINATION/EINSTELLUNGEN       
/Z-NETZ/KOORDINATION/MELDUNGEN           
/Z-NETZ/KOORDINATION/SYSTEMINFO          
/Z-NETZ/KOORDINATION/T-NETZ              
/Z-NETZ/KOORDINATION/TECHNIK/ALLGEMEIN   
/Z-NETZ/KOORDINATION/TECHNIK/POLLDOCS    
/Z-NETZ/KOORDINATION/USER+SYSOPS         
/Z-NETZ/KOORDINATION/WAHLURNE            
/Z-NETZ/LITERATUR/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/LITERATUR/SCIENCE-FICTION
/Z-NETZ/MAGAZINE/ALLGEMEIN               
/Z-NETZ/MAGAZINE/CHALISTI                
/Z-NETZ/MAGAZINE/FAIRKEHR                
/Z-NETZ/MAGAZINE/GEHEIM                  
/Z-NETZ/MAGAZINE/MUSIKSPATZ              
/Z-NETZ/MAGAZINE/SATNEWS                 
/Z-NETZ/MAGAZINE/SOZ                     
/Z-NETZ/MAGAZINE/TRIEBWAGEN              
/Z-NETZ/MAGAZINE/VAMP                    
/Z-NETZ/MITEINANDER/FAHREN
/Z-NETZ/MITEINANDER/KONTAKTE
/Z-NETZ/MITEINANDER/WOHNEN
/Z-NETZ/RECHNER/CD-ROM
/Z-NETZ/RECHNER/GRAPHIK
/Z-NETZ/RECHNER/HARDWARE
/Z-NETZ/RECHNER/PROGRAMMIEREN
/Z-NETZ/RECHNER/SPIELE
/Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/BINAER
/Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/HARDWARE
/Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/PROGRAMMIEREN
/Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/SOFTWARE
/Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/SPIELE
/Z-NETZ/RECHNER/AMIGA/VIREN
/Z-NETZ/RECHNER/APPLE/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/RECHNER/APPLE/BINAER
/Z-NETZ/RECHNER/APPLE/HARDWARE
/Z-NETZ/RECHNER/APPLE/PROGRAMMIEREN
/Z-NETZ/RECHNER/APPLE/SPIELE
/Z-NETZ/RECHNER/APPLE/VIREN
/Z-NETZ/RECHNER/ATARI/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/RECHNER/ATARI/BINAER
/Z-NETZ/RECHNER/ATARI/HARDWARE
/Z-NETZ/RECHNER/ATARI/PROGRAMMIEREN
/Z-NETZ/RECHNER/ATARI/SPIELE
/Z-NETZ/RECHNER/ATARI/VIREN
/Z-NETZ/RECHNER/C64+C128/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/RECHNER/C64+C128/BINAER
/Z-NETZ/RECHNER/C64+C128/HARDWARE
/Z-NETZ/RECHNER/C64+C128/PROGRAMMIEREN
/Z-NETZ/RECHNER/C64+C128/SPIELE
/Z-NETZ/RECHNER/C64+C128/VIREN
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/BINAER
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/HARDWARE
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/OS2
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/PROGRAMMIEREN
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/SPIELE
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/VIREN
/Z-NETZ/RECHNER/IBM/WINDOWS
/Z-NETZ/RECHNER/UNIX
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/ANMERKUNGEN
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/URTEILE/ALLGEMEIN       
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/URTEILE/ARBEITSRECHT    
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/URTEILE/EDVRECHT        
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/URTEILE/MIETRECHT       
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/URTEILE/REISERECHT      
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/URTEILE/STEUERRECHT     
/Z-NETZ/RECHTSWESEN/URTEILE/VERKEHRSRECHT    
/Z-NETZ/SPRACHEN/ALGORITHMEN
/Z-NETZ/SPRACHEN/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/SPRACHEN/BASIC
/Z-NETZ/SPRACHEN/C
/Z-NETZ/SPRACHEN/DBASE
/Z-NETZ/SPRACHEN/FORTH
/Z-NETZ/SPRACHEN/MODULA
/Z-NETZ/SPRACHEN/OBERON
/Z-NETZ/SPRACHEN/PASCAL
/Z-NETZ/SPRACHEN/REXX
/Z-NETZ/TELECOM/0130
/Z-NETZ/TELECOM/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/TELECOM/AMATEURFUNK
/Z-NETZ/TELECOM/BTX
/Z-NETZ/TELECOM/DATEX
/Z-NETZ/TELECOM/FAX
/Z-NETZ/TELECOM/FRAGEN+ANTWORTEN
/Z-NETZ/TELECOM/GATEWAY                 
/Z-NETZ/TELECOM/ISDN
/Z-NETZ/TELECOM/MODEM/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/TELECOM/MODEM/HIGHSPEED
/Z-NETZ/TELECOM/NETZWERKE               
/Z-NETZ/TELECOM/POINTS
/Z-NETZ/TELECOM/TELEFON
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/ALLGEMEIN
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/ASTRONOMIE/ALLGEM
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/ASTRONOMIE/DATEN
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/CHEMIE
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/GEISTESW-SCHAFT
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/INFORMATIK
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/PHILOSOPHIE
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/PHYSIK
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/PSYCHOLOGIE
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/SOZIOLOGIE
/Z-NETZ/WISSENSCHAFT/TECHNIK

Quellen


Bücher:
Der Fischer Weltalmanach '93, Frankfurt am Main 1992
Martin Goldmann, Gabriele Hooffacker, Politisch arbeiten mit dem Computer, Reinbek bei Hamburg 1991
Werner Heine, Die Hacker. Von der Lust, in fremden Netzen zu wildern, Reinbek bei Hamburg 1985
Günter Myrell (Hrsg.), Daten-Schatten, Reinbek bei Hamburg 1984
Neil Postman, Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie, Frankfurt 1992
Dietrich Ratzke, Handbuch der Neuen Medien, Stuttgart, 1984
Eric Raymond, The New Hacker's Dictionary, Cambridge, London 1991
Gerhard Schulze, Die Erlebnisgesellschaft, Frankfurt, New York 1992
Wolfgang Spindler, Unter dem Pflaster liegt das Kabel, Reinbek bei Hamburg 1984

Zeitschriften:
LOGIN - Informationsschrift des Hochschulrechenzentrums Gießen (HRZ), Jahrgang 12, Nummer 3, November 1991

Lediglich als Datei verfügbar:
Fidonet Policy 4.07 in der deutschen Übersetzung durch den Regionalkoordinator Deutschlands, Helge Ramdohr, vom 11.11.1991
Tom Jennings, Fido History, Beschreibung der Entstehung des Fido-Netz, innerhalb des Fido-Netz verbreitete Datei mit dem Datum vom 8. Februar 1985
Liste der CL-Netz-Systeme, Herausgegeben von der Koordination des CL-Netz im Brett /CL/!WICHTIG am 13. Juli 1993.
Liste der Z-Netz-Systeme, herausgegeben von der Koordination des Z-Netz im Brett /Z-NETZ/!WICHTIG am 13. Juli 1993
Mark Lottor, Internet Domain Survey Juli 1993, dreimonatlich herausgegebene Statistik zum Internet
Netikette für das Z-Netz. herausgegeben von der Koordination des Z-Netz, in der Ausgabe vom 2. Dezember 1992
Die Netiquette für das Usenet. Vom 2. Juni 1992, verbreitet innerhalb des Netzes.
Nodelist.190, wöchentlich im Fido-Netz von der Koordination verbreitete Liste aller im Netz eingetragen Maiboxen. Die Nodelist.190 bezieht sich auf den 190. Tag des Jahres und hatte Gültigkeit vom 8. Juli 1993 bis zum 14. Juli 1993
Elizabeth M. Reid, Electropolis: Communication and Community on Internet Relay Chat, Honours Thesis, 1991, University of Melbourne, Department of History
Total traffic through uunet for the last 2 weeks. Statistik über das Datenaufkommen im Internet vom 9. Juni 1993 über die letzten 14 Tage. Intern veröffentlicht im Brett /NEWS/LISTS
Z-Statistik Juni 1993, interne Statistik des Z-Netz für Juni 1993. Herausgegeben von der Koordination des Z-Netz im Brett /Z-NETZ/KOORDINATION/USER+SYSOPS am 1. Juli 1993


Unsortierte Fussnoten


Der Fachmensch nennt sie Bits.
Zum Thema Public Domain an späterer Stelle der Arbeit Ausführliches.
Jeweils inklusive 10 Freieinheiten. Stand: August 1993.
Isolierte Mailboxen existierten zwar schon seit Anfang der achtziger Jahre, schon seit Beginn der für den Privatmenschen erschwinglichen Home- und Personal-Computer. Jedoch erreichten diese mangels ausreichender Speicherleistung und der fehlenden Möglichkeit, legal und preiswert ein Modem am Telefonnetz der Bundespost betreiben zu können, hierzulande keine Verbreitung.
Die bisher über Fido gemachten Angaben stammen von Tom Jennings. Siehe Quellenangabe.
(Auch ein Hund.)
Die hier über Z-Netz und Zerberus gemachten Angaben entstammen dem Buch von Goldmann/Hooffacker, Seiten 161ff
Zum Beispiel entstand Ende der achziger Jahre ausgehend von einer Mailbox in Wettenberg bei Gießen und dessen Programmierer das StarNet, in dem sich derzeit (1993) gut 20 Mailboxen in der Bundesrepublik Deutschland zusammengefunden haben.
Im Fido-Netz verfügt jede angeschlossene Mailbox (im Fido werden sie Nodes genannt) über eine Nodelist, Art Adressbuch aller weiteren im Netz vertretenen Mailboxen, zumindest jedoch über eine Liste der im jeweiligen Land eingetragenen. Siehe Quellenangabe.
Hierbei handelt es sich um die wahlberechtigten Z-Netz-Systeme, die das komplette Z-Netz-Brettangebot führen. Die Mailboxen stehen in der BRD, Ausnahmen: eine italienische und zwei schweizer Mailboxen sowie zwei in Österreich. Siehe Quellenangabe.
CL-Netz wird von 175 Mailboxen angeboten. Alle Systeme BRD, bis auf zwei Mailboxen im ehemaligen Jugoslawien, eine in Italien, sechs in der Schweiz und zwei in Österreich. Siehe Quellenangabe. Diese Mailboxen dürften großteils auch zu den Z-Netz-Anbietern gehören.
Diese Zahl wurde von der derzeitigen Netzkoordinatorin des Z-Netzes Kerstin Freund, Wuppertal, (KERSTIN@TBB.ZER) im April 1993 genannt.
Interne Statistik Juni 1993. Es beteiligten sich 3300 AutorInnen aus 911 Systemen mit Nachrichten am Netz. Siehe Quellenangabe.
ebenda.
Anzahl der Hosts (Computer im Netz) laut einer Statistik von Mark Lottor vom Juli 1993. Zwölf Monate zuvor, im Juli 1992 waren 992.000 Hosts im Internet angeschlossen. Siehe Quellenangabe.
Mark Lottor gibt in der gleichen Statistik an, wieviele der über Internet verbundenen Computer direkt auf ein Ping (ein Programm, das durch Anklopfen feststellt, ob der Computer am Netz ist) reagierten.
Es handelt sich um die beiden letzten Wochen im Juni 1993. Die Zahlen entstammen einer Statistik Total traffic through uunet for the last 2 weeks. Siehe Quellenangabe.
Im englischen Sprachgebrauch heißen die Mailboxen Bulletin Board Systems (BBS), was sich auf die öffentlichen Nachrichten bezieht.
Über Computernetze verbreitete Magazine und regelmäßige Mitteilungen werden häufig in solchen Nur-Lese- Brettern verteilt. Sinnvollerweise soll hier außer den Redakteuren und Verantwortlichen niemand Nachrichten absenden können. Für Diskussionen werden dann meist eigene Bretter zur Verfügung gestellt. Eine Virenverbreitung durch Versenden und Empfangen von Textnachrichten oder die Nutzung anderer Mailboxangebote, etwa Datenbanken, ist aus technischen Gründen nicht möglich.
Im Internet ist dies der Fall, wo sich mit Hilfe des Programmes IRC (Internet Relay Chat) Menschen weltweit zu Konferenzen treffen können. Eine genaue Darstellung von IRC findet sich in der Arbeit von Elizabeth M. Reid. Siehe Quellenangabe.
Das Prinzip des Points ist stark vereinfacht dargestellt. In Wirklichkeit muß auf Benutzerseite mit einem sogenannten Pointprogramm in der Mailbox angerufen werden und zwischen Point und Mailbox müssen gewisse Einstellungen vereinbart sein.
CL steht übrigens für COMLINK, ein Wortgemisch aus Computer und Links, sowie dem Wortspiel mit dem englischen link, also verbinden.
Wie schon vorher beschrieben, unterscheiden sich auch die Nachrichten in ihrem Aufbau, und zwar aus dem gleichen Grund. Inzwischen gibt es aber Mailboxen, die die einzelnen Formate konvertieren können (die sogenannten Gateways), so daß netzübergreifender Nachrichtenaustausch kein Problem mehr ist. In der BRD wird derzeit daran gearbeitet, regional für jedes Bundesland ein Netz zu definieren. Bisher konnte sich jede Fido-Mailbox an jeder Stelle des Netzes anschließen, gleichgültig von welcher Region Deutschlands aus sie anrief. Dies hat zu einem völlig unüberschaubarem Chaos geführt und die Laufzeiten von Nachrichten und die Datenverluste erhöht.
Was ein Point ist und wie er funktioniert, wurde bereits im Verlauf der Arbeit angedeutet.
Die gemachten Angaben entstammen dem Fischer Weltalmanach '93, Seiten 330ff.
Die gemachten Angaben entstammen dem Fischer Weltalmanach '93, Seiten 334f.
Dietrich Ratzke, Handbuch der Neuen Medien, Seite 53.
Dietrich Ratzke, Handbuch der Neuen Medien, Seite 53.
Diese wurden im Zusammenhang mit den Netzen vorgestellt.
Dietrich Ratzke, Handbuch der neuen Medien, Seiten 458f.
Neil Postman, Wir amüsieren uns zu Tode, Seite 87.
Wolfgang Spindler, Unter dem Pflaster liegt das Kabel, Seite 38.
So läßt sich etwa die Komplexität des Satzbaus variieren, wenn Unverständnis signalisiert wird, oder ein Argument neu formulieren und wiederholt vortragen. Markant ist auch die dialektale und allgemeinsprachliche Möglichkeit des "Umschaltens" des Menschen in Abhängigkeit seiner Umwelt, z.B. Beruf - Zuhause.
Hierbei berufe ich mich auf eigene Erfahrungen.
Dies wird unter dem Aspekt der Demokratie in Mailboxen ein weiteres mal in dieser Arbeit beleuchtet werden.
Teilweise auch unter dem Begriff emoticon bekannt. Etwa in The New Hacker's Dictionary Seite 142f.
Auch in der Schriftsprache gibt es Orientierungsmarken, man denke beispielsweise an das in Anführungsstriche gesetzte Wort, das somit das Gegenteil bedeuten soll: "Nur" fünf Millionen Arbeitslose. Dfü = Datenfernübertragung.
Die folgenden Angaben entstammen dem Buch Die Hacker und sind in ähnlicher Darstellung in verschiedenen Büchern zu diesem Thema zu finden.
Werner Heise, Die Hacker, Seiten 31f. Buchrückentext der Heyne Taschenbuchausgabe. John Brunner, Der Schockwellenreiter, München 1985. Die elektronischen Bandwürmer des 1975 erstveröffentlichten Buches entsprechen im wesentlichen einer Gattung der erst später entstandenen Computer-Viren: Den Trojan Horses, die sich in Computersysteme, bzw. -programme einschleichen und dort aktiv werden.
Die genannten englischsprachigen Beispiele sind überwiegend in dem gut 400 Seiten starken New Hacker's Dictionary zu finden.
Dazu nur ein Beispiel: In den Universitätsbibliotheken werden zunehmend CD-ROMs anstelle von Katalogen in Buchform angeboten. Wohl dem, der sie bedienen kann.
Neil Postman beschreibt dies im 4. Kapitel Leserverstand seines Buches. Z-Statistik Juni 1993. Siehe Quellenangabe.
Bei der Zeichenbestimmung einer Nachricht wird der Nachrichtenkopf dazugerechnet. Das heißt also, daß hundert Bytes oder mehr nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Nachricht zu tun haben und noch abgezogen werden könnten.
Ich beziehe mich im weiteren auf die aktuelle Fidonet Policy 4.07. Siehe Quellenangabe.
Der Netzkoordinator kann in einem großen Netz noch sogenannte Hubs als Zwischenebene zur Entlastung seiner Arbeit einfügen.
Um welche Mehrheit und welche Regionalkoordinatoren (alle oder nur die eines Kontinentes) es sich handelt und ob die darüber liegenden Ebenen auch einen Volksentscheid ausrufen dürfen, bleibt in der ungenügend präzise formulierten Fido Policy im dunkeln.
Die folgenden Angaben sind der Netikette für das Z-Netz entnommen. Siehe Quellenangabe.
Zitat aus der Netikette für das Z-Netz. Siehe Quellenangabe.
Zitat aus der Netikette für das Z-Netz. Siehe Quellenangabe.
Regeln für die Einrichtung und Entfernung von Usenet-Gruppen. Siehe Quellenangabe.
Die Netiquette im Usenet. Siehe Quellenangabe.
Zitat aus den Regeln für die Errichtung und Entfernung von Usenet-Gruppen.
ASCII = American Standard Code for Information Interchange
So werden derzeit Fax-Geräte entwickelt, die mit Hilfe einer Kodekarte den Sender eines Faxes verifizieren, um damit in diesem Medium Dokumentenechtheit zu erreichen.
Zitat aus der Netikette für das Z-Netz. Siehe Quellenangabe.
Etwa mit dem DES-Verfahren. Näheres zum Thema Datenverschlüsselung zum Beispiel in Günter Myrell, Daten- Schatten, Seiten 167ff.
Neil Postman, Wir amüsieren uns zu Tode, Seiten 39f.
Neil Postman, Wir amüsieren uns zu Tode, Seiten 121f.
Neil Postman, Wir amüsieren uns zu Tode, Seite 19.
Martin Goldmann, Gabriele Hooffacker, Politisch arbeiten mit dem Computer, Seite 160.
Martin Goldmann, Gabriele Hooffacker, Politisch arbeiten mit dem Computer, Seiten 167f.
Martin Goldmann, Gabriele Hooffacker, Politisch arbeiten mit dem Computer, Seite 161.
Gerhard Schulze, Die Erlebnisgesellschaft. Siehe Quellenangabe.
Gerhard Schulze, Die Erlebnisgesellschaft, Seite 52.
Dietrich Ratzke, Handbuch der neuen Medien, Seite 466.
Stand: Ende Juli 1993.
Stand: Ende Juli 1993.


War diese Seite für Sie hilfreich und möchten Sie vielleicht auch mir einmal einen Gefallen machen?? Dann wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie sich bei AMAZON über unteren Link ein Buch, eine CD oder ein sonstiges Produkt über diesen Link bestellen würden.

mit dankbaren Grüßen
Andreas (Unki)

Buchtitel:
In Partnerschaft mit Amazon.de

Biologie - Deutsch - Erdkunde - Informatik - Geschichte - Physik

© 2003 Andreas Unkelbach